Wählen Sie eine Stimmung und der Raum antwortet – das Licht kühlt oder erwärmt, die Atmosphäre verändert ihren Rhythmus, und nur jene Werke, die dieses Gefühl in sich tragen, treten aus der Dunkelheit hervor. Alles andere tritt in den Schatten zurück.
Herbert Sonnenfeld: Ein Fenster in eine Verschwinnende Welt Geboren im Herzen des Berliner Bezirks Neukölln im Jahr 1906, war Herbert Sonnenfelds Leben untrennbar mit dem sich entfaltenden Drama der Weimarer Republik und dem Aufstieg des Nationalsozialismus verbunden. Zunächst verfolgte er eine Karriere als Versicherungsangestellter, doch sein Lebensweg änderte sich dramatisch nach Beginn der politischen Turbulenzen in Deutschland. Ein
e Reise nach Palästina im Jahr 1933 erwies sich als prägende Erfahrung und entfachte in ihm den Wunsch, das jüdische Leben – nicht nur seine Lebendigkeit, sondern auch seine zunehmende Verletzlichkeit – zu dokumentieren, legte so den Grundstein für ein bemerkenswertes fotografisches Erbe. Sonnenfelds Werk ist ein unschätzbarer historischer Bericht, der eindringliche Einblicke in eine Gemeinschaft gewährt, die vor Vertreibung, Verfolgun…