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Kurzbiografie

  • Art period: 19. Jahrhundert
  • Nationality: Griechenland
  • Top-ranked work: The girl and the goat
  • Copyright status: Public domain
  • Born: 1848, Salamis, Griechenland
  • Mehr…
  • Works on APS: 13
  • Died: 1913
  • Lifespan: 65 years
  • Top 3 works:
    • The girl and the goat
    • The shepherd
    • The girl with the Pigeons

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Welche Insel war Polychronis Lembesis' Geburtsort?
Frage 2:
Wem wurde Lembesis ein Stipendium für seine Ausbildung in München gewährt?
Frage 3:
Welche Art von Gemälden war Lembesis besonders bekannt?
Frage 4:
Wer war ein wichtiger Förderer von Lembesis während seiner Karriere?
Frage 5:
Wie endete das Leben von Polychronis Lembesis?

Polychronis Lembesis: Echoes of Salamis Island

Polychronis Lembesis, (griechisch Πολυχρόνης Λεμπέσης) (c. 1848 in Salamis; † 1913 in Athen), war ein griechischer Maler, dessen Werk eine faszinierende Verbindung aus romantischer Sensibilität und der tiefen Verbundenheit mit seiner Heimatinsel Salamis darstellt. Obwohl er oft im Schatten seines gleichnamigen Kollegen Nikolaos Gysis verblieb, besaß Lembesis einen unverwechselbaren künstlerischen Stil und eine einzigartige Perspektive auf die griechische Landschaft und Gesellschaft. Seine Geschichte ist untrennbar mit der Kindheit auf dieser kleinen Insel verbunden – einer Erfahrung, die sein gesamtes künstlerisches Schaffen prägte. Geboren in eine Familie, deren Wurzeln bis nach Böotia zurückreichten, verbrachte Lembesis seine frühen Jahre inmitten der rauen Schönheit des Ägäis und entwickelte so eine tiefe Affinität zur griechischen Landschaft – eine Affinität, die er durch sein Kunstwerk unermüdlich verfolgte. Die Erinnerungen an diese Inselidylle, ihre einfachen Rhythmen und die dramatischen Kontraste von Licht und Schatten wurden zum Fundament seiner künstlerischen Vision und beeinflussten jeden Pinselstrich mit einem tiefen Verständnis für seine Heimat.

Frühes Leben und künstlerische Ausbildung

Lembesis’s formale Ausbildung begann an der Schule der Fein Künste in Athen, wo er zunächst unter Nikiforos Lytras studierte, einer einflussreichen Figur der griechischen Kunst seiner Zeit. Doch es war seine Auswanderung nach München im Jahr 1875 – ermöglicht durch eine von der politisch einflussreichen Dimitrios Voulgaris (“Tsoumpes”) gewährte Stipendien – die seinen künstlerischen Werdegang entscheidend vorantrieb. München, mit seinem reichen künstlerischen Erbe und dem Zugang zu renommierten Museen, bot ihm die ideale Umgebung, um unter der Anleitung angesehener Meister wie Wilhelm Lindenschmidt und Ludwig von Löfftz seine Fähigkeiten zu verfeinern. Schnell tauchte er ein in die Werke deutscher Künstler, insbesondere in deren meisterhaftem Einsatz von Licht und Farbe – Einflüsse, die subtil seinen eigenen, unverwechselbaren Stil prägten. Entscheidend war jedoch, dass er in München eine lebenslange Freundschaft mit Nikolaos Gysis schloss, einem bereits etablierten griechischen Maler, der ihm wertvolle Anleitung und Einblicke in die breitere Kunstszene bot.

Die Münchner Schule und ihre Einflüsse

In München widmete sich Lembesis intensiv der Erforschung der Werke deutscher Meister, insbesondere derjenigen, die für ihre Lichtmalerei bekannt waren. Er studierte die Techniken von Künstlern wie Albert Bierstadt und Frederic Church, deren Landschaftsbilder die dramatischen Effekte des Lichts in den Bergen und Wüsten nachbildeten. Diese Einflüsse manifestierten sich in Lembesis’s Gemälden, wo er versuchte, die gleiche Ehrfurcht vor der Natur zu vermitteln, die er in seinen frühen Jahren auf Salamis erlebt hatte. Er lernte auch von den Kompositionstechniken der deutschen Historienmalerei und wendete diese Kenntnisse auf seine Porträts an. Die Münchner Schule bot Lembesis eine Plattform, um sich mit anderen griechischen Künstlern auszutauschen und von ihnen zu lernen, aber er behielt immer seinen eigenen, einzigartigen Stil bei.

Das Portfolio: Landschaft, Portrait und Alltag

Lembesis’s künstlerisches Schaffen war vielfältig und umfasste sowohl Landschaften als auch Porträts und Darstellungen des griechischen Alltagslebens. Seine Landschaftsbilder zeichneten sich durch eine besondere Sensibilität für die Farben und Formen der griechischen Landschaft aus – von den zerklüfteten Bergen bis zu den sanften Küstenlinien. Er versuchte, die Essenz der griechischen Landschaft einzufangen, nicht nur als idyllische Szene, sondern auch als Spiegelbild der menschlichen Erfahrung. Seine Porträts waren ebenso beeindruckend und zeigten ein tiefes Verständnis für die Persönlichkeit seiner Modelle. Er malte Porträts von Aristokraten und Politikern seiner Zeit, darunter Kapsalis, Santarozas und Serpieris, aber auch von einfachen Bürgern und Bauern. Neben den Porträts schuf Lembesis auch Darstellungen des griechischen Alltagslebens – Szenen von Hirten, Bauern und Kindern, die das einfache Leben auf dem Land widerspiegelten. Diese Werke zeigten seine Fähigkeit, die Schönheit und den Reiz der griechischen Landschaft und Gesellschaft einzufangen.

Späte Jahre und Vermächtnis

Nach seiner Rückkehr nach Athen im Jahr 1880 eröffnete Lembesis ein eigenes Atelier im Viertel Thission – einem lebendigen Zentrum für künstlerische Aktivitäten zu dieser Zeit. Obwohl er eine herausragende Begabung als Landschaftsmaler besaß, wurde er vor allem wegen seines Talents als Porträtist bekannt. Er erhielt zahlreiche Aufträge für Porträtbilder von wohlhabenden Bürgern seiner Zeit und war auch Privatlehrer für Malerei, insbesondere für die Kinder des damaligen Richters und späteren Premierministers Stephanos Dragoumis. Lembesis starb 1913 in Armut und weitgehend unbekannt als Künstler – möglicherweise aufgrund einer Verschiebung der künstlerischen Geschmäcker in Athen hin zu moderneren Kunstströmungen, die von Paris inspiriert waren. Erst Jahrzehnte nach seinem Tod wurde sein Werk neu bewertet, und heute gilt er als einer der wichtigsten Vertreter der Münchner Schule. Seine Werke sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen zu finden, darunter die Nationalgalerie Athen, die Athener Stadtgalerie und die Averoff-Galerie.

Wichtige Werke

Zu Lembesis’s bekanntesten Werken gehören: *Nackte*, *Das Mädchen mit den Hasen*, *Der Künstler’s Nichte*, *Der Junge mit den Hasen*, *Der Priester*, *Selbstporträt* und *Landschaft von Athen*.