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Wilhelmina Barns-Graham

1912 - 2004

Kurzbiografie

  • Born: 1912, St Andrews, Vereinigtes Königreich
  • Died: 2004
  • Museums on APS:
    • Paintings in Krankenhäusern
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Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wie wurde Wilhelmina Barns-Graham bekannt für ihren künstlerischen Stil?
Frage 2:
Wo etablierte sich Wilhelmina Barns-Graham als Künstlerin?
Frage 3:
Wer beeinflusste Wilhelmina Barns-Grahams künstlerischen Stil?
Frage 4:
Welche Universität verlieh Wilhelmina Barns-Graham eine Ehrendoktorwürde?
Frage 5:
Was zeichnete Wilhelmina Barns-Graham besonders aus?

Wilhelmina Barns-Graham CBE – Eine Pionierin der abstrakten Malerei

Wilhelmina Barns-Graham CBE (8 Juni 1912 – 26 Januar 2004) gilt als eine der bedeutendsten britischen abstrakten Künstlerinnen und war Mitglied des einflussreichen Penwith Society of Arts. Geboren in St Andrews, Fife, war sie Tochter von Allan Barns-Graham, Kopf einer schottischen Adelssippe – er besaß Grundstücke namens Lymekilns und Cambuslang in Lanarkshire, Kirkhill in Ayrshire, Fereneze in Renfrewshire und Carbeth Guthrie in Stirlingshire, Schottland – und seiner Frau Wilhelmina Menzies, Tochter von Charles Bayne Meldrum, deren Familie einer kleinen schottischen Adeligung gehörte und die Grundstücke Dura und Balmungo, Fifeshire besaßen. Ihre Eltern waren zweite Cousinen. Schon als Kind zeigte Wilhelmina frühe Zeichen ihrer künstlerischen Begabung. Es war auf der Schule dass sie beschloss dass sie Künstlerin werden wollte nachdem eines ihrer Gemälde auf der Wand dort aufgehängt wurde; sie erklärte später im Leben dass „Malerei wählte mich nicht ich es“. Ihr Talent und ihre Hingabe ermöglichten ihr einen Platz bei der Penwith Society of Arts, wo sie ihre Fähigkeiten Seite an Seite mit anderen bedeutenden Künstlern entwickelte. Frühe Einflüsse waren Wilhelm Trübner und Jörg The Elder Breu, deren künstlerische Sensibilität ihre frühe Ausbildung prägte.

Frühes Leben und Ausbildung

Wilhelmina Barns-Graham wurde am 8. Juni 1912 in St Andrews geboren, Fife, als älteste Tochter von Allan Barns-Graham und seiner Frau Wilhelmina Meldrum, einer Familie des alten schottischen Adels in Stirlingshire und Fife. Ihr Vater besaß umfangreiche Grundstücke und ihre Mutter gehörte zu einer kleinen adeligen Familie, die ebenfalls Grundstücke besaß. Diese Umgebung förderte nicht unbedingt künstlerische Kreativität, doch Wilhelminas frühe Entscheidung für ein künstlerisches Leben wurde durch einen außergewöhnlichen Ereignis unterstützt: Ein Gemälde ihrer Jugend wurde auf der Schulwand präsentiert und prägte ihr späteres Leben maßgeblich. „Malerei wählte mich nicht ich es“, erklärte sie später im Leben mit tiefem Glauben an ihre künstlerische Berufung. Nach Abschluss der Schule setzte Wilhelmina ihren Fokus auf die Edinburgh College of Art, wo sie aufgrund eines Konflikts mit ihrem Vater eine Ausnahme machte und sich ab 1931 dort einschrieb. Obwohl ihr Vater nicht offen gegen ihre künstlerischen Ambitionen einging, stellte sich die Frage nach finanzieller Unterstützung durch ihre Familie als Herausforderung dar. Trotz Schwierigkeiten konnte Wilhelmina ihren Abschluss mit einem Diplom erwerben und setzte ihre Ausbildung fort – ein entscheidender Schritt auf ihrem Weg zum renommierten Künstlerinnenprofil. Während ihrer Zeit am College wurden sie von renommierten Lehrern wie David Alison und William MacTaggart unterrichtet und bildete sich umgeben von anderen bedeutenden schottischen Künstlern wie Robert MacBryde, Robert Colquhoun, Margaret Mellis und William Gear aus. Diese Begegnungen mit modernen Kunstströmungen prägten ihre künstlerische Entwicklung maßgeblich und eröffneten ihr neue Perspektiven auf die Welt der Kunst.

