Jan Martens

1939 - 2017

Die Hände eines Schöpfers

Jan Martens begann seinen künstlerischen Weg an der Academy of Visual Arts in Den Haag, wo er unter Kees Bol studierte, bevor er an die Jan van Eyck Academy in Maastricht wechselte. In den Zwischenzeiten seiner formalen Ausbildung arbeitete er als Grafikdesigner und Siebdrucker. Diese Jahre, in denen er intensiv mit Tinte und Papier umging, formten eine technische Präzision, die sich später in seinen Gemälden und Skulpturen manifestieren sollte. Seine frühen Reisen führten ihn durch das klassische Griechenland, das islamische Marokko und das antike Italien – Orte, an denen das Licht und die archaischen Strukturen einen bleibenden Eindruck in seinem Auge hinterließen.

Sein Frühwerk bewegte sich durch die Texturen des Abstrakten Expressionismus und der Pop Art. Er schuf „Mechanical Landscapes“ und Werke wie „Il Ritorno d’Úlise“, die aus dem Fundus der klassischen Kultur schöpften. Schon damals war sein Einsatz von Farben schwer und barock, oft in transparenten Schichten angelegt, um eine besondere Tiefe zu erzeugen. Er trug die Farbe nicht einfach nur auf; er baute sie in dünnen, durchsichtigen Schleiern auf.

Sich wandelnde Perspektiven

Mit der Reifung seiner künstlerischen Praxis verlagerte sich der Fokus seiner Leinwände nach Osten. Er begann, sich intensiv mit Motiven aus Japan zu beschäftigen, wie etwa Kimonos und Fächern, die zunehmend seine Kompositionen prägten. Diese Phase war geprägt von einer Hinwendung zu poetischeren und mystischeren Bildwelten, wobei er oft Mixed-Media-Techniken einsetzte, um eine ganz spezifische Atmosphäre zu schaffen. Seine späteren Serien, darunter „Magiciens de la Terre“, „Atmospheric Phenomena“ und „The Protecting Veil“, spiegeln dieses Interesse am Ätherischen und dem Unsichtbaren wider.

Im Laufe seiner Karriere bekleidete Martens zudem verschiedene Positionen, die ihn stets nah an der technischen Seite der Kunstausbildung hielten:

  • Lehrer für Zeichnen und Malen an der Kunstakademie von Maastricht
  • Lehrer für Zeichnen und Malen an der Akademie für Industriedesign in Eindhoven

Anerkennung und Wirkungsstätte

Seine Präsenz in der niederländischen Kunstszene wurde durch mehrere bedeutende Auszeichnungen gewürdigt. Er erhielt 1966 den Preis für Monumentalkunst von Sittard und Valkenburg sowie 1968 den Förderpreis für die Freie Malerei in Eindhoven. Im Jahr 1976 wurde er mit der Bronzemedaille beim Europa-Preis für die Freie Malerei in Ostende ausgezeichnet. Über sein eigenes Atelier hinaus engagierte er sich in der Fachwelt als Jurymitglied beim Zollner-Kunstwettbewerb und durch seine Mitgliedschaft im Berufsverband der Bildenden Künstler (B.B.K.).

Martens lebte von 1968 bis 1974 in Eindhoven, bevor er nach Roermond zog, wo er bis heute ansässig ist. Sein Werk findet sich in bedeutenden Sammlungen wie dem Museum van Bommel van Dam in Venlo, unter anderem sein 1987 entstandenes Werk mit dem Titel „Untitled“.

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Woher kommt Jan Martens?

Jan Martens wurde in Niederlande geboren.

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