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A Lesson

  • Entstehungsdatum1897
  • Abmessungen136.0 x 197.0 cm

Ikunosuke Shirataki prägte die japanische Kunst durch seine beeindruckenden Landschaftsbilder im europäischen Stil (Yōga). Entdecken Sie Meisterwerke und erfahren Sie mehr über die Bewegung des Hakubakai!

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Depicted is a scene of a music lesson, full of the ambience of Tokyo’s shitamachi area. The bright sunshine pouring in through the reed screen illuminates the room in a refreshing manner. It was the artist’s graduation work, done when he was 24. When Kaburaki Kiyokata saw this work at the second Hakubakai (White Horse Society) exhibition, he said, “I was happy that I had the feeling of an actual scene you might find anywhere in the Meiji era around then, where you become friendly even with people you just happen to meet.” This style, which has captured the familiar shitamachi ambience of the Meiji era, drew empathetic responses from not just Kiyokata but from many of Shirataki’s contemporaries. Within a backlighted interior scene overflowing with the bright summer sunshine, Shirataki has organized his picture by the interaction between the placement of his figures, the spector’s viewpoint, facial expressions, and objects in the room. Particularly in regard to the facial expressions, we feel a sense of actuality, for the mouth of the teacher who seems to be saying somethig and the face of the girl singing with knitted brows, for example, seem to reveal their emotions. Shirataki was studying at Yamamoto Hosui’s private art school, Seikokan, but after it was entrusted to Kuroda Seiki and Kume Keiichiro and converted into the Tenshin Dojo, he became Kuroda’s pupil. In 1896, the previous training he had received in painting was recognized, enabling him to enroll as a third-year student in the course of Western painting of the Tokyo Fine Arts School. A lesson is Shirataki’s graduation work, painted while he was a student at the School. We can feel Kuroda’s influence in his interpretation of interior and exterior through the relationships generated by backlighting and in his way of bringing this out effectively in the picture. (Writer : Naomi Sakonju Source : Selected Masterpieces from The University Art Museum, Tokyo National University of Fine Arts and Music: Grand Opening Exhibition, The University Art Museum, Tokyo National University of Fine Arts and Music, 1999)

Künstlerbiografie

Der Architekt einer neuen Ästhetik


In der Abenddämmerung der Meiji-Ära begann eine transformative Energie durch die japanische Kunstwelt zu pulsieren, und im Zentrum dieser Metamorphose stand Ikunosuke Shirataki. Geboren 1873 in der rauen Schönheit der Präfektur Hyogo, war Shirataki dazu bestimmt, eine Brücke zwischen zwei scheinbar unversöhnlichen Welten zu schlagen: den alten Traditionen Japans und der aufkeimenden Moderne der westlichen Malerei. Seine frühe Ausbildung unter Koryphäen wie Hosui Yamamoto und Kuroda Seiki platzierte ihn im Epizentrum der Hakubakai, oder Weiße-Ross-Gesellschaft – einer Gruppe von Visionären, die sich der Verfolgung des yōga widmeten. Dies war nicht bloß eine Nachahmung fremder Stile, sondern ein tiefgreifender Versuch, der japanischen Sensibilität durch das Prisma europäischer Techniken neues Leben einzuhauchen.

Eine Pilgerreise aus Licht und Farbe


Shiratakis künstlerische Entwicklung wurde zutiefst von seiner transformativen Odyssee um den Globus geprägt. Zwischen 1904 und 1910 setzten ihn seine Reisen durch die lebendigen Straßen von Paris und die weitläufigen Landschaften von New York den radikalen Innovationen des Impressionismus und Post-Impressionismus aus. Er erlernte die feine Kunst der plein air Malerei und fing den flüchtigen Tanz des Lichts ein, während es mit der physischen Welt interagiert. Diese Meisterschaft ist vielleicht am eindringlichsten in seinem gefeierten Abschlusswerk A Lesson spürbar. In diesem Werk wird das sonnendurchflutete Innere eines Tokyoer shitamachi-Raumes zur Bühne für Licht und Schatten; durch die Schilfrohrmatten erhellt eine erfrischende Brillanz eine Musikstunde und fängt eine authentische Atmosphäre der Meiji-Ära ein, die bei seinen Zeitgenossen tiefen Widerhall fand. Seine Fähigkeit, Figuren und Gesichtsausdrücke innerhalb einer hintergrundbeleuchteten Umgebung zu organisieren, bewies ein anspruchsvolles Verständnis westlicher Komposition, angewandt auf einzigartig japanische Sujets.

Das Erbe des grenzenlosen Horizonts


Mit fortschreitender Karriere wurden Shiratakis Leinwände sowohl in ihrem Umfang als auch in ihrem Geist monumentaler. Er wandte seinen Blick den majestätischen Bergen und ruhigen Seen seiner Heimat zu und stellte sie mit einem kühnen, expressiven Pinselstrich dar, der die östliche Seele mit westlicher Vitalität synthetisierte. Sein Beitrag zur Kunstgeschichte lässt sich an mehreren prägenden Elementen erkennen:

  • Dynamische Kompositionen: Die Nutzung der weiten Ausblicke Japans, um mit Tiefe und Perspektive zu experimentieren.

  • Leuchtende Paletten: Eine Meisterschaft der Farbe, inspiriert von seinen europäischen Reisen, genutzt um die atmosphärische Schwere der Landschaft heraufzubeschwören.

  • Kulturelle Synthese: Die nahtlose Integration von yōga-Techniken in die Darstellung der japanischen Naturschönheit.


Durch renommierte Ausstellungen wie den Salon des artistes français im Jahr 1900 in Paris erlangte Shirataki internationale Anerkennung und bewies, dass die Sprache der Kunst Grenzen überschreiten kann. Sein Leben, das 1960 in Tokio endete, bleibt ein Zeugnis für die Kraft künstlerischen Muts – der Mut, den Blick nach außen auf die Welt zu richten, um die eigene Kultur mit neu gewonnener Klarheit und Brillanz zu erkennen.
Ikunosuke Shirataki

Ikunosuke Shirataki

1873 - 1960 , Japan

Kurzprofil

  • Artistic Movement Or Style: Yōga Kunst
  • Artists Or Movements Influenced By This Artist: ['Hakubakai']
  • Artists Who Influenced This Artist:
    • Hosui Yamamoto
    • Kuroda Seiki
  • Date Of Birth: 1873
  • Date Of Death: 1960
  • Full Name: Ikunosuke Shirataki
  • Nationality: Japanisch
  • Notable Artworks: ['Eine Lektion']
  • Place Of Birth: Hyogo, Japan