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Tageszeiten: Tag

Ein außergewöhnliches Werk des deutschen Romantikers Philipp Otto Runge! Dieses beeindruckende Kupferdruck zeigt eine elegante Frau und eine wunderschöne Landschaft im Stil der klassischen Epoche.

Philipp Otto Runge (1777-1810) war ein deutscher Romantiker, berühmt für seine symbolträchtigen Landschaften, Porträts und bahnbrechende Farbtheorie ('Farbenkugel'). Entdecken Sie seine mystische Kunst und seinen bleibenden Einfluss.

Giclée / Kunstdruck

Giclée- oder Leinwanddruck in Museumsqualität mit schneller Produktion und flexiblen Veredelungsoptionen. ( Handgemalte Reproduktion kaufen Zum digitalen Bild wechseln)

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Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
What artistic movement is Philipp Otto Runge most closely associated with?
Frage 2:
The engraving ‘Times of Day: Day’ primarily depicts:
Frage 3:
What technique is most likely used to create the intricate details in ‘Times of Day: Day’?
Frage 4:
The symmetrical composition and elaborate border in ‘Times of Day: Day’ are characteristic of which artistic style?
Frage 5:
Based on the description, what symbolic element is suggested by the reclining female figure?

Philipp Otto Runge’s Zeit der Tage: Tag – A Symphony of Dawn

Die Darstellung von Philipp Otto Runge's "Zeit der Tage: Tag" ist ein außergewöhnliches Beispiel für die deutsche Romantik und eine beeindruckende Erinnerung an eine kurze, aber prägende künstlerische Lebensleistung. Dieses großformatige Kupferdruckwerk aus dem Jahr 1805 wurde von einem Meister des Neoklassizismus geschaffen und bietet einen tiefgründigen Einblick in Runge's Vision einer Welt, die sowohl Schönheit als auch philosophische Tiefe vereint. Das Werk ist mehr als nur eine Darstellung eines Tageslichts; es ist ein Ausdruck der inneren Welt des Künstlers und eine Herausforderung für den Betrachter, sich mit komplexen Fragen nach Zeit und Natur auseinanderzusetzen.
  • Überblick: Das Druckwerk präsentiert eine zentrale weibliche Figur in einer leicht gebeugten Pose auf einem dekorativen Hintergrund aus Blütenranken und Foliengeweben. Umgeben von anderen Figuren – darunter Musikinstrumente spielende Männer –, wird eine Atmosphäre von Ruhe und Kontemplation erzeugt, die durch den ausgewogenen Rahmen verstärkt wird.
  • Komposition: Runge nutzt eine symmetrische Kompositionsweise, um die Aufmerksamkeit auf die zentrale Figur zu lenken. Ein halbkreisförmiger Bogen bildet einen Rahmen für das Motiv und verleiht ihm zusätzliche Struktur und Tiefe. Die Verwendung von Licht und Schatten betont die Plastik der Figuren und schafft ein Gefühl von Raum und Bewegung.
  • Farbe und Technik: Obwohl "Zeit der Tage: Tag" ausschließlich in Schwarzweiß ausgeführt ist, wird eine beeindruckende Wirkung erzielt durch die präzise Darstellung von Kontrasten und Nuancen. Runge setzte dabei auf eine außergewöhnliche Drucktechnik – Kupferätzung –, bei der ein fein ziseliertes Metallplatte mit einer Schicht schwarzem Ölfarbe überzogen wurde und anschließend mehrfach mit Wasser und Druckluft bearbeitet wurde.
  • Symbolismus: Die Darstellung eines Tageslichts ist reich an Symbolik. Runge bezieht sich auf klassische Vorbilder und nutzt Elemente der griechischen Mythologie, um Fragen nach Ursprung und Entwicklung zu stellen. Die weibliche Figur könnte für die Morgensonne stehen und somit für neues Leben und Hoffnung symbolisieren.
  • Emotionale Wirkung: Das Werk beeindruckt durch seine Schönheit und Kontemplation sowie durch seine Fähigkeit, den Betrachter zum Nachdenken über die Natur und die menschliche Existenz anzuregen. Runge's Kunstwerke sind ein Ausdruck der tiefen Überzeugung von einer höheren Ordnung im Universum und erinnern daran, dass auch in einfachen Formen außergewöhnliche Bedeutung enthalten sein kann.

