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Salome, zweite Version

Erleben Sie Lovis Corinth's eindringliche 'Salome', ein dramatisches Ölgemälde der biblischen Erzählung von Tanz, Verlangen und tragischen Folgen. Ein Meisterwerk des Expressionismus.

Entdecken Sie Lovis Corinth (1858-1925), den deutschen Maler zwischen Impressionismus & Expressionismus! Berühmt für Porträts, Landschaften u. kraftvolle Darstellungen – inkl. 'In der Schlachthofszene'. Sein Vermächtnis als Präsident der Berliner Sezession.

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Salome, zweite Version

Giclée / Kunstdruck

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Eckdaten auf einen Blick

  • Artistic style: Expressionism
  • Notable elements: Dancer, bowl with head
  • Subject or theme: Salome legend
  • Dimensions: 127 x 148 cm
  • Influences: Symbolism
  • Location: Museum der Bildenden Künste - Leipzig
  • Artist: Lovis Corinth

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
What is the primary subject depicted in Lovis Corinth’s ‘Salome, Second Version’?
Frage 2:
According to the image description, what is prominently displayed in the foreground?
Frage 3:
In what year was ‘Salome, Second Version’ painted?
Frage 4:
Lovis Corinth was a key figure in which artistic movement?
Frage 5:
The image description mentions that the dancer Salome is depicted with a 'lascivious posture'. What does this suggest about the painting’s interpretation?

Beschreibung des Sammlerstücks

Ein Abstieg in Schatten und Verlangen: Lovis Corinths „Salome, Zweite Version“

Lovis Corinths „Salome, Zweite Version“, gemalt im Jahr 1900, ist weit mehr als nur eine Darstellung der biblischen Erzählung; es ist eine viszerale Erkundung von Macht, Verrat und dem beunruhigenden Reiz der Dunkelheit. Diese fesselnde Leinwand, die heute im Museum der Bildenden Künste in Leipzig zu Hause ist, fordert mit ihrer dramatischen Komposition und einer intensiv expressiven Palette sofort die Aufmerksamkeit ein. Corinth, eine Schlüsselfigur an der Schnittstelle zwischen Impressionismus und Expressionismus, verzichtet meisterhaft auf traditionelle Romantik. Stattdessen präsentiert er eine Salome, die weit entfernt von den idealisierten Figuren früherer Darstellungen ist. Anstatt eines passiven Objekts des Begehrens tritt sie als eine komplexe, fast trotzige Präsenz hervor – eine Frau, gefangen in den Fängen ihres eigenen Ehrgeizes und gezeichnet von den Konsequenzen ihres Handelns.

Die Geburtsstunde dieses Gemäldes liegt in der turbulenten künstlerischen Landschaft des Berlins der frühen 20. Jahrhunderts. Corinth, der aus München nach Berlin gezogen war, fand sich im Herzen einer lebendigen, oft streitbaren Kunstszene wieder. Die Berliner Secession mit ihrem Fokus auf Freiheit und Innovation bot einen fruchtbaren Boden für seinen sich entwickelnden Stil. „Salome“ spiegelt die Faszination dieser Epoche für psychologische Tiefe und emotionale Intensität wider – eine Abkehr von den glatten Oberflächen der akademischen Malerei. Corinth entschied sich bewusst dazu, die Legende neu zu beleuchten, nicht als bloße narrative Illustration, sondern als Gelegenheit, in das innere Chaos des Charakters und die moralische Ambiguität im Kern der Geschichte einzutauchen.

Der Tanz und sein Unbehagen: Technik und Komposition

Corinths Technik ist unmittelbar beeindruckend. Er verwendet einen kühnen, fast frenetischen Pinselstrich – ein dicker Farbauftrag (Impasto), der mit sichtbarer Energie aufgetragen wurde und der Leinwand ein Gefühl von Bewegung und Dringlichkeit verleiht. Die Farben sind reich und gesättigt, dominiert von tiefen Rot-, Purpur- und Schwarztönen, die eine Atmosphäre dramatischer Intensität schaffen. Die Komposition selbst ist sorgfältig konstruiert, um den Betrachter in die Szene hineinzuziehen. Salome, zentral positioniert, beherrscht den Vordergrund; ihr nach vorne geneigter Körper deutet sowohl Verletzlichkeit als auch kalkulierte Verführung an. Die sie umgebenden Figuren – der Diener, der das Haupt trägt, die wachsame Frau mit dem Fächer und die schattenhaften Männer – sind in unterschiedlicher Detailtiefe dargestellt, was zum allgemeinen Gefühl der Unruhe und Desorientierung des Gemäldes beiträgt.

  • Pinselführung: Dicke, expressive Striche erzeugen einen dynamischen und beunruhigenden Effekt.
  • Farbpalette: Dominiert von tiefen Rot-, Purpur- und Schwarztönen, die Drama und Schatten heraufbeschwören.
  • Komposition: Salome ist zentral platziert, was den Blick des Betrachters lenkt und ihre Rolle als Mittelpunkt der Szene betont.

Symbolik und Interpretation: Ein Porträt moralischer Mehrdeutigkeit

Über die wörtliche Darstellung der biblischen Geschichte hinaus ist „Salome“ mit symbolischer Bedeutung aufgeladen. Der Tanz selbst repräsentiert eine gefährliche Verlockung – eine verführerische Einladung zur Grenzüberschreitung. Das enthauptete Haupt auf der Schale ist nicht einfach nur ein grausames Trophäe; es ist ein mächtiges Symbol für Ehrgeiz und die zerstörerischen Folgen ungezügelten Verlangens. Corinth vermeidet es bewusst, ein klares moralisches Urteil zu fällen. Stattdessen präsentiert er ein komplexes Porträt einer Frau, die sowohl von ihren eigenen Begierden als auch vom manipulativen Einfluss ihrer Mutter getrieben wird. Die Einbeziehung der fächerhaltenden Frau, die oft als Herodias interpretiert wird, fügt eine weitere Ebene der Intrige hinzu und deutet eine Verschwörung an – eine bewusste Inszenierung von Ereignissen, die zum Tod Johannes des Täufers führt.

