Wählen Sie eine Stimmung und der Raum antwortet – das Licht kühlt oder erwärmt, die Atmosphäre verändert ihren Rhythmus, und nur jene Werke, die dieses Gefühl in sich tragen, treten aus der Dunkelheit hervor. Alles andere tritt in den Schatten zurück.
Ein Zeuge des Wandels: Das Leben und Vermächtnis von Harry Shunk Harry Alexander Shunk, geboren 1924 in Reuthen, Deutschland, und verstorben 2006 in der Anonymität von Westbeth, New York City, war weit mehr als nur ein Fotograf; er war ein Chronist einer ganzen Ära. Auch wenn sein Name vielleicht nicht so unmittelbar bekannt ist wie die Namen der Künstler, die er dokumentierte, so ist Shunks Beitrag zur Kunstgeschichte doch von tiefer
Bedeutung. Gemeinsam mit seinem langjährigen Partner János Kender formte er das Duo „Shunk-Kender“ und schuf zusammen ein unvergleichliches visuelles Archiv der aufstrebenden Avantgarde-Szene in New York und Europa während der 1960er und 70er Jahre. Bei ihrer Arbeit ging es nicht darum, selbst Kunstwerke zu erschaffen, sondern vielmehr darum, die flüchtigen Momente des künstlerischen Schaffens, die Energie einer Bewegung und die Persön…