Ein Meisterwerk der Kupferätzung – Die Technik von Philipp Otto Runge

Die außergewöhnliche Drucktechnik von Philipp Otto Runge spielte eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung von "Zeit der Tage: Tag". Durch die Verwendung von Kupferplatten und Ölfarbe gelang es ihm, ein beeindruckendes Bild zu schaffen, das sowohl Detailtreue als auch Ausdruckskraft vereint. Die Herstellung eines solchen Druckwerks erforderte höchste Präzision und Erfahrung – ein Verfahren, das Runge mit großer Sorgfalt beherrschte und dessen Ergebnisse stets übertrafen.

Historischer Kontext und Einfluss

"Zeit der Tage: Tag" entstand im Kontext der deutschen Romantik, einer Epoche, die durch eine neue Wertschätzung für Gefühl und Natur sowie durch eine Kritik an Rationalismus und Klassik geprägt war. Runge's Werk spiegelt diese künstlerische Bewegung wider und trägt dazu bei, ihre zentralen Themen wie Schönheit, Mysterium und Sehnsucht zu vermitteln.

Weitere Informationen

Für weitere Informationen über Philipp Otto Runge und seine Kunstwerke empfehlen wir einen Besuch auf der Webseite des Getty Research Institute: https://www.getty.edu/research/special_collections/notable/runge.html. Dort finden Sie detaillierte Angaben zum Künstler, zu seinem Leben und Werk sowie zu aktuellen Forschungsprojekten.

Biografie des Künstlers

Ein Leben im Licht innerer Visionen

Philipp Otto Runge, ein Name, der mit dem aufkommenden Geist der deutschen Romantik in Resonanz steht, war ein Künstler, dessen tragisch kurzes Leben die tiefe Originalität seiner Vision nicht minderte. Geboren 1777 in Wolgast, damals Teil von Schwedisch-Pommern, entstammte Runge einer Familie, die im Schiffbau verwurzelt und mit preußischem Adel verbunden war. Seine frühen Jahre waren von Krankheit geprägt, was eine kontemplative Natur förderte, die seine künstlerischen Bestrebungen tiefgreifend beeinflussen sollte. Diese Zeit körperlicher Zerbrechlichkeit nährte auch ein frühes Talent für *Scherenschnitte*, eine Praxis, die er während seines gesamten Lebens fortsetzte – ein Beweis für seine angeborene Fähigkeit, Form und Emotion mit bemerkenswerter Präzision zu destillieren. Seine formale Ausbildung begann später als üblich, zunächst durch eine kaufmännische Lehre in Hamburg bei seinem Bruder Daniel. Doch der Drang nach künstlerischem Ausdruck erwies sich als stärker, was ihn 1799 nach Kopenhagen führte, um Malerei unter Jens Juel zu studieren. Dies markierte den eigentlichen Beginn von Runges Weg, einer der innovativsten und spirituell inspiriertesten Künstler Deutschlands zu werden.

Die Morgendämmerung des romantischen Symbolismus

Runges künstlerische Entwicklung wurde maßgeblich durch seinen Umzug nach Dresden im Jahr 1801 geprägt, wo er auf zentrale Figuren wie Caspar David Friedrich und Ludwig Tieck traf. Hier lernte er auch Pauline Bassenge kennen, die er 1804 heiratete. Diese Zeit war von einer wachsenden Faszination für die mystischen Schriften Jakob Böhmes geprägt, deren philosophische Erkundungen der verborgenen Harmonien des Universums tief mit Runges eigenen spirituellen Neigungen übereinstimmten. Ein entscheidender Moment kam 1803, als er unerwartet Johann Wolfgang von Goethe in Weimar traf und eine Freundschaft auf der Grundlage gemeinsamer Interessen an Farbtheorie und künstlerischem Ausdruck schloss. Diese Begegnung erwies sich als transformativ und ermutigte Runge, tiefer in die symbolische Sprache der Kunst einzutauchen und die Verbundenheit aller Dinge zu erforschen. Seine frühen Werke spiegelten diese aufkeimende romantische Sensibilität wider und bewegten sich von der neoklassizistischen Zurückhaltung hin zu emotional aufgeladenen Landschaften und Porträts, die mit persönlicher Bedeutung erfüllt waren. *Die Hülsenbecker Kinder* (1805) sind beispielsweise nicht nur ein Porträt, sondern eine ergreifende Darstellung familiärer Intimität und der Unschuld der Kindheit, gerendert in einer fast ätherischen Qualität.