Darüber hinaus kann das Gemälde durch die Linse der aufkeimenden feministischen Bewegung jener Zeit betrachtet werden. Salomes trotziger Blick und ihre kompromisslose Annahme ihrer Sexualität forderten traditionelle Vorstellungen weiblicher Tugend heraus und präsentierten ein kraftvolles Bild weiblicher Selbstbestimmung – wenn auch eine, die letztlich von der Tragödie verzehrt wurde. Corinths Entscheidung, sie als eine Figur darzustellen, die sowohl Schönheit als auch Bedrohung verkörmt, spiegelt die komplexen und oft widersprüchlichen Einstellungen gegenüber Frauen in der Gesellschaft des frühen 20. Jahrhunderts wider.

Emotionale Resonanz: Eine zeitlose Erkundung menschlicher Dunkelheit

„Salome, Zweite Version“ findet auch heute noch beim Betrachter Anklang, weil es grundlegende menschliche Emotionen anspricht – Verlangen, Verrat, Schuld und das eindringliche Bewusstsein unserer eigenen Sterblichkeit. Corinths meisterhafter Einsatz von Farbe, Komposition und Symbolik erschafft ein Gemälde, das sowohl visuell fesselnd als auch psychologisch tiefgründig ist. Es ist kein behagliches Bild; es konfrontiert uns mit den dunkleren Aspekten der menschlichen Natur und erinnert uns daran, dass selbst in Momenten offensichtlicher Schönheit und Lust ein lauerndes Gefühl von Unbehagen und drohendem Unheil existieren kann. Reproduktionen dieses kraftvollen Werkes bieten einen Einblick in Corinths künstlerisches Genie und bieten die Gelegenheit, über die zeitlosen Themen nachzusinnen, die in seinen schattigen Tiefen erforscht werden.

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Biografie des Künstlers

Frühes Leben und Ausbildung

Lovis Corinth, geboren Franz Heinrich Louis am 21. Juli 1858 in Tapiau, Preußen, war ein deutscher Künstler und Schriftsteller, dessen reifes Werk als Maler und Grafiker eine Synthese aus Impressionismus und Expressionismus realisierte. Corinthians frühes Leben war geprägt von seinem Talent zum Zeichnen, das ihn dazu veranlasste, ab 1876 an der Akademie Königsbergs Malerei zu studieren.

Künstlerische Entwicklung

Corinthians künstlerische Entwicklung wurde von mehreren Schlüsselfiguren und Bewegungen beeinflusst:
  • Lovis Corinth's frühe Arbeit war naturalistisch geprägt, was durch seinen Lehrer Otto Günther gefördert wurde.
  • Er studierte unter Ludwig von Löfftz an der Akademie der Bildenden Künste München, die eine sorgfältige Beobachtung von Farben und Werten betonte.
  • Corinth wurde auch von Courbet und der Barbizon-Schule sowie von den Werken Rubes während seiner Zeit in Antwerpen beeinflusst.

Wichtige Werke und Stil

Zu Corinthians bemerkenswertesten Werken gehören:
  • In der Schlachthof-Szene (78 x 89 cm, Staatsgalerie Stuttgart, Deutschland), das seine Verwendung von Öl auf Leinwand zeigt.
  • Selbstbildnis (47 x 53 cm, Kunsthalle Bremen, Deutschland), das sein Können im Zeichnen demonstriert.
  • weibliche Halbnackte mit Hut (283 x 383 cm, Kunstpalast Düsseldorf, Deutschland), das seine Verwendung von Bleistift hervorhebt.

Späteres Leben und Vermächtnis

Corinthians späteres Leben war geprägt von seiner Präsidentschaft der Berliner Sezession von 1915 bis 1925. Er veröffentlichte auch zahlreiche Essays über Kunstgeschichte, darunter "Das Erlernen der Malerei" im Jahr 1908. Corinth starb am 17. Juli 1925 nach einem Schlaganfall im Jahr 1911, der ihn teilweise gelähmt hatte. Wichtige Links:

Bedeutung und Einfluss

Corinth gilt als einer der wichtigsten Künstler des deutschen Modernismus. Seine Werke verbinden impressionistische Elemente mit expressionistischen Tendenzen, was ihm eine einzigartige Position in der Kunstgeschichte einbrachte. Er beeinflusste nachfolgende Generationen von Künstlern und trug maßgeblich zur Entwicklung der modernen Kunst in Deutschland bei. Sein Einfluss ist bis heute spürbar.
Lovis Corinth

Lovis Corinth

1858 - 1925 , Niederlande

Kurzinfos

  • Beeinflusste Künstler:
    • Kirchner
    • Beckmann
    • Baselitz
  • Bemerkenswerte Werke:
    • In der Schlachthof-Szene
    • Selbstbildnis
    • Female Semi-Nude with Hat
  • Einflüsse:
    • Courbet
    • Barbizon Schule
    • Rubens
  • Geburtsdatum: 21. Juli 1858
  • Geburtsort: Tauwade, Niederlande
  • Künstlerische Richtung: Impressionismus & Expressionismus
  • Nationalität: Deutsch
  • Sterbedatum: 17. Juli 1925
  • Vollständiger Name: Lovis Corinth (Franz Heinrich Louis)
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