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Leopold Forstner

1878 - 1936

Kurzbiografie

  • Died: 1936
  • Art period: Moderne
  • Top 3 works: Mosaic “Wreath-Bearer”
  • Born: 1878, Bad Leonfelden, Österreich
  • Museums on APS:
    • MAK – Museum der angewandten Kunst
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    • MAK – Museum der angewandten Kunst
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  • Mehr Details anzeigen
  • Lifespan: 58 years
  • Nationality: Österreich
  • Top-ranked work: Mosaic “Wreath-Bearer”
  • Works on APS: 1
  • Copyright status: Public domain

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wie wurde Leopold Forstner geboren?
Frage 2:
Wer war sein wichtiger Mentor?
Frage 3:
Mit welchen Künstlern arbeitete Leopold Forstner zusammen?
Frage 4:
In welcher Kunstrichtung war Leopold Forstner tätig?
Frage 5:
Wo gründete Leopold Forstner seine Werkstätte?

Leben und Werk

Leopold Forstner wurde am zweiten November 1878 in Leonfelden, Oberösterreich geboren und war der einzige Sohn des Tischlers Franz Forstner sowie seiner Frau Anna geborene Kogseder. Drei seiner vier Schwestern starben bereits im Kindesalter. Seine künstlerische Ausbildung begann frühzeitig mit dem Besuch der Volksschule in Leonfelden und anschließend der Kaiser-Franz-Josef Bürgerschule und Staatshandwerksschule in Linz, wo er sich insbesondere für die Glasmalerei und Mosaikanstaltung begeistern konnte. Durch den Einfluss seines geistlichen Onkels Anton Forstner gelang ihm eine Ausnahme von der üblichen Lehre und er studierte ab 1899 an der k.k. Kunstgewerbeschule des k.k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie in Wien unter Anleitung von Karl Karger und seinem späteren Mentor Koloman Moser. Dieser prägte ihn nachhaltig und förderte sein Interesse für die Gestaltung neuer Formen und Materialien. Nach Abschluss seines Studiums setzte Forstner seine künstlerische Tätigkeit fort und arbeitete bereits ab 1901 als Zeichner, Maler und Illustrator. Er gründete im Jahr 1906 die „Wiener Mosaikwerkstätte“ und zwei Jahre später erhielt er den Gewerbeschein für die Herstellung von Glasmosaiken für sein erstes Atelier in Wien 9., Althanplatz 6 (heute Julius-Tandler-Platz). Besonders beeindruckt war Forstner von der venezianischen und florentinischen Kunst des Mittelalters und seiner Zeit, insbesondere von den großen Kirchenfenstern und Fresken. Er ließ sich intensiv von diesen Werken inspirieren und entwickelte eine eigene künstlerische Sprache, die sowohl traditionelle Elemente als auch neue Ideen vereinte. Im Jahr 1908 fand auf Anregung von Gustav Klimt und Josef Hoffmann die Wiener Kunstschau statt, bei der sich Forstner erstmals einem breiten Publikum präsentieren konnte. Die Ausstellung wurde zu einem wichtigen Ereignis für die österreichische Kunstszene und zeigte die Bedeutung des Jugendstils als Ausdruck einer neuen künstlerischen Sensibilität. Er stellte dort eine Auswahl von Gemälden und Mosaiken aus, darunter auch ein beeindruckendes Werk zum Thema „Die Schönheit der Natur“, das für sein außergewöhnliches Farbspiel und seine technische Raffinesse gefeiert wurde. Gleichzeitig engagierte sich Forstner aktiv im gesellschaftlichen Leben und unterstützte verschiedene kulturelle Projekte. Er war Mitglied im Hagenbund und arbeitete eng mit anderen Künstlern zusammen, darunter auch Otto Wagner und Emil Hoppe, um neue künstlerische Ideen zu entwickeln und innovative Projekte zu verwirklichen. Die Gründung der „Wiener Mosaikwerkstätte“ im Jahr 1908 markierte einen entscheidenden Wendepunkt in Forstners künstlerischer Karriere. Er gründete damit ein eigenes Unternehmen und konnte sich auf die Herstellung von hochwertigen Glasmosaiken spezialisieren, die sowohl für öffentliche Gebäude als auch für private Wohnräume eingesetzt wurden. Durch seine Zusammenarbeit mit renommierten Architekten und Künstlern gelang es ihm, zahlreiche beeindruckende Projekte zu verwirklichen und einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Jugendstils zu leisten. Besonders bekannt wurde Forstner für seine Arbeit am Palais Stoclet, wo er gemeinsam mit Gustav Klimt und anderen Künstlern ein außergewöhnliches Kunstwerk geschaffen hat – das berühmte Mosaikfrieze, das bis heute eine Ikone der modernen Architektur darstellt. Er setzte dabei neue technische Methoden ein und entwickelte innovative Gestaltungskonzepte, die für ihre Zeit einzigartig waren. Seine Arbeiten wurden weltweit gefeiert und tragen bis heute zur Förderung des Jugendstils bei. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs diente Forstner als Sammeloffizier in Albanien und Mazedonien und engagierte sich aktiv im Kriegsdienst. Er setzte sein künstlerisches Wissen und seine Fähigkeiten auch hier ein und arbeitete an verschiedenen Kriegsbauten und Erinnerungsstätten mit. Nach Kriegsende gründete er eine neue Werkstätte zur Herstellung von Edelglas und eröffnete im Jahr 1920 die „Edelglaswerke AG“ in Stockerau, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1936 tätig blieb. Er widmete sich weiterhin der künstlerischen Gestaltung und Entwicklung neuer Projekte und setzte sein Engagement für die Förderung des Jugendstils fort. Sein Werk umfasst über 500 Gemälde und Zeichnungen sowie zahlreiche Mosaike und Glasarbeiten, die heute in Museen weltweit zu sehen sind und eine beeindruckende Dokumentation seiner künstlerischen Tätigkeit darstellen. Leopold Forstner starb am fünften November 1936 in Stockerau und hinterließ ein bedeutendes künstlerisches Erbe, das bis heute für seine Zeit einzigartig ist.