Farbe als kosmische Sprache

Runges bleibendes Erbe liegt in seiner bahnbrechenden Arbeit zur Farbtheorie. Er glaubte, dass Farbe nicht nur ein visuelles Phänomen sei, sondern eine fundamentale Kraft, die unsere Wahrnehmung der Realität prägt und göttliche Ordnung widerspiegelt. Diese Überzeugung führte zur Entwicklung seines *Farben-Kugel* (Farbkugel), veröffentlicht im Jahr 1810, kurz vor seinem frühen Tod an Tuberkulose im Alter von dreiunddreißig Jahren. Die Farbkugel war nicht nur eine wissenschaftliche Abhandlung; sie war ein Versuch, das gesamte Farbspektrum auf eine dreidimensionale Form abzubilden, wobei Weiß und Schwarz gegensätzliche Pole darstellten und die Primärfarben – Blau, Gelb und Rot – die christliche Dreifaltigkeit symbolisierten. Blau repräsentierte Gott und die Nacht, Rot stand für Morgen, Abend und Jesus, während Gelb den Heiligen Geist verkörperte. Runges akribische Farbversuche waren ein Versuch, seine theoretischen Rahmenbedingungen empirisch zu untermauern und zu demonstrieren, wie Farben harmonisch miteinander verschmolzen werden können, um eine Vielzahl von Farbtönen zu erzeugen. Diese Erforschung war nicht isoliert; sie war eng mit seiner künstlerischen Praxis verwoben und beeinflusste die symbolische Verwendung von Farbe in seinen Gemälden und Zeichnungen.

Die unvollendete Symphonie der ‘Tageszeiten’

Runge strebte nach einem *Gesamtkunstwerk* – einem totalen Kunstwerk –, das Malerei, Poesie, Musik und Architektur zu einer einheitlichen Sinneserfahrung verschmelzen würde. Diese Ambition fand ihren ehrgeizigsten Ausdruck in seiner Serie *Tageszeiten*, die er 1803 begann. Das Projekt umfasste vier monumentale Gemälde, die Morgen, Mittag, Abend und Nacht darstellten, von denen jedes in einem speziell dafür errichteten Gebäude zusammen mit Musik und Poesie betrachtet werden sollte. Obwohl nur zwei Versionen von „Morgen“ vollendet wurden, zeigen die Zeichnungen für den gesamten Zyklus Runges tiefes Verständnis von Symbolik und seinen Wunsch, das spirituelle Wesen der Zeit selbst einzufangen. Diese Werke markierten eine Abkehr von traditioneller Landschaftsmalerei und verliehen der Natur religiöse und emotionale Bedeutung. Er versuchte nicht nur, die äußere Welt darzustellen, sondern ihre innere Harmonie und göttliche Präsenz zu vermitteln. Das Konzept war für seine Zeit revolutionär und antizipierte spätere Entwicklungen in abstrakter Kunst und Multimedia-Installationen.

Ein bleibender Einfluss

Obwohl seine Karriere durch Krankheit vorzeitig beendet wurde, ist Philipp Otto Runges Einfluss auf die deutsche Romantik und die Entwicklung der modernen Kunst unbestreitbar. Seine Erforschung der Farbtheorie beeinflusste Generationen von Künstlern, darunter auch diejenigen, die mit der Bauhaus-Bewegung verbunden waren. Sein Fokus auf Symbolik und emotionalen Ausdruck ebnete den Weg für spätere expressionistische Maler. Runges einzigartige Verbindung aus wissenschaftlicher Forschung, spiritueller Überzeugung und künstlerischer Innovation fasziniert und inspiriert bis heute. Er bleibt eine zentrale Figur der Kunstgeschichte – ein visionärer Künstler, der es wagte, die verborgenen Tiefen menschlicher Wahrnehmung und die Mysterien des Universums durch die Sprache von Farbe, Form und Symbolik zu erforschen. Seine Werke sind nicht nur Gemälde; sie sind Fenster in eine Welt, die von innerer Vision erleuchtet wird und uns einlädt, über die tiefe Verbundenheit aller Dinge nachzudenken.
Philipp Otto Runge

Philipp Otto Runge

1777 - 1810 , Deutschland

Eckdaten zum Künstler

  • Artistic Movement Or Style: Romantik
  • Artists Or Movements Influenced By This Artist: ['Caspar David Friedrich']
  • Artists Who Influenced This Artist:
    • Goethe
    • Tieck
  • Date Of Birth: 23. Juli 1777
  • Date Of Death: 2. Dezember 1810
  • Full Name: Philipp Otto Runge
  • Nationality: Deutsch
  • Notable Artworks:
    • Hülsenbeck Kinder
    • Times of Day
  • Place Of Birth (City And Country): Wolgast, Deutschland
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