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Antoninianus ist ein Werk von Roman Opałka. Das Sujet ist eine antike römische Silbermünze, genauer gesagt ein Antoninianus. Das Werk zeigt das Porträt eines Kaisers, vermutlich Antoninus Pius, festgehalten in einer fotografischen Studie.
Dieses Werk ist in der Konzeptkunst des Künstlers angesiedelt. Es setzt sich mit der visuellen Sprache der Numismatik und der Repräsentation imperialer Macht auseinander. Das Objekt fungiert dabei als eine Meditation über die Zeit und die physischen Eigenschaften des Metalls.
Die Komposition konzentriert sich auf die kreisförmige Gestalt der Silbermünze, die das Bildformat vor einem tiefen, schlichten schwarzen Hintergrund dominiert. Das Motiv wird in einem leichten Winkel präsentiert, was einen gleichzeitigen Blick auf das Antlitz und die sie umgebende Inschrift ermöglicht. Diese Positionierung verleiht dem Objekt trotz der vergleichsweise flachen Perspektive der fotografischen Studie eine bemerkenswerte dreidimensionale Präsenz.
Ein gerichtetes Licht fällt von oben und leicht von rechts auf das Objekt und lenkt den Fokus gezielt auf das Material. Diese Lichtführung betont den physischen Zustand des Metalls und hebt eine Oberfläche hervor, die gezeichnet von Abnutzung und feinen Vertiefungen ist. Der hohe Kontrast zwischen dem metallischen Glanz und der dunklen Leere des Hintergrunds unterstreicht die haptische Textur des gealterten Silbers auf eindrucksvolle Weise.
Dieses Werk ist eine fotografische Darstellung einer Silbermünze. Anstatt auf die Malerei zurückzugreifen, nutzt das Bild die Nahaufnahmen der Fotografie, um die physischen Eigenschaften des Metalls einzufangen. Das Medium konzentriert sich dabei auf die spezifischen Materialqualitäten des Antoninianus und hebt dessen silberne Beschaffenheit sowie die durch das Alter entstandene Patina hervor.
Die Ausführung stützt sich auf eine gerichtete, fokussierte Beleuchtung, um die dreidimensionale Form des Objekts zu definieren. Diese Lichtstrategie erzeugt kontrastreiche Glanzlichter und tiefe Schatten auf der Oberfläche, wodurch die zerfurchte Textur sowie die eingravierten Linien der Gesichtszüge und des Haares betont werden. Eine solche Präzision in der Lichtführung offenbart die filigranen Details der Inschrift und die subtilen Variationen der Silbertöne vor einem tiefen, schwarzen Hintergrund.
Das Werk bewegt sich an der Schnittstelle zwischen numismatischer Forschung und zeitgenössischem Konzeptualismus. Durch die Fokussierung auf den Antoninianus setzt sich die Materie mit imperialer Macht und Ikonografie auseinander, wobei die Münze als Träger historischer Autorität fungiert. Die Präsenz der Porträtkunst innerhalb des silbernen Mediums verknüpft das Objekt mit den Spezifika der römischen kaiserlichen Identität und der Darstellung des Individuums durch staatlich sanktionierte Bildsprache.
Der physische Zustand des Silbers – zerfressen und abgenutzt – dient als visuelles Zeichen für das Vergehen der Zeit. Dieser Verfall verbindet das Objekt mit den tieferliegenden Themen der Sterblichkeit und dem unaufhaltsamen Lauf der Existenz. Durch diese Linse wird die Münze zu einer Meditation über das Konzept der Zeit, in der der materielle Zerfall des Metalls die Vergänglichkeit der Macht widerspiegelt, die er einst repräsentierte. Das Werk fügt sich in die lebenslange Beschäftigung des Künstlers mit dem Zählen und dem Streben nach der Unendlichkeit ein, indem es das endliche, historische Objekt nutzt, um über das Grenzenlose nachzusinnen.
Die Auseinandersetzung des Künstlers mit numismatischen Sujets spiegelt sich in weiteren Werken wider, die in The Walsh Gallery at Seton Hall University zu finden sind, wie etwa in Silver Coin. Dieser thematische Fokus auf historische Währungen und die physischen Beschaffenheiten des Metalls findet sich auch in dem Werk Coin, Quadrans wieder. Diese Kompositionen setzen sich intensiv mit der visuellen Sprache antiker Münzprägungen und dem Konzept der Serialität auseinander.
Ein zentraler Bestandteil seines Gesamtwerks ist das monumentale Projekt OPALKA 1965/1 – ∞. Diese Serie besteht aus Leinwänden, die sequenziell von eins an nummeriert wurden – ein Prozess, der sich über Jahrzehnte erstreckte. Jede einzelne Leinwand innerhalb dieser Abfolge wird als „Detail“ bezeichnet.
Dieses Werk befindet sich in der Sammlung der Walsh Gallery an der Seton Hall University in South Orange, New Jersey. Die in den Vereinigten Staaten von Amerika gelegene Institution ist ebenso unter dem Namen The Walsh Gallery wie unter der Bezeichnung Walsh Gallery at Seton Hall University bekannt. Als bedeutendes Archiv bewahrt die Galerie Werke verschiedenster Kunstströmungen auf, darunter die Moderne sowie die europäische Kunst.
Das Kunstwerk ist fester Bestandteil der permanenten institutionellen Bestände in South Orange. Es ist eingebettet in ein akademisches Umfeld, das eine vielfältige Sammlung künstlerischer Traditionen und historischer Epochen pflegt. Das Repertoire des Museums umfasst dabei Werke aus der zeitgenössischen Kunst sowie aus der Moderne.
In "Antoninianus" von Roman Opałka trifft die Konzeptkunst-Strömung auf die Ära der Moderne.
Die für "Antoninianus" von Roman Opałka aufgezeichnete Luminanz beträgt Dunkel.
Die aufgezeichneten Werte für "Antoninianus" von Roman Opałka sind: tiefste Schattenwerte Helligkeit, Dunkel Luminanz.
1931 - 2011 , Frankreich