Papierformat

Leitfaden für studentische Kunstwerke

A Lesson

Name Klasse Datum

Ikunosuke Shirataki, A Lesson (1897). Zur Referenz reproduziert; alle Rechte liegen beim Rechteinhaber.

Eckdaten

Künstler
Ikunosuke Shirataki wahooart.com/de/artists/ikunosuke-shirataki_de/
Lebensdaten des Künstlers
1873 – 1960
Gemalt
1897
Originalgröße
136 x 197 cm

Im Kontext

A Lesson — Ikunosuke Shirataki

Wie groß ist es?

Das Original hat die Maße 136 × 197 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe.

Entstehungsjahr

  1. 1870
  2. 1880
  3. 1890
  4. 1900
  5. 1910
  6. 1920
  7. 1930
  8. 1940
  9. 1950
  10. 1960

Schattiert: das Lebenswerk von Ikunosuke Shirataki (1873–1960) ▲ dieses Werk, 1897

Farbpalette

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Gray #998674

    Gespeicherte Palette

    • #998674
    • #B7A389
    • #796B63
    • #5A4E48
    Palette
    Earthy Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Hauptfarbe
    Gray
    Intensität
    Balanced Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Serene Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Strong Color Unity Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Bright Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Muted Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Über dieses Kunstwerk

    A Lesson — Ikunosuke Shirataki

    Depicted is a scene of a music lesson, full of the ambience of Tokyo’s shitamachi area. The bright sunshine pouring in through the reed screen illuminates the room in a refreshing manner. It was the artist’s graduation work, done when he was 24. When Kaburaki Kiyokata saw this work at the second Hakubakai (White Horse Society) exhibition, he said, “I was happy that I had the feeling of an actual scene you might find anywhere in the Meiji era around then, where you become friendly even with people you just happen to meet.” This style, which has captured the familiar shitamachi ambience of the Meiji era, drew empathetic responses from not just Kiyokata but from many of Shirataki’s contemporaries. Within a backlighted interior scene overflowing with the bright summer sunshine, Shirataki has organized his picture by the interaction between the placement of his figures, the spector’s viewpoint, facial expressions, and objects in the room. Particularly in regard to the facial expressions, we feel a sense of actuality, for the mouth of the teacher who seems to be saying somethig and the face of the girl singing with knitted brows, for example, seem to reveal their emotions. Shirataki was studying at Yamamoto Hosui’s private art school, Seikokan, but after it was entrusted to Kuroda Seiki and Kume Keiichiro and converted into the Tenshin Dojo, he became Kuroda’s pupil. In 1896, the previous training he had received in painting was recognized, enabling him to enroll as a third-year student in the course of Western painting of the Tokyo Fine Arts School. A lesson is Shirataki’s graduation work, painted while he was a student at the School. We can feel Kuroda’s influence in his interpretation of interior and exterior through the relationships generated by backlighting and in his way of bringing this out effectively in the picture. (Writer : Naomi Sakonju Source : Selected Masterpieces from The University Art Museum, Tokyo National University of Fine Arts and Music: Grand Opening Exhibition, The University Art Museum, Tokyo National University of Fine Arts and Music, 1999)

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Ikunosuke Shirataki

    Geboren in Hyogo, Japan

    Der Architekt einer neuen Ästhetik

    In der Abenddämmerung der Meiji-Ära begann eine transformative Energie durch die japanische Kunstwelt zu pulsieren, und im Zentrum dieser Metamorphose stand Ikunosuke Shirataki. Geboren 1873 in der rauen Schönheit der Präfektur Hyogo, war Shirataki dazu bestimmt, eine Brücke zwischen zwei scheinbar unversöhnlichen Welten zu schlagen: den alten Traditionen Japans und der aufkeimenden Moderne der westlichen Malerei. Seine frühe Ausbildung unter Koryphäen wie Hosui Yamamoto und Kuroda Seiki platzierte ihn im Epizentrum der Hakubakai, oder Weiße-Ross-Gesellschaft – einer Gruppe von Visionären, die sich der Verfolgung des yōga widmeten. Dies war nicht bloß eine Nachahmung fremder Stile, sondern ein tiefgreifender Versuch, der japanischen Sensibilität durch das Prisma europäischer Techniken neues Leben einzuhauchen.

