Die Schnittstelle zwischen dem Greifbaren und dem Virtuellen
Mit seinen Wirkungsstätten in Wien und Gattendorf erforscht Thomas Gänszler die dünnen, oft verschwommenen Grenzen zwischen unserer physischen Umgebung und den digitalen Welten, die wir bewohnen. Sein Schaffen beginnt häufig mit der Frage, wie wir das Reale überhaupt wahrnehmen. Durch den Einsatz von Werkzeugen wie dem 3D-Druck, der CNC-Frästechnik und der virtuellen Realität übersetzt er immaterielle Daten in physische Formen. Diese Objekte – polygonale Strukturen und monolithische digitale Überreste – schlagen eine Brücke zwischen dem Virtuellen und dem Materiellen. Dabei betrachtet er Funktion und Skulptur als kommunizierende Gefäße, wobei er den praktischen Nutzen eines Objekts durch Fragmentierung oft bewusst reduziert, um dessen skulpturale Präsenz zu steigern.
Sein künstlerischer Ansatz ist tief in der Spannung zwischen verschiedenen Existenzmodi verwurzelt. Er untersucht, wie technologische Prozesse unsere Erfahrung des Realen vermitteln und Daten in etwas verwandeln, das wir berühren können. Diese Untersuchung der porösen Grenzen der Realität ist zentral für sein Schaffen, während er versucht zu verstehen, wie das Digitale unser Empfinden von Raum und körperlicher Präsenz transformiert.
Methodik und Materialität
Die Arbeitsweise von Gänszler ist eine Symbiose aus traditioneller Handwerkskunst und fortschrittlicher Technologie. Er bewegt sich zwischen der High-Tech-Präzision maßgeschneiderter Algorithmen und der taktilen Natur physischer Medien. Sein Prozess ist interdisziplinär angelegt und umfasst oft mehrere Ebenen der Übersetzung, um eine Idee von einem digitalen Konzept in ein greifbares Objekt zu überführen.
- Schwarz-Weiß-Sprühtechniken
- 3D-Druck und CNC-Fräsen
- Virtuelle Realität und immersive Installationen
- Fotografie und Skulptur
In seinen früheren Untersuchungen, wie etwa seinen Spray-Arbeiten, nutzte er eine spezifische visuelle Sprache, um den Betrachter herauszufordern. Aus der Ferne können seine Bilder wie Fotografien wirken, wobei eine bewusste Unschärfe entsteht, die Raum für Interpretationen lässt. Diese Technik untergräbt visuelle Gewohnheiten und zwingt zu einer Neubewertung dessen, wie wir die Welt um uns herum betrachten.
Die Erschaffung fiktiver Topographien
Ein wesentlicher Bestandteil seiner fortlaufenden Arbeit ist das Projekt mit dem Titel Kontinent. Dieses Vorhaben umfasst die Erschaffung einer fiktiven Topographie, die über mehrere Medien hinweg realisiert wird. Es handelt sich dabei nicht um ein einzelnes Objekt, sondern um eine Landschaft aus Ideen, die sich durch verschiedene Formen erstreckt. Durch diese Methode erforscht er, wie digitale Landschaften in etwas materialisiert werden können, das sich zugleich vertraut und fremdartig anfühlt.
Sein Werk bezieht sich häufig sowohl auf die Kunstgeschichte als auch auf die Ästhetik des Alltäglichen und der Popkultur. Er findet eine Verbindung zwischen der Hochkultur der Vergangenheit und den trivialen, funktionalen Objekten der Gegenwart. Indem er diese beiden Welten zusammenführt, schafft er einen Raum, in dem der Betrachter die Beziehung zwischen dem Bekannten und dem Imaginären navigieren muss.
Fragen & Antworten
Gibt es eine Zeitachse der Werke von Thomas Gänszler?
Die Kunstwerke von Thomas Gänszler können in chronologischer Reihenfolge auf der Zeitstrahl der Kunstwerke-Seite des Künstlers eingesehen werden.
Wie viele Kunstwerke von Thomas Gänszler können durchstöbert werden?
Sie können 1 Kunstwerke Werke von Thomas Gänszler auf der Seite Alle Kunstwerke durchstöbern.
Gibt es eine Übersicht über alle Motive, die Thomas Gänszler gemalt hat?
Die Werke von Thomas Gänszler können auf der Themenübersicht-Seite des Künstlers nach Themen erkundet werden.
Kann ich die Werke von Thomas Gänszler nach Farben sortiert entdecken?
Die Farbindex von Thomas Gänszler bietet eine nach Farben sortierte Übersicht der Kunstwerke des Künstlers.
