Das Leben und der künstlerische Weg von Volker Böhringer
Geboren in Eßlingen, Deutschland, war Volker Böhringer ein Maler und Grafiker, dessen Werk eng mit der Neuen Sachlichkeit und dem Surrealismus verwoben war. Seine formale Ausbildung begann 1929 an der Württembergischen Staatlichen Kunstgewerbeschule in Stuttgart unter Ernst Schneidler, bevor er ab 1933 seine Studien an der Akademie als Meisterschüler von Hans Spiegel fortsetzte. Seine künstlerische Laufbahn sah sich während der Zeit des Nationalsozialismus erheblichen Erschwernissen gegenüber; nachdem er sich 1937 weigerte, dem Bund Deutscher Maler und Graphiker beizutreten, wurde ihm die Ausstellung und die Berufsausübung untersagt. Diese Phase der Einschränkung, gepaart mit einer schweren Lungenerkrankung, die jahrelange Aufenthalte in Sanatorien erforderte, beschränkte sein Schaffen zwischen 1944 und 1947 primär auf Zeichnungen. Nach seiner Genesung und dem Tod seiner Eltern lebte er zunächst von Sozialhilfe, bevor er in der Nachkriegszeit endgültige Anerkennung fand.
Technik und Sujets
Böhringers Œuvre zeichnet sich durch eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit der Industrialisierung der Landschaft aus, insbesondere durch die Transformation des Neckartals von einer idyllischen Flusslandschaft hin zu einer hochtechnisierten Industriezone. Seine Arbeiten erforschen oft das Spannungsfeld zwischen einer kritischen Sicht auf die überwältigende Technologie und einer persönlichen Faszination für die mechanische Welt – eine Leidenschaft, die sich auch in seinem eigenen Bau von Modell-Dampfmaschinen und Radiogeräten widerspiegelte. Sein technischer Ansatz war außergewöhnlich akribisch und wird oft als "Skulpto-Malerei" beschrieben. Er nutzte einen komplexen Prozess, der Folgendes beinhaltete:
Seine Meisterschaft in der Anwendung feiner, geschichteter Lasuren führte zu einer Oberfläche, auf der kein Pinselstrich sichtbar blieb, wodurch er die Handwerkstradition der alten Meister bewahrte. Seine Gemälde wurden in verschiedenen Sammlungen aufgenommen, darunter in der Städtischen Galerie und im Städel Museum.