Margaret Sidney Davies: Eine Erbe der Kunstförderung und walisische Identität
Margaret Sidney Davies (14 Dezember 1884 – 13 März 1963) steht als eine zentrale Figur in der walisischen Kunstgeschichte, nicht nur für ihre eigenen künstlerischen Bemühungen, sondern vor allem für ihre transformierende Rolle bei der Gestaltung der Sammlung des Nationalmuseum Wales und der Gründung von Gregynog Press und Festival – Institutionen, die bis heute kulturelle Bedeutung haben. Geboren auf Llandinam, Gwynedd, in eine Familie tief verwurzelt im Industriefloran und geprägt von Philanthropie, besaß Davies eine natürliche Vorliebe für Schönheit und eine Entschlossenheit, künstlerische Exzellenz innerhalb ihres Landes zu fördern. Ihr Leben war untrennbar mit den intellektuellen Interessen ihrer Schwester Gwendoline Elizabeth Davies verbunden, wodurch eine Partnerschaft entstand, die das walisische kulturelle Landschaftsbild neu definierte.
Frühe Lebensgeschichte und Ausbildung
Davies’ frühe Jahre waren geprägt von einer privilegierten Erziehung auf Highfield School in Hendon, London, die ihr eine solide akademische Grundlage bot und gleichzeitig eine frühe Begegnung mit künstlerischen Sensibilitäten ermöglichte. Wie Gwendoline kultivierte sie eine Leidenschaft für Kunstsammlungen – eine Gewohnheit, die ihren Lebensweg bestimmen sollte. Ihre Ehe mit Trevor Fishlock brachte Stabilität und Gesellschaft ein und stärkte ihr Engagement für die Förderung der Künste und die Pflege walischer kultureller Traditionen.
Die Gründung von Gregynog Hall und Sammlung
Ein entscheidender Moment ereignete sich im Jahr 1922, als Davies und Gwendoline Gregynog Hall erwarben – ein prächtiges Anwesen eingebettet in Montgomeryshire – und es zu einem Zufluchtsort für künstlerische Kreativität und wissenschaftliche Forschung verwandelten. Erkennend die Mangel an international anerkannten walisischen Kunstwerken begannen sie ein ehrgeiziges Projekt: die Gründung von Gregynog Press, die fein gefertigte Auflagen von Werken sowohl englischer als auch walisischer Künstler herausgab. Gleichzeitig förderten sie die Einrichtung des Gregynog Musik Festivals, das ausgewählte Komponisten und Aufführende anzog – Ralph Vaughan Williams, Edward Elgar, Gustav Holst – wodurch Gregynog seine Position als Leuchtfeuer künstlerischer Innovation festigte. Das Festival dauerte durch den Ersten Weltkrieg und dessen Wiederbelebung unterstreicht Davies’ unerschütterliches Glauben an die Macht der Kunst, Menschen zu inspirieren und ihr Leben zu bereichern.
Davies’ künstlerische Tätigkeit & Sammlung
Während sie vor allem für ihre Förderung bekannt ist, war Margaret Sidney Davies selbst eine Amateurmalerin – eine Berufung, die Gwendolines künstlerische Neigung widerspiegelte. Ihre Sammlung begann bescheiden mit Hercules Brabazon Brabazon’ Gemälde „Venice“ im Jahr 1906 und entwickelte sich schnell zu einem umfassenden Überblick über Meisterwerke der französischen Impressionismus und des frühen 20. Jahrhunderts. Besonders hervorgehobene Werke waren Gemälde von Claude Monet, Vincent van Gogh und Edgar Degas sowie Pierre-Auguste Renoir und Berthe Morisot. Darüber hinaus setzte sie sich für die Aufnahme avantgardistischer Künstler wie Kokoschka und Sisley ein und demonstrierte damit ein tiefes Verständnis künstlerischer Trends und den Wunsch, das walisische Kunstverständnis auf der internationalen Bühne zu verbessern. Ihre Sammlung umfasste Werke von Künstlern wie Turner und Rembrandt sowie Gemälde von bedeutenden deutschen Malern wie Caspar David Friedrich und Wilhelm Leibl.
Vermächtnis und dauerhafte Wirkung
Davies’ Erbstiftung für das Nationalmuseum Wales – etwa 260 Kunstwerke – wurde zum Grundstein seiner internationalen Sammlung und festigte damit ihren Platz als eine der einflussreichsten Förderinnen Walens’. Ihre Hingabe an den Förderung künstlerischer Begegnungen und die Bewahrung walischer kultureller Identität inspiriert weiterhin Wissenschaftler und Künstler gleichermaßen. Die Davies-Schwestern bei Krieg Nr. 1, ihre Unterstützung für das französische Rotes Kreuz und ihr Engagement für belgische Künstler verkörperten ihren Mitgefühl und ihr Engagement für humanitäre Werte. Darüber hinaus trug sie maßgeblich zur Gründung von Gregynog Hall als Wohnungszentrum für künstlerische Forschung und Förderung bei und stellte damit sicher, dass ihre Vision der walisischen Kultur auch für kommende Generationen bestehen würde. Ihre Asche wurde auf Llandinam begraben – eine eindrucksvolle Erinnerung an ein Leben, das sich der Schönheit, Wissenschaftlichkeit und dem Fortschritt der walisischen Kunst widmete.