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Lingering\n\nReference Image

Die polnische zeitgenössische Künstlerin Elżbieta Jabłońska erforscht Frauenrollen & polnische Stereotype durch Fotografie, Film, Installation & Performance-Kunst. Ansässig in Nordpolen.

Giclée / Kunstdruck

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The series of photographs by Elżbieta Jabłońska presents men and women in kitchens performing everyday duties: preparing meals, reaching into cupboards for kitchen utensils, or washing dishes. The identity of the protagonists of the photographs – who are, as sources report, artists, critics and curators professionally connected to the world of art – is not known to the viewer since they stand with their backs to the camera, busy with their duties. In the background, there are kitchen interiors with their everyday equipment, either tidied up or in a mess. The cycle is closely related to the main interest in Elżbieta Jabłońska’s work: using a range of artistic disciplines – photography, performance, and installation – the artist documents the banal and prosaic nature of some aspects of reality. The projects are accompanied by commentary on the roles ascribed to specific social or professional groups. The perverse, humorous playing with stereotypes most frequently takes place in the kitchen, which is turned into a stage where a peculiar ritual is enacted, in which the obviousness and repetitiveness of the performed actions is linked with duty, or even with a mission. Though it is not a designation that fully exhausts the potential of the artist’s work, feminist discourse does play a significant role in it. It is easily recognizable in the famous series of three self-portraits, Supermother (2002), which presents the artist and her son wearing the costumes of his favourite heroes. Mythologizing the virtues of maternity, Elżbieta Jabłońska reaches the limits of ridicule, giving herself a heroic status straight from comic strips and adventure films. [F. Pregowski]The series of photographs by Elżbieta Jabłońska presents men and women in kitchens performing everyday duties: preparing meals, reaching into cupboards for kitchen utensils, or washing dishes. The identity of the protagonists of the photographs – who are, as sources report, artists, critics and curators professionally connected to the world of art – is not known to the viewer since they stand with their backs to the camera, busy with their duties. In the background, there are kitchen interiors with their everyday equipment, either tidied up or in a mess. The cycle is closely related to the main interest in Elżbieta Jabłońska’s work: using a range of artistic disciplines – photography, performance, and installation – the artist documents the banal and prosaic nature of some aspects of reality. The projects are accompanied by commentary on the roles ascribed to specific social or professional groups. The perverse, humorous playing with stereotypes most frequently takes place in the kitchen, which is turned into a stage where a peculiar ritual is enacted, in which the obviousness and repetitiveness of the performed actions is linked with duty, or even with a mission. Though it is not a designation that fully exhausts the potential of the artist’s work, feminist discourse does play a significant role in it. It is easily recognizable in the famous series of three self-portraits, Supermother (2002), which presents the artist and her son wearing the costumes of his favourite heroes. Mythologizing the virtues of maternity, Elżbieta Jabłońska reaches the limits of ridicule, giving herself a heroic status straight from comic strips and adventure films. The cycle titled Lingering also uses myths, but this time those attached to representatives of the cultural elite and social avant-garde, who, surreptitiously portrayed in the kitchen, are domesticated, unmasked, and de-contextualized with respect to status. Elżbieta Jabłońska’s works are characterized by altruism of sorts, visible in, for example, her preparation of exquisite hors-d’oeuvres for the gallery audience (Through the stomach to the heart, 2001), or the installation Kitchen (2009) – a complement, as it were, to Lingering – whose oversized kitchen furniture fills the space of “Studio+Kitchen” in CoCA. Jabłońska’s “kitchen problematics” has been enriched here by the functional value in a work of art that is to provide space for informal meetings of visitors to CoCA. Similarly to other works by Elżbieta Jabłońska, Lingering belongs to the rich tradition of critical art, while the artist’s humour and exploitation of banality recall the artistic actions of the Azorro group. [F. Pregowski]

Biografie des Künstlers

Frühe Jahre und akademische Fundamente

Elżbieta Jabłońska, geboren 1970 in Olsztyn, Polen, ist eine zeitgenössische visuelle Künstlerin, deren Werk tief in der Kulturlandschaft ihrer Heimat und darüber hinaus nachhallt. Ihre künstlerische Reise begann mit einer formellen Ausbildung an der Nicolaus-Copernicus-Universität in Toruń, wo sie 1995 ihren Master of Arts erlangte. Diese Zeit erwies sich als grundlegend, da sie nicht nur ihre technischen Fähigkeiten verfeinerte, sondern auch eine kritische Perspektive festigte, die zum Kern ihres Schaffens werden sollte. Ab 1996 widmete sich Jabłońska zudem der Lehre; sie übernahm den Lehrstuhl für Zeichnen an derselben Universität und prägte Generationen angehender Künstler. Ihr Engagement für die Ausbildung spiegelt den Glauben an die Kraft des künstlerischen Dialogs und die Bedeutung der Förderung kreativen Denkens wider.

