Frühes Leben und Einflüsse
- Geboren: Berlin, Deutschland (1913)
- Gestorben: 1985
- Benannt nach Meretlein aus Gottfried Kellers "Grüner Heinrich".
- Die Familie zog aufgrund des Militärdienstes ihres Vaters im Ersten Weltkrieg nach Delémont, Schweiz.
- Frühzeitige Auseinandersetzung mit Kunst und Künstlern in der Schweiz.
- Inspiriert von ihrer Tante Ruth Wenger und ihrem modernen Lebensstil.
- Beeinflusst vom Modernismus, Expressionismus, Fauvismus und Kubismus.
- Führte die Schriften von Carl Jung kennen und begann, Träume festzuhalten, die wichtige Quellen für ihre Kunst wurden.
- Das Werk von Paul Klee beeinflusste maßgeblich ihre künstlerische Entwicklung.
Karriere und Künstlerische Entwicklung
- Zog 1932 nach Paris und besuchte die Académie de la Grande Chaumière.
- Nahm ab 1933 an Surrealisten-Ausstellungen teil und knüpfte Kontakte zu André Breton, Man Ray, Max Ernst u.a.
- Erste Einzelausstellung 1936 in Basel bei der Galerie Schulthess.
- Künstlerische Blockade begann 1937 nach anfänglichem Erfolg; zerstörte einen Großteil ihrer Arbeit während dieser Zeit.
- Kehrte in den 1950er Jahren zur Kunst zurück und wandte sich früheren Stilen und Themen zu.
Hauptwerke und Stil
- Objekt (Le Déjeuner en fourrure) (1936): Ihr berühmtestes Werk – eine Teetasse, ein Untertasse und ein Löffel, die mit Pelz bedeckt sind. Dieses Stück erforscht Themen wie weibliche Sexualität, Luxus und Objektifizierung von Frauen.
- Ihre Arbeit enthielt oft Alltagsgegenstände, die angeordnet waren, um traumähnliche oder beunruhigende Szenarien hervorzurufen.
- Erforschte Themen wie Weiblichkeit, Ausbeutung und das Unterbewusstsein durch ihre Gemälde und Skulpturen.
- Stil gekennzeichnet durch eine Mischung aus Surrealismus, Dada-Einflüssen und persönlicher Symbolik.
Historische Bedeutung und Vermächtnis
- Gilt als führende Figur der surrealistischen Bewegung.
- Ihre Arbeit stellte herkömmliche Vorstellungen von Kunst und Geschlechterrollen in Frage.
- Objekt (Le Déjeuner en fourrure) wurde zu einem ikonischen Symbol der 20. Jahrhundert-Kunst, erworben vom MoMA kurz nach seiner Entstehung.
- Oppenheims Erforschung von Träumen, Sexualität und dem Unterbewusstsein findet bis heute Anklang beim zeitgenössischen Publikum.
- Ihre späteren Arbeiten betonten persönliche Freiheit und die "Androgynie des Geistes".
Wichtige Einflüsse und Künstlerkreis
- Carl Jung: Seine Theorien zur Psychoanalyse und Archetypen beeinflussten tiefgreifend ihre künstlerischen Themen und Bilder.
- Paul Klee: Inspiriert von seinem abstrakten Stil und der Erforschung von Farbe und Form.
- André Breton: Eine Schlüsselfigur der surrealistischen Bewegung, die ihre Arbeit ermutigte und förderte.
- Marcel Duchamp & Max Ernst: Ihr konzeptioneller Ansatz in der Kunst beeinflusste ihre Verwendung von Alltagsgegenständen.
- Man Ray: Kollaborierte mit Oppenheim an fotografischen Arbeiten, darunter Aktporträts.


