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Selbstporträt

Kazimir Malewitschs ikonisches Selbstporträt verkörpert den radikalen Bruch des Suprematismus mit dem Realismus – eine geometrische Abstraktion einer einsamen Figur vor weißem Grund. Ein Meisterwerk der russischen Avantgarde.

Kasimir Malewitsch (1878-1935): Begründer des Suprematismus & Pionier abstrakter Kunst. Entdecken Sie das "Schwarze Quadrat", geometrische Formen & den Einfluss reiner Gefühle auf die moderne Kunst!

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Selbstporträt

Giclée / Kunstdruck

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Eckdaten

  • Movement: Suprematism
  • Subject or theme: Portrait
  • Year: 1911
  • Dimensions: 46 x 41 cm
  • Medium: Oil on canvas
  • Title: Self Portrait
  • Influences:
    • Folk Art
    • Cubism

Ein Fenster zum Suprematismus: Kazimir Malewitschs Selbstbildnis

Kazimir Malewitschs „Selbstbildnis“, gemalt im Jahr 1911, gilt als ein Eckpfeiler der russischen Avantgarde und als Zeugnis der radikalen Neugestaltung des künstlerischen Ausdrucks während seiner Formierungsjahre. Mehr als nur die Darstellung eines Individuums verkörpert das Werk die Kernprinzipien des Suprematismus – einer Bewegung, die Malewitsch selbst anführte – und repräsentiert eine tiefgreifende Abkehr von der traditionellen gegenständlichen Malerei hin zur reinen geometrischen Abstraktion. Die Ästhetik des Gemäldes ist von einer beeindruckenden Schlichtheit, wirkt jedoch zugleich kraftvoll und behauptungssicher. Malewitsch verzichtete auf die detaillierte Beobachtung der menschlichen Form und entschied sich stattdessen für eine karge, monochrome Palette – vorwiegend Schwarz auf Weiß –, was sofort seine kompromisslose Hingabe zur nicht-figurativen Kunst etabliert. Geometrische Formen dominieren die Komposition; ein zentral platziertes Quadrat verankert das Bild, während kleinere Rechtecke und Dreiecke es subtil einrahmen. Diese bewusste Reduktion visueller Elemente ist nicht bloß eine stilistische Entscheidung, sondern ein kalkulierter Versuch, die Malerei von der illusionistischen Darstellung zu befreien. Mit akribischer Präzision trug Malewitsch Ölfarben auf die Leinwand auf und schichtete dünne Pigmentlagen übereinander, um trotz des Fehlens von Farbe bemerkenswerte tonale Abstufungen zu erzielen. Die daraus resultierende Oberfläche besitzt eine fast skulpturale Qualität, die zur Kontemplation einlädt und die Materialität des Kunstwerks selbst betont. Malewitschs künstlerische Reise begann mit der Auseinandersetzung mit Impressionismus, Symbolismus, Fauvismus und Kubismus – Stile, die zu jener Zeit vorherrschend waren und das intellektuelle Aufbegehren Europas widerspiegelten. Doch seine prägende Begegnung mit den Pariser Avantgarde-Künstlern beeinflusste sein Denken tiefgreifend. Er erkannte die Grenzen dieser Bewegungen bei der Erfassung des Wesens menschlicher Erfahrung und suchte nach einem fundamentaleren Ansatz für das künstlerische Schaffen. Beeinflusst vom russischen Konstruktivismus und Piet Mondrians wegweisenden Experimenten mit der geometrischen Abstraktion, entwickelte Malewitsch den Suprematismus als Reaktion auf die empfundene bürgerliche Sentimentalität und akademische Konventionen. Das Fehlen erkennbarer Bildsprache im „Selbstbildnis“ ist keineswegs rein dekorativ; es trägt eine bedeutende symbolische Last. Malewitsch strebte danach, die visuelle Sphäre gänzlich zu transzendieren, indem er behauptete, dass Kunst Ideen direkt kommunizieren sollte – ein Konzept, das zentral für das philosophische Fundament des Suprematismus ist. Das Quadrat repräsentiert Stabilität und Ordnung und spiegelt Malewitschs Wunsch nach einer neuen künstlerischen Sprache wider, die in rationalen Prinzipien verwurzelt ist. Gleichzeitig symbolisiert es den Kosmos selbst – ein Ausdruck von Malewitschs Überzeugung, dass Kunst universelle Wahrheiten jenseits der subjektiven Wahrnehmung zum Ausdruck bringen kann. Die monochrome Palette verstärkt diese Vorstellung von Reinheit und eliminiert Ablenkungen, wodurch der Betrachter gezwungen wird, sich mit dem zugrunde liegenden konzeptionellen Rahmen auseinanderzusetzen, anstatt lediglich die visuelle Schönheit zu genießen. Das „Selbstbildnis“ bleibt ein dauerhaftes Emblem des künstlerischen Aufbegerens und ein Leuchtfeuer für all jene, die nach radikaler Innovation streben. Sein Einfluss reicht weit über den Suprematismus hinaus und inspirierte nachfolgende Generationen von Künstlern, Konventionen infrage zu stellen und neue Grenzen des kreativen Ausdrucks zu erkunden. Reproduktionen dieses ikonischen Kunstwerks bieten Sammlern und Innenarchitekten gleichermaßen die Möglichkeit, Malewitschs bahnbrechende Vision zu erleben – ein zeitloses Zeugnis für die transformative Kraft der Abstraktion und ihre Fähigkeit, tiefgründige Ideen mit unerschütterlicher Überzeugung zu vermitteln.

