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Paul Jenkins

1923 - 2012

Kurzbiografie

  • Museums on APS:
    • National Gallery of Australia
    • National Gallery of Australia
    • National Gallery of Australia
    • National Gallery of Australia
    • Whitney Museum of American Art
  • Movements: abstract expressionism
  • Works on APS: 110
  • Typical colors:
    • warm
    • neutrale töne
  • Lifespan: 89 years
  • Top-ranked work: Dakota Ridge
  • Born: 1923, Kansas City, Vereinigte Staaten von Amerika
  • Mehr…
  • Died: 2012
  • Creative periods: mature period
  • Art period: Moderne
  • Nationality: Vereinigte Staaten von Amerika
  • Top 3 works:
    • Dakota Ridge
    • The Color of Light
    • Phenomena astral tundra
  • Copyright status: Under copyright
  • Color intensity: leuchtend

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wie wurde Paul Jenkins geboren?
Frage 2:
Wo erhielt Jenkins zunächst seine künstlerische Ausbildung?
Frage 3:
Welche europäische Stadt besuchte Jenkins vor seinem Umzug nach Paris?
Frage 4:
Jenkins
Frage 5:
Welcher einflussreiche Philosoph inspirierte Jenkins dazu, „Phenomena“ als Präfixe in den Titel seiner Kunstwerke zu verwenden?

Paul Jenkins: Ein Pionier der fließenden Farbe und konzeptionellen Abstraktion

Paul Jenkins (geboren am 12. Juli 1923 in Kansas City, Missouri; gestorben am 9. Juni 2012 in New York, U.S.) gilt als eine außergewöhnliche Figur im Bereich der amerikanischen abstrakten Expressionismus und prägte damit einen wichtigen Abschnitt der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Seine künstlerische Entwicklung begann mit einem Studium an der Art Students League of New York unter Yasuo Kuniyoshi, dessen japanischer Einfluss sein einzigartiges visuelles Sprachgefühl nachhaltig beeinflusste. Diese frühe Ausbildung legte den Grundstein für Jenkins’ bahnbrechende Erkundung der lyrischen Abstraktion – eine Bewegung, die sich durch die bewusste Vermeidung von Darstellungsbildern zugunsten von Gefühlvollen Farbe und Texturwechseln auszeichnete. Jenkins' künstlerischer Durchbruch gelang ihm 1953 mit einer transformativen Reise nach Europa, insbesondere nach Sizilien, wo er drei Monate lang in der lebhaften Kultur und den künstlerischen Traditionen von Taormina eintauchte. Diese Erfahrung erweiterten seinen Horizont und festigten sein Engagement für Experimente und beschleunigten ihn auf den Weg nach Paris, Frankreich, wo er ein Atelier gründete und Kooperationen pflegte, die seinen Werdegang prägten. Von 1955 an bewegte sich Jenkins zwischen New York City und französischen intellektuellen Kreisen hin und her und setzte kontinuierlich Grenzen und definierte künstlerische Konventionen neu. Seine Signaturtechnik – „Phenomena“-Malerei – revolutionierte die abstrakte Kunst. Jenkins integrierte Goethes Farbtheorie in seinen Prozess und legte Pigmente sorgfältig übereinander, um einen faszinierenden Effekt zu erzielen. Diese Aufträge waren keine zufälligen Gesten; sie waren durchdachte Maßnahmen, die darauf abzielten, unerwartete Muster und Texturen zu erzeugen – eine bewusste Umarmung von Zufall innerhalb eines künstlerischen Intentionensystems. Das Präfix „Phenomena“ diente als konzeptioneller Ankerpunkt und ermutigte Jenkins dazu, Schlüsselwörter oder Phrasen auszuwählen, die für ihn persönlich resonierten und Titel in Aussagen über Beobachtung und Entdeckung zu verwandeln. Diese Methode erlaubte es ihm, eine tiefere Verbindung zwischen Sprache und Bild zu schaffen und somit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Konzeptkunst zu leisten. Ein entscheidender Moment in Jenkins’ Karriere war seine Teilnahme am Gutai-Kollektiv in Osaka im Jahr 1964. Auf Einladung von Jiro Yoshihara wurde er einem Kreis japanischer Künstler zugänglich gemacht, die sich der Erforschung des Ausdruckspotenzials spontaner Handlung und Materialität widmeten. Diese Zusammenarbeit eröffnete Jenkins neue Perspektiven und bereicherte sein Werk mit Einflüssen aus östlichen Kunsttraditionen und verstärkte sein Engagement für das Überwinden künstlerischer Grenzen. Die entstandenen Gemälde verkörperten den Gutai-Ethos: kraftvolle Gesten, ungefilterte Farbe und ein unveränderliches Augenmerk auf die unmittelbare Erfahrung – eine klare Abkehr von akademischen Konventionen und eine Suche nach neuen Formen des künstlerischen Ausdrucks. Durch diese Zusammenarbeit konnte Jenkins einen wichtigen Beitrag zur internationalen Kunstgeschichte leisten und seine eigene künstlerische Vision weiterentwickeln. Jenkins’ Werk zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Farbgebung aus, die oft tiefgründige Emotionen und Gedanken widerspiegelt. Seine Gemälde sind bekannt für ihre Verwendung von großen Flächen von Farbe und ihren dynamischen Texturen, die einen Eindruck von Bewegung und Energie vermitteln. Er entwickelte eine einzigartige Methode der Malerei, bei der er verschiedene Pigmente übereinander auftrug und dabei häufig Zufall einbezog – eine bewusste Entscheidung gegen vollständige Kontrolle und eine Anerkennung der Rolle des Unvorhersehbaren im künstlerischen Prozess. Diese Herangehensweise spiegelt sich insbesondere in seinen sogenannten „Phenomena“-Kompositen wider, bei denen er Schlüsselwörter oder Phrasen als Ausgangspunkt für seine künstlerische Arbeit verwendete und damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Konzeptkunst leistete. Seine Werke werden bis heute intensiv studiert und gefeiert und gelten als zentrale Beispiele für die Kunst des 20. Jahrhunderts.