    Eine Pilgerreise aus Licht und Farbe

    Shiratakis künstlerische Entwicklung wurde zutiefst von seiner transformativen Odyssee um den Globus geprägt. Zwischen 1904 und 1910 setzten ihn seine Reisen durch die lebendigen Straßen von Paris und die weitläufigen Landschaften von New York den radikalen Innovationen des Impressionismus und Post-Impressionismus aus. Er erlernte die feine Kunst der plein air Malerei und fing den flüchtigen Tanz des Lichts ein, während es mit der physischen Welt interagiert. Diese Meisterschaft ist vielleicht am eindringlichsten in seinem gefeierten Abschlusswerk A Lesson spürbar. In diesem Werk wird das sonnendurchflutete Innere eines Tokyoer shitamachi-Raumes zur Bühne für Licht und Schatten; durch die Schilfrohrmatten erhellt eine erfrischende Brillanz eine Musikstunde und fängt eine authentische Atmosphäre der Meiji-Ära ein, die bei seinen Zeitgenossen tiefen Widerhall fand. Seine Fähigkeit, Figuren und Gesichtsausdrücke innerhalb einer hintergrundbeleuchteten Umgebung zu organisieren, bewies ein anspruchsvolles Verständnis westlicher Komposition, angewandt auf einzigartig japanische Sujets.

    Das Erbe des grenzenlosen Horizonts

    Mit fortschreitender Karriere wurden Shiratakis Leinwände sowohl in ihrem Umfang als auch in ihrem Geist monumentaler. Er wandte seinen Blick den majestätischen Bergen und ruhigen Seen seiner Heimat zu und stellte sie mit einem kühnen, expressiven Pinselstrich dar, der die östliche Seele mit westlicher Vitalität synthetisierte. Sein Beitrag zur Kunstgeschichte lässt sich an mehreren prägenden Elementen erkennen:

    Dynamische Kompositionen: Die Nutzung der weiten Ausblicke Japans, um mit Tiefe und Perspektive zu experimentieren.

    Leuchtende Paletten: Eine Meisterschaft der Farbe, inspiriert von seinen europäischen Reisen, genutzt um die atmosphärische Schwere der Landschaft heraufzubeschwören.

    Kulturelle Synthese: Die nahtlose Integration von yōga-Techniken in die Darstellung der japanischen Naturschönheit.

    Durch renommierte Ausstellungen wie den Salon des artistes français im Jahr 1900 in Paris erlangte Shirataki internationale Anerkennung und bewies, dass die Sprache der Kunst Grenzen überschreiten kann. Sein Leben, das 1960 in Tokio endete, bleibt ein Zeugnis für die Kraft künstlerischen Muts – der Mut, den Blick nach außen auf die Welt zu richten, um die eigene Kultur mit neu gewonnener Klarheit und Brillanz zu erkennen.

    Weitere Lesetipps

    Online verfügbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für A Lesson

    wahooart.com/de/art/download/ikunosuke-shirataki-a-lesson-D78ULX-en/

    Zitierweise für dieses Kunstwerk

    MLA
    Shirataki, Ikunosuke. A Lesson. 1897, https://wahooart.com/de/art/ikunosuke-shirataki-a-lesson-D78ULX-en/
    APA
    Shirataki, Ikunosuke (1897). A Lesson [Painting]. https://wahooart.com/de/art/ikunosuke-shirataki-a-lesson-D78ULX-en/
    Chicago
    Ikunosuke Shirataki. A Lesson. 1897. https://wahooart.com/de/art/ikunosuke-shirataki-a-lesson-D78ULX-en/
    Harvard
    Shirataki, Ikunosuke (1897) A Lesson. Available at: https://wahooart.com/de/art/ikunosuke-shirataki-a-lesson-D78ULX-en/

    Genau hinsehen

    A Lesson — Ikunosuke Shirataki

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie erklären können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie sieht diese Stimmung aus?
    3. Ikunosuke Shirataki war etwa 24 Jahre alt, als dieses Werk entstand. Welche Details lassen auf die Handschrift eines Künstlers in dieser Lebensphase schließen?
    4. Was wollte der Künstler wohl, dass Sie fühlen?
    5. Wenn Sie dem Künstler eine Frage zu diesem Werk stellen könnten, welche wäre das?

    Ihre Antwort

    Schreiben Sie einen kurzen Absatz über dieses Kunstwerk. Verwenden Sie dazu die Informationen aus den vorherigen Abschnitten dieser Anleitung sowie Ihre oben stehenden Antworten.