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Nino Longobardi

Kurzbiografie

  • Nationality: Italien
  • Born: 1953, Neapel, Italien
  • Museums on APS:
    • Ministerio der Äusseren Angelegenheiten und internationalen Zusammenarbeit. Collezione Farnesina
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  • Top-ranked work: Senza titolo
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  • Art period: Zeitgenössische Kunst
  • Top 3 works: Senza titolo
  • Works on APS: 1
  • Copyright status: Under copyright

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wie wurde Nino Longobardi hauptsächlich künstlerisch ausgebildet?
Frage 2:
Wer förderte Longobardis künstlerische Entwicklung und initiierte ihn auf den Weg zum internationalen Anerkennung?
Frage 3:
Welches Ereignis hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf Longobardis künstlerisches Sehen und Karriere?
Frage 4:
In welchem Museum wurde eine Ausstellung mit Nino Longobardi und anderen italienischen Künstlern gezeigt?
Frage 5:
Welches Thema findet sich wiederholt in Longobardis Gemälden?

Nino Longobardi: Echoes of Irpinia and the Poetics of Absence

Nino Longobardi (geboren 1953) ist ein italienischer Maler, Zeichner und Objektkünstler und einer der Protagonisten italienischer Malerei des 20. Jahrhunderts. Sein Werk zeichnet sich durch strenge, fast minimalistische Formen aus, es befasst sich mit der menschlichen Gestalt und dem Tod.

Frühe Einflüsse und Die Sammlung Terrae Motus

Longobardi’s künstlerische Entwicklung fand ihren Ursprung in Neapel im Kontext des gesellschaftlichen Umbruchs von 1980, einem entscheidenden Moment, der seine Vision prägte und ihn in den Fokus von Lucio Amelio brachte – dessen Förderung Zusammenarbeiten mit anderen Künstlern ermöglichte und ihn auf den Weg zum internationalen Anerkennung führte. Er wurde von den Avantgarde-Strömungen beeinflusst, die Italien in den Jahren 1960er und frühen 1970er prägten, insbesondere durch Joseph Beuys und Lucio Amelio’s Pionierarbeit bei der Gestaltung von Ausstellungen, die die Beziehung zwischen Kunst und sozialer Wirklichkeit hinterfragten. Das verheerende Erdbeben in Irpinia im Jahr 1980 diente als künstlerischer Anstoß und motivierte Amelio zur Organisation von „Terrae Motus Collection“, einem ambitionierten Projekt mit über fünfzig Künstlern, die sich mit den Folgen geologischer Instabilität auseinandersetzten – ein Unterfangen, das Longobardi’s Engagement für die Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen durch bildliche Sprache festigte. Diese kollektive Leistung unterstreicht die Bedeutung von Ort und Erinnerung bei der Gestaltung künstlerischen Ausdrucks.

Die menschliche Gestalt: Ein wiederkehrendes Motiv

Nach dem Erdbeben konzentrierte sich Longobardi zunehmend auf die Darstellung des menschlichen Körpers – Schädel, Nackengesichter und Einzelbilder wurden mit großer Sorgfalt gemalt und oft gegen einfache Hintergründe gesetzt, dominiert von gedämpften Farben. Seine künstlerischen Entscheidungen spiegelten eine bewusste Ablehnung von auffälliger Verzierung wider und bevorzugte stattdessen eine zurückhaltende Farbpalette aus Schwarz, Weiß, Braun, Beige und Grau, die ein Gefühl von ernsthafter Kontemplation vermittelte. Wiederkehrende Bilder – insbesondere stilisierte Schädel – wurden zu seinem künstlerischen Ausdrucksmittel und spiegelten seine Beschäftigung mit Tod und Verfall als grundlegenden Bestandteil des Lebenszyklus wider.

Internationale Ausstellungen und Anerkennung

Longobardi erlangte internationale Anerkennung durch die Teilnahme an bedeutenden internationalen Ausstellungen wie „Italian Art Now: An American Perspective“ im Solomon R. Guggenheim Museum (1982), neben Künstlern wie Sandro Chia, Enzo Cucchi, Giuseppe Penone und Luigi Ontani – ein Beweis für seinen Beitrag zum aufkommenden Transavantgarde-Bewegung. Seine Skulpturen wurden bei der Biennale von Venedig 56 (2011) besonders hervorgehoben und präsentierten „Codice Italia“, das die Begegnung zwischen Kunst und Landschaft durch eine Reihe eindrucksvoller Installationen erforschte. Darüber hinaus lebte Longobardi in Palazzo Tarsia, Neapel, und festigte damit seine Verbindung zum künstlerischen Erbe der Stadt.

Ein Künstler im Zeichen von Minimalismus und Kontemplation

Heute setzt Nino Longobardi weiterhin Kunstwerke ein, die durch ihre tiefgreifende Sensibilität für Materialität und Form gekennzeichnet sind – eine Tradition, die auf seine frühen Begegnungen mit Beuys und Amelio’s intellektueller Strenge zurückblickt. Sein Werk bleibt eine überzeugende Meditation über den menschlichen Zustand und spiegelt weiterhin ein dauerhaftes Interesse an der Auseinandersetzung mit Sterblichkeit durch künstlerischen Ausdruck wider. Er ist aktiv als Künstler und Bildhauer tätig und demonstriert damit, dass Longobardi’s Vision auch heute noch innerhalb des Diskurses zeitgenössischer Kunst resoniert.