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Leitfaden für studentische Kunstwerke

Selbstbildnis

Name Klasse Datum

Pierre Bonnard, Selbstbildnis (1889). Gemeinfreiheit.

Eckdaten

Künstler
Pierre Bonnard wahooart.com/de/artists/pierre-bonnard_de/
Lebensdaten des Künstlers
1867 – 1947
Gemalt
1889
Medium
Öl auf Tafel
Bewegung
Post-Impressionismus Artists who kept the bright colour of Impressionism but pushed shape and feeling further than the eye really sees.
Zeitraum
19. Jahrhundert
Einflüsse
Paul Gauguin, Japanische Drucke
Jahr
1889
Thema
Selbstbildnis, Introspektion
Titel
Selbstporträt

Im Kontext

Selbstbildnis — Pierre Bonnard

Entstehungsjahr

  1. 1860
  2. 1870
  3. 1880
  4. 1890
  5. 1900
  6. 1910
  7. 1920
  8. 1930
  9. 1940

Schattiert: das Lebenswerk von Pierre Bonnard (1867–1947) ▲ dieses Werk, 1889

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Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

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Farbpalette

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Bronze #cb7e40

    Gespeicherte Palette

    • #CB7E40
    • #46241F
    • #B74421
    • #895938
    Palette
    Dunkle Farbtöne Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Hauptfarbe
    Bronze
    Intensität
    Leuchtend Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Sanft Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Starke farbliche Einheitlichkeit Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Ausgewogen Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Klare Farbwirkung Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Über dieses Kunstwerk

    Selbstbildnis — Pierre Bonnard

    Anmerkungen zu diesem Werk

    Für diesen Leitfaden aus veröffentlichten Quellen erstellt. Der Katalogeintrag selbst befindet sich im ersten Teil dieses Leitfadens.

    Bewegung
    Postimpressionismus, Intimismus
    Künstler
    Pierre Bonnard

    Selbstbildnis von Pierre Bonnard: Ein intimer Blick

    Pierre Bonnards "Selbstbildnis", entstanden 1889, ist mehr als nur ein Abbild; es ist ein Fenster in die introspektive Welt des Künstlers. Dieses Öl auf Leinwand Gemälde verkörpert Bonnards frühen postimpressionistischen Stil und seine Zugehörigkeit zur Intimismus-Bewegung, welche den Fokus auf das Festhalten alltäglicher Hausszenen mit Betonung auf Atmosphäre und persönliches Gefühl legte. Als Mitglied der Les Nabis absorbierte Bonnard Einflüsse von Paul Gauguin und japanischen Drucken, was zu einer einzigartigen Mischung aus dekorativen Elementen und expressivem Pinselstrich führte.

    Komposition und künstlerische Technik

    Das Porträt zeigt einen älteren Mann – vermutlich selbst Bonnard – mit Bart, der ein rotes Hemd trägt. Sein Blick ist direkt und fängt den Betrachter in einer stillen Kontemplation ein. Die Komposition ist relativ schlicht, wobei der Fokus auf dem Kopf des Mannes liegt, welcher den Rahmen dominiert. Eine verschwommene Ziegelwand bildet den Hintergrund und verleiht Tiefe und Textur, ohne vom Motiv abzulenken. Die Farbgebung ist besonders auffällig; das leuchtende rote Hemd kontrastiert mit den gedämpften Tönen des Hintergrunds und lenkt die Aufmerksamkeit auf das Gesicht des Mannes. Bonnard verwendet einen losen, gestischen Stil, der Konturen mit breiten Pinselstrichen definiert, anstatt präziser Linien. Diese Technik erzeugt ein Gefühl von Unmittelbarkeit und fängt die flüchtige Qualität von Licht und Schatten ein.

    Historischer Kontext: Les Nabis und Intimismus

    Das späte 19. Jahrhundert war Zeuge eines Wandels weg von der traditionellen akademischen Kunst hin zu subjektiveren und ausdrucksstärkeren Formen. Bonnards "Selbstbildnis" spiegelt diesen Übergang wider, indem es sowohl mit der postimpressionistischen Bewegung als auch mit dem aufkommenden Intimismus-Stil übereinstimmt. Les Nabis, was im Hebräischen „Propheten“ bedeutet, war eine Gruppe junger Künstler, die versuchten, verschiedene Einflüsse – einschließlich Symbolismus, japanische Drucke und Gauguins Erkundungen von Farbe – zu synthetisieren, um Kunst zu schaffen, die über bloße Darstellung hinausgeht. Bonnards Werk verkörpert diese Ambition, wobei emotionaler Widerhall und dekorative Schönheit Vorrang vor strengem Realismus haben. Der Intimismus, der eng mit Bonnard und Édouard Vuillard verbunden ist, betonte zusätzlich die Darstellung intimer Hausszenen und fing ein Gefühl stiller Beobachtung und persönlicher Verbundenheit ein.

