Frühes Leben und Einflüsse
- Geboren: Lansdale, Pennsylvania (1925)
- Gestorben: 2011 in London, England
- Russell Conwell Hoban wurde zu Abram T. Hoban, einem Werbevorstand der *Jewish Daily Forward*, und Jeanette Dimmerman geboren.
- Die sozialistischen Neigungen seines Vaters und die Auseinandersetzung mit der jiddischen Kultur beeinflussten seinen Weltanschauung maßgeblich.
- Er wurde nach Russell Conwell benannt, einem Baptistenprediger und Gründer der Temple University.
- Er besuchte kurzzeitig die Temple University, bevor er sich im Zweiten Weltkrieg beim Militär meldete.
Militärdienst und frühe Karriere
- Er diente als Funker auf den Philippinen und in Italien während des Zweiten Weltkriegs und erhielt eine Bronzestelle.
- Während seines Militärdienstes heiratete er Lillian Aberman; sie hatten vier Kinder.
- Nach dem Krieg arbeitete er als Illustrator für Zeitschriften wie *Time*, *Sports Illustrated* und *The Saturday Evening Post*.
- Er hatte auch Positionen als Werbetexter und Art Director bei J. Walter Thompson inne.
- Diese Erfahrungen beeinflussten sein späteres Schreiben stark, wobei viele Charaktere ähnliche berufliche Hintergründe teilten.
Literarische Karriere: Kinderbücher und darüber hinaus
- Er begann seine literarische Karriere 1959 mit *Was es tut und wie es funktioniert?: Power Shovel, Dump Truck und andere schwere Maschinen*.
- Er erlangte weite Anerkennung für die "Frances"-Reihe von Bilderbüchern (beginnend mit *Bettzeit für Frances*, 1960), illustriert von Lillian Hoban. Diese Geschichten über einen schwierigen Dachs fanden bei Kindern und Eltern Anklang.
- Er erforschte dunklere Themen in Werken wie *Der Maus und sein Kind* (1967), einer philosophischen Geschichte, die als Zeichentrickfilm adaptiert wurde.
- Er wechselte zum Schreiben für Erwachsene und verfasste Romane wie *Riddley Walker* (1980), ein hochgelobtes und preisgekröntes Werk der postmodernen Fiktion, das in einem postapokalyptischen England spielt.
- Zu den anderen bemerkenswerten Romanen für Erwachsene gehören *Pilgermann*, *Angelica Lost and Found* und *Fremder*.
Umzug nach London und spätere Werke
- Er zog mit seiner Familie 1969 nach London, England, in der Absicht, nur kurz zu bleiben, blieb aber den Rest seines Lebens dort.
- Seine Ehe mit Lillian Aberman endete 1975; er heiratete später Gundula Ahl.
- Viele seiner Romane für Erwachsene spielen im zeitgenössischen London.
- Er schrieb bis zu seinem Tod weiterhin produktiv und erforschte Themen wie Identität, Moral und die Komplexität menschlicher Beziehungen.
- Sein letzter Roman, *Angelica Lost and Found*, wurde kurz vor seinem Tod veröffentlicht.
Vermächtnis und Bedeutung
- Hobans Werk erstreckt sich über mehrere Genres und zeugt von einer bemerkenswerten Vielseitigkeit als Schriftsteller.
- Die "Frances"-Reihe wird weltweit von Kindern für ihre nachvollziehbaren Charaktere und humorvollen Situationen geliebt.
- *Riddley Walker* gilt als bedeutender Beitrag zur postmodernen Literatur, bekannt für seine einzigartige Sprache und herausfordernden Themen.
- Seine Fähigkeit, Fantasy, Science-Fiction und Realismus zu verbinden, etablierte ihn als eine unverwechselbare Stimme in der zeitgenössischen Literatur.
- Hobans Tochter, Phoebe Hoban, ist Journalistin und Biografin mit Schwerpunkt auf Kunst und setzt damit das kreative Erbe der Familie fort.


