Die Architektur und die Ursprünge des Mead Art Museum
Im Herzen von Amherst, Massachusetts, beherbergt das Mead Art Museum die herausragende schöne Kunst des Amherst College. Das Gebäude wurde 1949 eingeweiht und trägt den Namen des Architekten William Rutherford Mead, einem Mitglied des renommierten Büros McKim, Mead & White. Die Institution wurde durch das Vermächtnis von Olga Kilyeni Mead ins Leben gerufen, die ihren Besitz dem College vermachte. Das Bauwerk selbst ist ein zentraler Bestandteil der Campuslandschaft, geprägt durch den markanten Stearns-Turm und die ganz spezifische architektonische Vision seiner Gründer.
Das Museum fungiert als ein Ort der Bewahrung für eine beeindruckende Vielfalt an Materialien, die weit über die westliche Ölmalerei hinausgehen. Die Sammlung ist so kuratiert, dass sie ein breites historisches Spektrum abdeckt – von antiken Reliefs bis hin zu modernen Druckgrafiken. Besucher finden hier einen Raum, der akademische Forschung mit der Bewahrung physischer Geschichte auf poetische Weise vereint.
Die ständige Sammlung
Der Bestand umfasst eine bedeutende Auswahl an amerikanischer und europäischer Malerei. Diese Meisterwerke werden von spezialisierten Sammlungen begleitet, die eine globale Perspektive auf die materielle Kultur eröffnen. Innerhalb seiner Mauern bewahrt das Museum eine Vielzahl von Medien und Epochen:
- Die Thomas P. Whitney Sammlung russischer Kunst
- Antike assyrische Schnitzereien aus dem Palast von Ashurnasirpal II.
- Japanische Drucke und tibetische Rollbilder
- Mexikanische Keramik und westafrikanische Skulpturen
- Ein englisches Wandpaneel aus dem 17. Jahrhundert, das ursprünglich aus dem Rotherwas Court stammt
Besondere historische Tragweite besitzen die assyrischen Reliefs. Diese Paneele wurden 1857 vom Amherst College erworben und stammen aus Ausgrabungen in Nimrud. In einem zentralen Paneel wird König Ashurnasirpal II. dargestellt, gekleidet in ein gestuftes Gewand und mit einem Bogen. Ursprünglich waren die Reliefs zwölf Zoll dick, wurden jedoch auf vier Zoll reduziert, um den Transport aus dem Nahen Osten in die Vereinigten Staaten zu ermöglichen. Heute werden sie in der Nineveh-Galerie präsentiert.
Künstlerische Glanzlichter
Die Gemäldesammlung umfasst Werke bedeutender Künstler, die verschiedene Stilrichtungen und technische Meisterschaft verkörpern. Zu den Schätzen im Katalog gehören:
Landscape at Cagnes von Pierre-Auguste Renoir und Morning on the Seine, Giverny, 1897 von Claude Monet. Die Sammlung präsentiert zudem The Past und The Present, beide gemalt von Thomas Cole im Jahr 1838. Weitere bedeutende Werke sind Work Interrupted von William-Adolphe Bouguereau sowie Charity Enlightening the World, gemalt von Peter Paul Rubens im Jahr 1627. Das Museum beherbergt zudem Echo Lake, New Hampshire, 1860 von Alfred Thompson Bricher und The Château de la Croix-Blanche in Saint Mammes (September Afternoon, 1884 von Alfred Sisley.
