The painting that made Raquel Forner famous is Retablo del dolor (1942); it hangs in the Nationalmuseum der Schönen Künste, Buenos Aires. El drama (1942) and Untitled (342) follow it in the hearts of collectors and museum visitors. Of the 30 works by Raquel Forner in our catalogue, these 30 are the most admired, each presented with its date, its museum and what sets it apart.
Ranked by our popularity score, which combines the searches, visits and orders for each work. Updated Oktober 2026.
The four subjects that return most often among these masterpieces, with the finest example of each.
The museum that holds the most of the paintings on this page.
| Museum | City | Works by Raquel Forner | Paintings from this list |
|---|---|---|---|
| Buenos Aires | 6 | Retablo del dolor, El drama, Composición |
Retablo del dolor (1942), Nationalmuseum der Schönen Künste, Buenos Aires. Next come El drama (1942) and Untitled (342).
40 years old: Retablo del dolor dates from 1942 and Raquel Forner was born in 1902.
Retablo del dolor, El drama, Untitled (342), Untitled (282), Untitled (104), Untitled (352), Untitled (563), Untitled (937), Untitled (954) and Untitled (995). The ranking above gives the year and the museum of each.
Our catalogue lists 30 works by Raquel Forner, dated from 1934 to 1979.
Most of them are in Nationalmuseum der Schönen Künste (Buenos Aires). The table above lists the museums one by one.
In 1940s: 2 of the 30 works on this page date from then, among them Retablo del dolor.
The earliest on this page is Composición (1934), the latest Futuro acontecer (1979).
Female figure (2) and Surreal landscape (2), among the 30 works on this page.
Expressionism and Surrealism, as the paintings on this page show.
Retablo del dolor, El drama and Composición are among the 6 works on this page held by the Nationalmuseum der Schönen Künste, Buenos Aires.
Raquel Forner (1902–1988) steht als monumentale Figur in der Landschaft der lateinamerikanischen Moderne; eine Künstlerin, deren Pinselstriche nicht bloß das Licht einfingen, sondern vielmehr die tiefgreifenden Erschütterungen eines Jahrhunderts kanalisierten, das von Umbrüchen geprägt war. Geboren in Buenos Aires in eine Familie baskischer Herkunft, entzündete sich Forners künstlerisches Bewusstsein bereits im Alter von dreizehn Jahren während einer transformativen Reise nach Spanien. Diese frühe Begegnung mit der iberischen Landschaft und ihrer kulturellen Tiefe säte die Samen für eine lebenslange Beschäftigung mit Themen der Identität, des Kampfes und der menschlichen Existenz. Ihre formale Ausbildung an der Academia Nacional de Bellas Artes verlieh ihr ein strenges technisches Fundament, doch es war ihr rastloser Geist, der sie letztlich weit über die Grenzen des traditionellen Akademismus hinausführen sollte.
Die Flugbahn von Forners Karriere wurde unwiderruflich durch ihr Eintauchen in die lebendige, avantgardistische Atmosphäre des Europa der Zwischenkriegszeit geprägt. Als sie Ende der 1920er Jahre nach Paris zog, wurde sie zu einem wesentlichen Teilnehmer der „Pariser Gruppe“, eines Kollektivs argentinischer Künstler, die bestrebt waren, die Kluft zwischen südamerikanischer Sensibilität und europäischer Innovation zu überbrücken. In den Ateliers Frankreichs knüpfte sie tiefe intellektuelle und persönliche Bindungen zu Größen wie Antonio Berni und Horacio Butler und heiratete den angesehenen Bildhauer Alfredo Bigatti. Diese Jahre dienten nicht nur der stilistischen Verfeinerung; es war eine Zeit intensiver wechselseitiger Beeinflussung, in der die Echos des Surrealismus und des Expressionismus in ihrem Werk zu verschmelzen begannen und eine visuelle Sprache schufen, die einzigartig ihre eigene war.
Als sich die Schatten globaler Konflikte in den 1930er und 40er Jahren über die Welt legten, wandelte sich Forners Kunst von der persönlichen Erkundung hin zu einem brennenden Kommentar zur soziopolitischen Tragödie. Insbesondere der Spanische Bürgerkrieg hinterließ tiefe Spuren in ihrer Psyche, die sich in kraftvollen Serien wie España und El Drama manifestierten. In diesen Werken entfernte sie sich von den traumartigen Verzerrungen des reinen Surrealismus hin zu einer viszeraleren, expressionistischen Form der Kommunikation. Ihre Leinwände wurden zu Schlachtfeldern der Emotionen, auf denen dicker, taktiler Farbauftrag und zackige, kantige Formen die Fragmentierung einer Welt im Krieg widerspiegelten. Sie nutzte die Symbolik nicht als bloße Dekoration, sondern als tiefgreifendes Werkzeug, um die Verzweiflung, den Verlust und die Widerstandsfähigkeit der Menschheit angesichts von Faschismus und Zerstörung artikulieren zu können.
Doch Forners Vision war niemals auf die terrestrischen Tragödien ihrer Ära beschränkt. Einer ihrer atemberaubendsten Beiträge zur modernen Kunst war ihre „Weltraumserie“, eine Sammlung, die einen außergewöhnlichen Weitblick auf die Möglichkeiten der interplanetaren Reise bewies. In diesen Arbeiten verschmolz sie das Kosmische mit dem Psychologischen und schuf weite, rätselhafte Landschaften, die das Unendliche betrachteten. Diese Dualität – die Fähigkeit, von den rohen, blutverschmierten Realitäten des Krieges zu den stillen, ehrfurchtgebietenden Weiten des Kosmos zu wechseln – ist es, was ihre Größe definiert. Ihre Kunst fungierte als Brücke zwischen der unmittelbaren Qual der menschlichen Erfahrung und den ewigen Geheimnissen des Universums.
Im Laufe ihrer langen und glanzvollen Karriere erlangte Raquel Forner eine bedeutende Anerkennung, die ihren Platz im Pantheon der großen Künstler des zwanzigsten Jahrhunderts festigte. Ihre Auszeichnungen waren zahlreich, darunter renommierte Preise des Argentinischen National-Salons und der Konex-Awards, was sowohl nationale Wertschätzung als als auch internationale Relevanz widerspiegelte. Ihre Fähigkeit, die Komplexität einer Künstlerin in einer männlich dominierten Ära zu meistern, ermöglichte es ihr, einen Raum zu erschaffen, in dem weibliche Figuren Stärke, Trauma und kosmische Handlungsfähigkeit verkörpern konnten.
Die dauerhafte Bedeutung von Forners Werk liegt in seiner tiefen emotionalen Ehrlichkeit. Ein Gemälde von Forner zu betrachten bedeutet, Zeuge eines Dialogs zwischen dem Individuum und der Geschichte zu werden. Ihr Vermächtnis zeichnet sich durch mehrere künstlerische Grundpfeiler aus:
Heute bleibt Raquel Forner ein Eckpfeiler der argentinischen Kunstgeschichte – eine Künstlerin, deren Werk weiterhin jeden anspricht, der danach sucht, die Schnittstelle zwischen persönlicher Erinnerung und globalem Schicksal zu verstehen.