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Eckdaten

  • Mediums: bronzeskulptur
  • Works on APS: 7
  • Featured artists:
    • Hans Multscher
    • pier jacopo alari bonacolsi (antico)
    • Johann Heinrich von Dannecker
    • Nicolaus Gerhaert van Leyden
    • Andrea Brustolon
  • Mehr Details anzeigen
  • Movements: late gothic realism
  • Alternate names:
    • Liebieghaus
    • Liebieghaus Skulpturensammlung
    • Frankfurts Liebieghaus Skulpturenmuseum
    • Liebieghaus Skulpturkollektion
    • Kunsthalle Frankfurt
  • Location: Frankfurt am Main, Deutschland

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Was ist das Hauptmerkmal der Liebieghaus Skulpturensammlung?
Frage 2:
In welcher Architekturstil wurde das Liebieghaus erbaut?
Frage 3:
Das Rimini Altar, das im Liebieghaus ausgestellt ist, ist ein Meisterwerk welcher künstlerischen Epoche?
Frage 4:
Welcher zeitgenössische Bildhauer wird regelmäßig in Ausstellungen im Liebieghaus gezeigt?
Frage 5:
Was unterscheidet das Liebieghaus von anderen Museen hinsichtlich der Skulpturkunst?

Ein Heiligtum aus Stein und Geist

Eingebettet am malerischen Frankfurter Museumsufer, wo der Main Geschichten von kulturellem Erbe flüstert, steht das Liebieghaus als ein tiefgreifendes Refugium für all jene, die Schönheit im Haptischen und Ewigen finden. Dies ist nicht bloß ein Museum; es ist ein akribisch kuratierter Dialog zwischen Menschheit und Form, der fünf Jahrtausende künstlerischer Errungenschaften umfasst. Das Betreten des Liebieghauses gleicht einer zeitlichen Pilgerreise, die nahtlos von der stillen, rätselhaften Präsenz altägyptischer Totenmasken über die dramatische, muskuläre Spannung römischer Monumente bis hin zur raffinierten Anmut Renaissance-Meisterwerke führt. Die Sammlung, hervorgegangen aus der visionären Großzügigkeit von Baron Heinrich von Liebieg, bietet eine unvergleichliche Begegnung mit der Evolution der Bildhauerei und lädt die Besucher dazu ein, Zeuge zu werden, wie verschiedene Epochen versucht haben, das flüchtige Wesen des Lebens durch die Beständigkeit von Stein, Bronze und Alabaster einzufangen.

Das Herz dieser skulpturalen Odyssee schlägt am lebendigsten im Prunkstück des Museums, dem prächtigen Rimini-Altar. Um 1430 in Nordfrankreich geschaffen, dient dieses Alabasterkruzifix als Fokuspunkt tiefer Andacht. Seine filigrane Schnitzkunst – bei der feine Gewänder unter einer unsichtbaren Brise zu wehen scheinen und ausdrucksstarke Posen eine tiefe spirituelle Sehnsucht vermitteln – fängt die Seele mittelalterlicher Kunstfertigkeit ein. Während man durch die Galerien wandert, beschwört das Zusammenspiel von Licht und Schatten auf diesen Oberflächen ein Gefühl der Ehrfurcht herauf und macht das Museum zu einem Ort, an dem die Schwere der Geschichte sowohl greifbar als auch intim mit der menschlichen Erfahrung verbunden ist.

Architektonische Eleganz und modernistische Vision

Der Rahmen für eine solch monumentale Sammlung ist ebenso ein Kunstwerk wie die Skulpturen, die sie beherbergt. Die Villa des Liebieghauses, ein architektonisches Juwel des späten 19. Jahrhunderts , stellt eine faszinierende Studie der stilistischen Entwicklung dar. Während ihre Ursprünbr in einem palastartigen, historistischen Entwurf von Leonhard Romeis liegen – ursprünglich als Altersruhesitz für den Baron gedacht –, wurde die Struktur meisterhaft angepasst, um den Bedürfnissen moderner Kunstkenner gerecht zu werden. Der Einfluss von Ludwig Mies van der Rohe ist in der Fähigkeit des Museums spürbar, klassische Grandiosität mit modernistischen Prinzipien von Licht und Raum zu harmonisieren. Das emporstrebende Atrium, das in natürliches Licht getaucht ist, schafft eine Atmosphäre luftiger Kontemplation, während die weitläufigen Gärten als Außenbereich der Galerie dienen, in dem Skulpturen wie die Replik von Danneckers Ariadne auf dem Panther inmitten üppigen Grüns verweilen.

Für Innenarchitekten oder Liebhaber erlesener Architektur bietet die Villa endlose Inspiration. Der nahtlose Übergang von den opulenten, historistischen Interieurs zu den lichtdurchfluteten, zeitgenössischen Eingriffen beispielhaft für eine anspruchsvolle Verbindung von Form und Funktion. Selbst jüngere Ergänzungen wie das „Open Depot“ laden zu einer tieferen Auseinandersetzung ein, die einen seltenen Einblick in die umfangreichen Bestände des Museums gewährt und ein Entdeckergefühl fördert, das über das traditionelle Museumserlebnis hinausgeht.

Ein lebendiger Dialog zwischen den Epochen

Was das Liebieghaus wahrhaft auszeichnet, ist seine Weigerung, ein statisches Relikt der Vergangenheit zu bleiben. Es ist eine lebendige Institution, die aktiv einen zeitgenössischen Dialog fördert und die Lücke zwischen antiker Handwerkskunst und moderner Innovation schließt. Durch regelmäßig wechselnde Ausstellungen bringt das Museum historische Meisterwerke und provokante neue Werke zusammen, wie etwa Installationen von Isa Genzken oder die jüngste Erkundung der modernen Tierplastiken von August Gaul. Diese Ausstellungen regen zu anregenden Gesprächen über Material, Konzept und die beständige Kraft der Tiergestalt in Mythos und Symbolik an.

Dieses Engagement für wissenschaftliche Tiefe und öffentliche Zugänglichkeit stellt sicher, dass das Liebieghaus ein Leuchtturm des künstlerischen Verständnisses bleibt. Ob man nun die Polychromie-Forschung erkundet, welche die lebendige, farbenfrohe Herkunft der Antike offenbart, oder an einer „Secret Garden“-Veranstaltung unter dem Sommermond teilnimmt – das Museum bietet eine multisensorische Begegnung mit der Kunst. Es bleibt ein Zielort, an dem die Vergangenheit eloquent zur Gegenwart spricht und einen zeitlosen Zufluchtsort für Sammler, Gelehrte und alle bietet, die von der dauerhaften Kraft der skulpturalen Form bewegt werden.

Werke der Sammlung

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