Die Anfänge ihrer künstlerischen Karriere

Nach ihrem Studium absolvierte Wilhelmina eine Reise nach Paris und London sowie St Tropez, bevor sie 1940 nach St Ives, Cornwall zog – eine Entscheidung, die durch den Rat ihres Freundes William Gillies und David Foggie beeinflusst wurde. Diese Umzug erfolgte im Kontext der Gründung der St Ives Society of Arts, wo sie sich schnell einer Gruppe von Künstlern anschloss, die für ihre innovativen Ideen und ihren Umgang mit neuen künstlerischen Herausforderungen bekannt waren. Besonders wichtig war ihre Begegnung mit Ben Nicholson, Barbara Hepworth und Naum Gabo – Führern der britischen abstrakten Bewegung und Pionieren neuer künstlerischer Ausdrucksformen. Durch diese Begegnungen erweiterte sich ihr künstlerisches Horizont und sie entwickelte eine einzigartige Perspektive auf die Kunstwelt ihrer Zeit. Wilhelmina Barns-Graham gründete ihre eigene Werkstatt in St Ives und blieb dort bis zu ihrem Tod wohnhaft – ein Ort, der ihr Leben und ihre Arbeit nachhaltig prägte und ihr ermöglichte, weiterhin neue Ideen zu entwickeln und künstlerisch tätig zu sein. Ihre Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und ihre aktive Beteiligung an gesellschaftlichen Veranstaltungen trugen dazu bei, dass sie als eine zentrale Figur in der Entwicklung der modernen Kunstgeschichte angesehen wird.

Die Penwith Society und St Ives

Die Gründung der St Ives Society of Arts im Jahr 1949 stellte einen wichtigen Wendepunkt für Wilhelmina Barns-Graham dar und ermöglichte ihr eine intensive künstlerische Zusammenarbeit mit anderen Künstlern wie Ben Nicholson, Barbara Hepworth und Naum Gabo. Diese Gesellschaft förderte eine Atmosphäre der Kreativität und Herausforderung, die neue künstlerische Perspektiven eröffnete und ihre Arbeit maßgeblich beeinflusste. Durch ihre Tätigkeit als Lehrerin am Leeds College of Art konnte Wilhelmina ihr Wissen und ihre Erfahrung weitergeben und junge Künstlerinnen und Künstler inspirieren – ein Beitrag zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses und zur Weiterentwicklung der modernen Kunst in Großbritannien leisten. Ihre Wohnung in St Ives wurde zu einem Zentrum für künstlerische Begegnungen und Austausch und ermöglichte ihr einen kontinuierlichen Kontakt mit anderen Künstlern und Kunstliebhabern, die ihre Ideen und Erfahrungen teilten. Wilhelmina Barns-Graham setzte sich aktiv für die Förderung von Kunst und Kultur ein und engagierte sich insbesondere im Bereich der Unterstützung junger Künstlerinnen und Künstler – ein Ausdruck ihrer tiefen Überzeugung von der Bedeutung künstlerischer Bildung und Kreativität für die Entwicklung einer Gesellschaft. Ihre Werke finden sich heute in bedeutenden Museen weltweit und tragen dazu bei, dass ihr einzigartiger Stil und ihre künstlerische Vision auch zukünftigen Generationen zugänglich bleiben. Eine umfassende Sammlung ihrer Gemälde wird im Kunstsammlungen und Museen Augsburg aufbewahrt und kann dort von Besuchern bestaunt werden. Darüber hinaus sind ihre Werke im Lübecker Museen zu sehen und tragen zur Förderung des kulturellen Erbes Deutschlands bei. Wilhelmina Barns-Graham bleibt eine Ikone der modernen Kunstgeschichte und ein Vorbild für Künstlerinnen und Künstler weltweit.