    Symbolik und emotionale Wirkung

    Obwohl scheinbar geradlinig, trägt Bonnards "Selbstbildnis" subtile symbolische Bedeutung. Der ernste Gesichtsausdruck des Mannes deutet auf Selbstreflexion und vielleicht einen Hauch von Melancholie hin – ein häufiges Thema in Bonnards Werk. Das rote Hemd könnte Vitalität oder Leidenschaft symbolisieren, im Kontrast zum alternden Gesicht und andeutend zu einem dauerhaften Geist. Der verschwommene Hintergrund ruft ein Gefühl von Erinnerung und Atmosphäre hervor und deutet darauf hin, dass das Porträt nicht nur eine Darstellung des physischen Aussehens ist, sondern auch ein Spiegelbild des inneren Lebens. Letztendlich liegt die emotionale Wirkung des Gemäldes in seiner Fähigkeit, ein tiefes Gefühl stiller Würde und persönlicher Verletzlichkeit zu vermitteln.

    Vermächtnis und Reproduktion

    "Selbstbildnis" steht als Zeugnis für Bonnards einzigartige künstlerische Vision und seinen Beitrag zur Entwicklung der modernen Kunst. Sein Einfluss kann in späteren Generationen von Künstlern gesehen werden, die versuchten, die Schönheit des täglichen Lebens mit Betonung auf Farbe, Licht und persönlichem Ausdruck einzufangen. Hochwertige Reproduktionen dieses ikonischen Kunstwerks bieten Sammlern und Kunstliebhabern gleichermaßen die Möglichkeit, Bonnards intimen Blick zu erleben und seine meisterhafte Farbgebung und Formgebung zu schätzen.

    Materialien: Öl auf Leinwand

    Stil: Postimpressionismus, Intimismus

    Größe: Unbekannt

    Datum: 1889

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Pierre Bonnard

    Geboren in Fontenay-aux-Roses, Frankreich

    Frühe Jahre und Karriere

    Pierre Bonnard wurde am 3. Oktober 1867 in Fontenay-aux-Roses, im Département Hauts-de-Seine, geboren. Er entstammte einer wohlhabenden Familie; sein Vater war ein hoher Beamter im französischen Kriegsministerium. Bonnard zeigte früh künstlerisches Talent und besuchte zunächst das Lycée Louis-le-Grand und später das Lycée Charlemagne in Vanves. Obwohl er von seinem Vater dazu gedrängt wurde, eine Karriere im Staatsdienst anzutreten, entschied sich Bonnard für die Kunst. Er studierte Jura, um seinen Vater zufriedenzustellen, begann aber gleichzeitig mit dem Studium an der Académie Julian und der École des Beaux-Arts, wo er Freundschaften mit anderen Künstlern wie Édouard Vuillard schloss.

    Die Nabi-Bewegung und Postimpressionismus

    Um 1891 lernte Bonnard Toulouse-Lautrec kennen und begann, seine Werke auf Ausstellungen zu zeigen. Er engagierte sich auch in der Zeitschrift La Revue Blanche, für die er Frontispizien entwarf. Bonnard war ein Gründungsmitglied der Nabi-Bewegung (Les Nabis), einer Gruppe von Künstlern, die sich gegen den Impressionismus wandten und nach neuen Ausdrucksformen suchten. Die frühen Werke Bonnards zeigen den Einfluss japanischer Holzschnitte und Paul Gauguins. Er entwickelte einen eigenen Stil, der durch eine Vereinfachung der Formen und eine Verwendung flacher Farbflächen gekennzeichnet ist.