Navigation der polnischen Identität durch vielfältige Medien

Jabłońskas Kunst ist bemerkenswert facettenreich und entzieht sich einer einfachen Kategorisierung. Sie bewegt sich nahtlos zwischen Fotografie, Film, Installation und Performance, wobei jedes Medium als einzigartiges Vehikel zur Erforschung komplexer Themen dient. Im Zentrum ihres Werkes liegt eine scharfsinnige Untersuchung polnischer Stereotypen – insbesondere jener, die Frauen, Mutterschaft und den fortwährenden Einfluss des Katholizismus betreffen. Ihr Ansatz ist keine bloße Kritik; vielmehr setzt sie sich mit diesen kulturellen Konstrukten durch Ironie, Humor und die Bereitschaft zur Ambiguität auseinander. Diese nuancierte Perspektive ermöglicht es ihr, sowohl die Einschränkungen als auch die subtilen Machtdynamiken aufzudecken, die in gesellschaftlichen Erwartungen eingebettet sind.

Die „Supermother“-Serie und darüber hinaus: Herausforderung von Archetypen

Vielleicht ist Jabłońskas ikonischstes Werk die Serie „Supermother“ (2002), eine Sammlung von Selbstporträts, die traditionelle Darstellungen von Weiblichkeit mutig unterwandert. In diesen Bildern posiert sie als Superman – und andere Comichelden – mit ihrem Sohn an ihrer Seite, wobei sie die klassische Madonna-mit-Kind-Pose imitiert. Die Gegenüberstellung ist erschütternd und zugleich fesselnd; sie zwingt den Betrachter, sich den oft widersprüchlichen Anforderungen zu stellen, die Frauen auferlegt werden: Stärke versus Verletzlichkeit, Unabhängigkeit versus Fürsorge. Diese Serie ist nicht nur eine spielerische Aneignung von Popkultur-Bildern; sie ist ein kraftvolles Statement über die Mythologisierung der Mutterschaft und den Druck, eine idealisierte – und letztlich unerreichbare – Rolle zu verkörpern.

Über „Supermother“ hinaus erkundet Jabłońska diese Themen auf ebenso nachdenkliche Weise. Ihre Fotoreihe „Przypadkowa Przyjemność“ (Zufälliges Vergnügen) aus dem Jahr 2006 dokumentiert die Überreste ihrer kulinarischen Aktivitäten und erhebt den alltäglichen Akt des Essens zu einem Kommentar über Konsum und Häuslichkeit. Öffentliche Kunstwerke wie „Nowe Zycie“ (Neues Leben), ein übergroßes Neonschild, das in einer ländlichen landwirtschaftlichen Genossenschaft installiert wurde, demonstrieren ferner ihre Fähigkeit, sich mit breiteren sozialen Kontexten auseinanderzusetzen.

Ein Vermächtnis des Engagements: Museen, Ausstellungen und bleibende Wirkung

Jabłońskas Werk hat in der internationalen Kunstwelt erhebliche Anerkennung gefunden. Ihre Aufnahme in bedeutende Übersichtsausstellungen wie die 7. Construction in Process (2000) und Global Feminisms (2007) zeugt von ihrem Einfluss und dem kritischen Beifall. Sie hat zudem an zahlreichen Gruppenausstellungen teilgenommen, darunter „Architectures Of Gender: Contemporary Women’s Art In Poland“ im SculptureCenter und „Hero Mother: Contemporary Art by Post-Communist Women Rethinking Heroism“ im MOMENTUM Berlin. Ihre Arbeiten sind heute Teil der ständigen Sammlungen angesehener Institutionen wie der Zachęta National Gallery of Art und der ING Polish Art Foundation.

Da sie in Bydgoszcz innerhalb einer landwirtschaftlichen Genossenschaft lebt, ist Jabłońskas Leben eng mit genau jenen Gemeinschaften verwoben, die sie in ihrer Kunst erforscht. Diese Nähe ermöglicht ein intimes Verständnis für die Komplexität des Landlebens und die sich wandelnden Rollen der Frauen im zeitgenössischen Polen. Ihr Werk dient als lebensnotwendiger Kommentar zur polnischen Kultur, fordert konventionelle Narrative heraus und regt die Betrachter dazu an, ihre eigenen Annahmen über Identität, Geschlecht und gesellschaftliche Erwartungen zu hinterfragen. Durch ihre vielfältige Praxis und ihr unerschütterliches Engagement für die künstlerische Erkundung hat sich Elżbieta Jabłońska als eine bedeutende Stimme in der Landschaft der zeitgenössischen Kunst etabliert.

Eckdaten zum Künstler

  • Artistic Movement Or Style: Zeitgenössische visuelle Kunst
  • Date Of Birth: 1970
  • Full Name: Elżbieta Anna Jabłońska
  • Nationality: Polnisch
  • Notable Artworks:
    • Supermother (2002)
    • Accidental Pleasure (2006)
    • New Life (2014)
  • Place Of Birth: Olsztyn, Polen