Über den Künstler

Kazimir Malevich: Ein Pionier der abstrakten Kunst

Kazimir Severinovich Malevich, geboren 1878 in der ukrainischen Oblast Kiew, war eine Schlüsselfigur der russischen Avantgarde und gilt als einer der Begründer der abstrakten Malerei. Sein Leben und Werk spiegeln eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit Traditionen, dem Wunsch nachlicher moderner Ausdrucksweise und einer radikalen Neudefinition dessen, was Kunst sein kann. Seine frühen Jahre in der ländlichen Ukraine prägten seine künstlerische Sensibilität, während seine Reisen nach Europa ihn mit den neuesten Strömungen des internationalen Kunstbetriebs vertraut machten.

Malevichs Ausbildung begann in Kiew, wo er die Grundlagen der Malerei lernte. Doch schon früh suchte er nach neuen Wegen und zog nach Moskau, um sich den aufkommenden avantgardistischen Bewegungen zuzuschliessen. Diese Phase war entscheidend für seine Entwicklung, da er mit Künstlern wie Wassili Kandinsky und Michail Larionow in Kontakt kam und von deren Ideen inspiriert wurde. Ein bedeutender Wendepunkt in seinem Leben war die Reise nach Paris im Jahr 1912, wo er die Werke von Pablo Picasso, Henri Matisse und anderen modernen Künstlern kennenlernte. Diese Begegnungen erweiterten seinen Horizont und trugen dazu bei, dass er sich zunehmend von traditionellen Maltechniken distanzierte.

Frühes Leben und künstlerische Einflüsse

Malevichs Kindheit in der ländlichen Ukraine war geprägt von den Traditionen des ukrainischen Volkes. Er wuchs in einer polnisch-ukrainischen Familie auf, die eine reiche kulturelle Geschichte hatte. Diese Erfahrung beeinflusste sein späteres Werk, das oft Elemente der Volkskunst und Folklore aufweist. Gleichzeitig war er jedoch auch von der Moderne fasziniert und suchte nach neuen Wegen, um seine künstlerische Vision auszudrücken. Seine frühe Ausbildung in Kiew vermittelte ihm die Grundlagen der Malerei, während seine Reisen nach Europa ihn mit den neuesten Entwicklungen in der Kunstwelt vertraut machten.