    Intimität und häusliche Szenen

    Bonnard bevorzugte es, aus dem Gedächtnis zu malen und nutzte Skizzen als Referenzmaterial. Dies verlieh seinen Bildern eine traumartige Qualität. Er widmete sich vor allem intimen häuslichen Szenen, oft mit seiner Frau Marthe de Meligny als Modell. Diese Darstellung des Alltäglichen und Intimen brachte ihm den Beinamen "Intimisten" ein. Bonnard konzentrierte sich auf die Wiedergabe von Lichtstimmungen und Farbkombinationen, wobei er die Perspektive oft vernachlässigte.

    Spätere Jahre und künstlerische Entwicklung

    In den 1910er Jahren zog Bonnard nach Vernonnet in der Normandie, wo er das Haus "La Roulotte" kaufte. Hier schuf er zahlreiche Gemälde, inspiriert von der Landschaft und dem Garten. Er pflegte eine enge Freundschaft zu Claude Monet, der ebenfalls in Giverny lebte. Bonnards Farbpalette wurde zunehmend intensiver und leuchtender. Nach Monets Tod zog Bonnard nach Le Cannet an der Côte d'Azur, wo er bis zu seinem Tod am 23. Januar 1947 lebte. Er vollendete sein letztes Gemälde, Die Mandeltraube in Blüte, nur wenige Tage vor seinem Ableben.

    Bedeutung und Vermächtnis

    Pierre Bonnard gilt als einer der bedeutendsten französischen Maler des frühen 20. Jahrhunderts. Sein Werk zeichnet sich durch eine einzigartige Sensibilität für Farbe und Licht aus. Er trug maßgeblich zur Entwicklung des Postimpressionismus bei und beeinflusste nachfolgende Künstlergenerationen. Bonnards Gemälde sind heute in zahlreichen renommierten Museen weltweit zu sehen, darunter das Musée Marmottan Monet in Paris und das Art Institute of Chicago.

    Weitere Lesetipps

    Online verfügbar

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    wahooart.com/de/art/download/pierre-bonnard-selbstbildnis-8YDTZA-de/

    Zitierweise für dieses Kunstwerk

    MLA
    Bonnard, Pierre. Selbstbildnis. 1889, https://wahooart.com/de/art/pierre-bonnard-selbstbildnis-8YDTZA-de/
    APA
    Bonnard, Pierre (1889). Selbstbildnis [Painting]. https://wahooart.com/de/art/pierre-bonnard-selbstbildnis-8YDTZA-de/
    Chicago
    Pierre Bonnard. Selbstbildnis. 1889. https://wahooart.com/de/art/pierre-bonnard-selbstbildnis-8YDTZA-de/
    Harvard
    Bonnard, Pierre (1889) Selbstbildnis. Available at: https://wahooart.com/de/art/pierre-bonnard-selbstbildnis-8YDTZA-de/

    Genau hinsehen

    Selbstbildnis — Pierre Bonnard

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie erklären können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie sieht diese Stimmung aus?
    3. Wie viele Gesichter können Sie finden? ____ (unser Katalog zählt 1 – stimmen Sie dem zu?)
    4. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: selbstporträt, intimismus, postimpressionismus. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    5. Werfen Sie einen Blick zurück auf Niedlicher Körper (1920), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.

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    Kunst-Quiz

    Selbstbildnis — Pierre Bonnard

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    Wählen Sie jeweils eine Antwort für jede der 4 unten stehenden Fragen aus. Jede Frage hat genau eine richtige Antwort.

    1. 1. Welche Kunstbewegung wird Pierre Bonnards Stil, wie im Selbstporträt von 1889 dargestellt, am ehesten zugeordnet?

      • A Impressionismus
      • B Fauvismus
      • C Kubismus
    2. 2. Welches Hauptelement prägt den Hintergrund des Selbstporträts?

      • A Ein blauer Himmel
      • B Eine verschwommene Ziegelwand
      • C Ein grüner Garten
    3. 3. Was ist ein charakteristisches Merkmal von Bonnards Maltechnik in diesem Porträt?

      • A Präzise Linienführung
      • B Detaillierte Schattierungen
      • C Lockere, gestische Pinselstriche
    4. 4. Welcher künstlerischen Gruppe gehörte Pierre Bonnard an?

      • A Die Präraffaeliten
      • B Les Nabis
      • C Der Blaue Reiter

    Mein Ergebnis: ____ von 4

    Lösungsschlüssel — für die Lehrkraft

    Dies beginnt eine neue Druckseite und kann daher bei den Kopien einfach weggelassen werden.

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