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Morton Broffman

1933 - 2006

Kurzbiografie

  • Died: 2006
  • Top 3 works: Poor People
  • Born: 1933, Boston, Vereinigte Staaten von Amerika
  • Nationality: Vereinigte Staaten von Amerika
  • Top-ranked work: Poor People
  • Mehr Details anzeigen
  • Lifespan: 73 years
  • Museums on APS:
    • High Museum of Art
    • High Museum of Art
    • High Museum of Art
    • High Museum of Art
    • High Museum of Art
  • Works on APS: 1
  • Copyright status: Under copyright
  • Art period: Moderne

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
In welchem Jahr emigrierte George Grosz aus dem Nazi-Deutschland in die Vereinigten Staaten?
Frage 2:
Welches der folgenden Ereignisse führte dazu, dass Käthe Kollwitz gezwungen war, von der Fakultät der Akademie der Künste in Berlin zurückzutreten?
Frage 3:
Was war der Zweck von Freddy Mayors Galerieeröffnung in der Cork Street, London?
Frage 4:
Warum wurden Diego Riveras Wandgemälde im Rockefeller Center überdeckt?
Frage 5:
Was malte Frida Kahlo während ihrer Zeit in den Vereinigten Staaten?

Frühes Leben und künstlerische Anfänge

Dorothy Iannones Reise in die Welt der Kunst begann 1933 in Boston, Massachusetts – ein Jahr, das von tiefgreifenden Verschiebungen in der Weltgeschichte geprägt war, darunter der Aufstieg des Faschismus in Europa. Als Tochter von Sarah Pucci und Giovanni Giacometti war ihre Erziehung tief in der italienisch-amerikanischen Kultur verwurzelt, geformt durch den katholischen Glauben ihrer Mutter und das handwerkliche Erbe ihres Vaters als Zimmermann und Maler. Dieses duale Erbe – die traditionelle Handwerkskunst ihres Vaters und der expressive Geist ihrer Mutter – sollte ihre künstlerische Vision zutiefst beeinflussen. Die frühe Berührung mit der Kunst durch die Arbeit ihres Vaters, gepaart mit einer scharfen Beobachtungsgabe für die Welt um sie herum, legte den Grundstein für ihre späteren Auseinandersetzungen mit der menschlichen Form und ihren komplexen Emotionen. Mit dem Beginn ihrer ernsthaften Malerei im Jahr 1959 experimentierte sie zunächst mit abstrakten Formen, bevor sie allmählich Texte in ihre Werke integrierte – ein entscheidender Wandel, der ihren einzigartigen Stil definieren sollte. Die Beschlagnahmung von Henry Millers Tropic of Cancer durch den US-Zoll im Jahr 1966 diente als eine frühe, entscheidende Herausforderung durch die Zensur und nahm die Kämpfe vorweg, denen sie später in Bezug auf ihre eigene provokante Bildsprache gegenüberstehen sollte.

Surrealismus, Exploration und frühe Ausstellungen

Iannones künstlerische Entwicklung wurde maßgeblich durch ihre Auseinandersetzung mit der surrealistischen Bewegung im Jahr 1931 geprägt, eine Begegnung, die sich sowohl als formativ als auch letztlich als herausfordernd erwies. Sie schloss sich der Gruppe von André Breton an, angezogen von deren Erforschung des Unterbewussten und der Ablehnung des Rationalismus. Doch ihr kompromissloser Ansatz bei der Darstellung von Sexualität – ein zentrales Thema ihres Werkes – führte 1935 zu ihrem Ausschluss aus der Gruppe. Trotz dieses Rückschlags prägten surrealistische Prinzipien weiterhin ihren kreativen Prozess, manifestiert in traumartigen Bildern, Montagetechniken und einer Faszination für die symbolische Kraft von Objekten. Entscheidend war auch, dass sie während ihrer Reisen durch Europa und Nordafrika Beziehungen zu europäischen Expatriate-Künstlern wie Robert Filliou und George Brecht pflegte und so vielfältige Einflüsse aufnahm, die ihr künstlerisches Vokabular bereicherten. Ihre erste Einzelausstellung in der Stryke Gallery in New York City im Jahr 1974 markierte einen Wendepunkt und etablierte sie als eine bedeutende Figur innerhalb der Avantgarde-Szene.

Die „People“-Serie und die Konfrontation mit der Zensur

Das vielleicht ikonischste Werk Iannones ist die „People“-Serie, die 1966 begann und über die folgenden Jahrzehnte andauerte. Diese kleinen, flachen Holzskulpturen – die oft Schauspieler, Schriftsteller, mythologische Figuren und historische Persönlichkeiten mit dezent aufgemalten Genitalien darstellten – wurden zum Zankapfel der Kontroversen. Gegen ihre Arbeit wurden häufig Anklagen wegen Obszönität erhoben, was zu Beschlagnahmungen, Konfiszierungen und Rechtsstreitigkeiten führte. Trotz dieser Herausforderungen verteidigte Iannone erbittert ihr Recht auf künstlerischen Selbstausdruck und argumentierte, dass die Skulpturen nicht pornografisch beabsichtigt seien, sondern vielmehr Erkundungen menschlicher Sexualität und Identität darstellten. Der Kampf gegen die Zensur wurde zu einem prägenden Aspekt ihrer Karriere, der ihr Engagement für die künstlerische Freiheit bewies und gesellschaftliche Normen herausforderte. Die „Orgasmus-Box“, ein besonders provokatives Werk aus dem Jahr 1975, erlangte Berühmtheit, nachdem sie im Magazin Artforum vorgestellt wurde und später unter dem Titel „I Was Thinking Of You“ bekannt wurde.

Späteres Werk und Vermächtnis

In den späteren Jahren ihrer Karriere setzte Iannone die Erforschung von Themen wie Intimität, Verletzlichkeit und der menschlichen Existenz durch eine Vielzahl von Medien fort – darunter Gemälde, Zeichnungen, Drucke und Videoinstallationen. Ihr Werk wurde zunehmend introspektiv, reflektierte persönliche Erfahrungen und setzte sich mit schwierigen Emotionen auseinander. Die Einbeziehung von Porträts in ihr Œuvre – oft Auftragsarbeiten, aber stets von psychologischer Tiefe durchdrungen – demonstrierte ihre Fähigkeit, das Wesen ihrer Subjekte einzufangen. Ihr Porträt von Königin Elizabeth II. aus dem Jahr 1985, das heute in der National Portrait Gallery zu sehen ist, steht als Zeugnis ihres Könnens und ihrer künstlerischen Vision. Das Vermächtnis von Dorothy Iannone reicht weit über ihre einzelnen Kunstwerke hinaus; sie bleibt eine bedeutende Figur in der Geschichte der feministischen Kunst, die konventionelle Vorstellungen von Sexualität infrage stellte und die Grenzen des künstlerischen Ausdrucks verschob. Ihr Werk regt auch heute noch zum Nachdenken an und inspiriert den Dialog, was ihren Platz als wahrhaft einzigartige und einflussreiche Künstlerin festigt.