Zu seinen wichtigsten Einflüssen gehörten die Werke von Vincent van Gogh, Paul Cézanne und Wassily Kandinsky. Van Goghs expressive Farben und Pinselstriche inspirierten ihn zu einer neuen Art, mit Farbe umzugehen, während Cézannes geometrische Reduktion der Natur ihm half, die Welt in ihre grundlegenden Formen zu zerlegen. Kandinskys abstrakte Gemälde zeigten ihm, dass Kunst nicht unbedingt eine Abbildung der Realität sein muss, sondern auch eine Ausdrucksform für innere Gefühle und Ideen.

Die Entwicklung des Suprematismus

Um 1915 entwickelte Malevich den Begriff "Suprematismus", der die Vorherrschaft der reinen Empfindung in der Kunst betonte. Der Suprematismus lehnte jede Darstellung von Objekten aus der sichtbaren Welt ab und konzentrierte sich stattdessen auf grundlegende geometrische Formen wie Quadrate, Kreise und Rechtecke. Diese Formen sollten nicht als Symbole für etwas anderes verstanden werden, sondern als reine Ausdrucksmittel. Malevichs bekanntestes Werk, "Schwarzes Quadrat auf weißem Grund" (1915), verkörperte diese Idee auf eindrückliche Weise. Das Bild besteht aus einem schwarzen Quadrat, das auf einem weißen Hintergrund steht und somit die Grenzen der traditionellen Malerei sprengt.

In den folgenden Jahren experimentierte Malevich mit verschiedenen Formen und Farben und entwickelte neue Stile innerhalb des Suprematismus. Er schuf Werke wie "Weiß auf Weiß" (1918), eine Reihe von Gemälden, in denen weiße geometrische Formen gegen eine weiße Wand dargestellt werden, und "Haus unter Bau" (1916), das die ukrainische Kultur durch abstrakte Formen darstellt. Diese Werke zeigten seine Fähigkeit, komplexe Ideen auf minimalistische Weise zu vermitteln.

Wichtige Leistungen und historischer Einfluss

Malevichs Werk hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf die Entwicklung der abstrakten Kunst des 20. Jahrhunderts. Seine Ideen über reine Empfindung und geometrische Abstraktion inspirierten Künstler wie El Lissitzky, Piet Mondrian und Kazimir Malevich. Der Suprematismus beeinflusste Bewegungen wie Minimalismus und Konstruktivismus und trug dazu bei, die Grenzen der künstlerischen Ausdrucksweise zu erweitern. Trotz politischer Verfolgung unter Stalin – zunächst unterstützt, dann unterdrückt – blieb Malevich in seiner Praxis und Lehre bestehen.

Sein Werk wurde lange Zeit übersehen, erlebte aber in den 1960er Jahren eine Wiederentdeckung und festigte seinen Platz als eine der wichtigsten Figuren der modernen Kunstgeschichte. Heute werden seine Gemälde in Museen auf der ganzen Welt ausgestellt und sind ein wichtiger Bestandteil des internationalen Kunstbetriebs.

Spätes Leben und Tod

In seinen späteren Jahren kehrte Malevich zu figurativer Malerei zurück, versuchte jedoch, seine abstrakten Prinzipien mit repräsentativen Formen zu synthetisieren. Er lehrte und schrieb über Kunst bis zu seinem Tod in Leningrad (heute St. Petersburg) im Jahr 1935. Sein Werk blieb jahrzehntelang nach seinem Tod verkümmert, erlebte aber in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Wiederentdeckung und festigte seinen Platz als eine der wichtigsten Figuren der modernen Kunstgeschichte.

Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch

Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch

1878 - 1935 , Ukraine

Kurzinfos

  • Beeinflusste Künstler: ['El Lissitzky']
  • Bemerkenswerte Werke:
    • Schwarzes Quadrat
    • Weiß auf Weiß
    • Haus unter Bau
  • Geburtsdatum: 1878-02-23
  • Geburtsort: Kiew Oblast, Ukraine
  • Künstlerische Bewegung: Suprematismus, abstrakte Kunst
  • Nationalität: Ukrainisch, Russisch
  • Todatum: 1935-05-15
  • Vollständiger Name: Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch
  • Von Künstlern Beeinflusst:
    • Impressionismus
    • Symbolismus
    • Fauvismus
    • Kubismus
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