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Pierre Bonnard

1867 - 1947

Kurzbiografie

  • Top-ranked work: Niedlicher Körper
  • Movements: post-impressionism
  • Lifespan: 80 years
  • Gift suitability:
    • jahrestag
    • other-none
  • Creative periods: mature period
  • Born: 1867, Fontenay-aux-Roses, Frankreich
  • Died: 1947
  • Mediums:
    • öl auf leinwand
    • acryl auf leinwand
  • Best occasions:
    • statement-piece
    • akzentuierung
  • Top 3 works:
    • Niedlicher Körper
    • Mensch und Frau
  • Mehr…
  • Art period: 19. Jahrhundert
  • Typical colors:
    • grau
    • treibholz
  • Also known as: Bonnard
  • Vibe:
    • gelassen
    • nostalgisch
  • Works on APS: 432
  • Room fit: wohnbereich
  • Copyright status: Public domain
  • Color intensity:
    • leuchtend
    • ausgewogen
  • Nationality: Frankreich
  • Museums on APS:
    • Detroit Institute of Arts
    • Detroit Institute of Arts
    • Detroit Institute of Arts
    • Detroit Institute of Arts
    • Detroit Institute of Arts

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wann wurde Pierre Bonnard geboren?
Frage 2:
Welche Kunstrichtung beeinflusste Bonnnards frühe Werke stark?
Frage 3:
Wie wird Bonnnard oft aufgrund seiner Darstellung des häuslichen Lebens beschrieben?
Frage 4:
Welches Kunstwerk schuf Bonnard kurz vor seinem Tod?

Frühe Jahre und Karriere

Pierre Bonnard wurde am 3. Oktober 1867 in Fontenay-aux-Roses, im Département Hauts-de-Seine, geboren. Er entstammte einer wohlhabenden Familie; sein Vater war ein hoher Beamter im französischen Kriegsministerium. Bonnard zeigte früh künstlerisches Talent und besuchte zunächst das Lycée Louis-le-Grand und später das Lycée Charlemagne in Vanves. Obwohl er von seinem Vater dazu gedrängt wurde, eine Karriere im Staatsdienst anzutreten, entschied sich Bonnard für die Kunst. Er studierte Jura, um seinen Vater zufriedenzustellen, begann aber gleichzeitig mit dem Studium an der Académie Julian und der École des Beaux-Arts, wo er Freundschaften mit anderen Künstlern wie Édouard Vuillard schloss.

Die Nabi-Bewegung und Postimpressionismus

Um 1891 lernte Bonnard Toulouse-Lautrec kennen und begann, seine Werke auf Ausstellungen zu zeigen. Er engagierte sich auch in der Zeitschrift *La Revue Blanche*, für die er Frontispizien entwarf. Bonnard war ein Gründungsmitglied der Nabi-Bewegung (*Les Nabis*), einer Gruppe von Künstlern, die sich gegen den Impressionismus wandten und nach neuen Ausdrucksformen suchten. Die frühen Werke Bonnards zeigen den Einfluss japanischer Holzschnitte und Paul Gauguins. Er entwickelte einen eigenen Stil, der durch eine Vereinfachung der Formen und eine Verwendung flacher Farbflächen gekennzeichnet ist.

Intimität und häusliche Szenen

Bonnard bevorzugte es, aus dem Gedächtnis zu malen und nutzte Skizzen als Referenzmaterial. Dies verlieh seinen Bildern eine traumartige Qualität. Er widmete sich vor allem intimen häuslichen Szenen, oft mit seiner Frau Marthe de Meligny als Modell. Diese Darstellung des Alltäglichen und Intimen brachte ihm den Beinamen "Intimisten" ein. Bonnard konzentrierte sich auf die Wiedergabe von Lichtstimmungen und Farbkombinationen, wobei er die Perspektive oft vernachlässigte.

Spätere Jahre und künstlerische Entwicklung

In den 1910er Jahren zog Bonnard nach Vernonnet in der Normandie, wo er das Haus "La Roulotte" kaufte. Hier schuf er zahlreiche Gemälde, inspiriert von der Landschaft und dem Garten. Er pflegte eine enge Freundschaft zu Claude Monet, der ebenfalls in Giverny lebte. Bonnards Farbpalette wurde zunehmend intensiver und leuchtender. Nach Monets Tod zog Bonnard nach Le Cannet an der Côte d'Azur, wo er bis zu seinem Tod am 23. Januar 1947 lebte. Er vollendete sein letztes Gemälde, *Die Mandeltraube in Blüte*, nur wenige Tage vor seinem Ableben.

Bedeutung und Vermächtnis

Pierre Bonnard gilt als einer der bedeutendsten französischen Maler des frühen 20. Jahrhunderts. Sein Werk zeichnet sich durch eine einzigartige Sensibilität für Farbe und Licht aus. Er trug maßgeblich zur Entwicklung des Postimpressionismus bei und beeinflusste nachfolgende Künstlergenerationen. Bonnards Gemälde sind heute in zahlreichen renommierten Museen weltweit zu sehen, darunter das Musée Marmottan Monet in Paris und das Art Institute of Chicago.