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Joyce Kozloff

Kurzbiografie

  • Nationality: Vereinigte Staaten
  • Top 3 works:
    • Untitled
    • Maui Sugar Plantations from Femfolio
    • Pictures and Borders III
  • Also known as: Joyce Blumberg
  • Copyright status: Under copyright
  • Mehr Details anzeigen
  • Top-ranked work: Untitled
  • Works on APS: 5
  • Born: 1942, Somerville, Vereinigte Staaten
  • Art period: Moderne

Joyce Kozloff ist eine amerikanische Künstlerin, deren politisch engagiertes Werk seit den frühen 1990er Jahren tief in der Kartografie verwurzelt ist.
Kozloff war eines der Gründungsmitglieder der Pattern and Decoration-Bewegung und eine prägende Figur der feministischen Kunstbewegungen der 1970er Jahre. Zeit ihres Lebens setzte sie sich aktiv in Frauen- und Friedensbewegungen ein und war zudem Mitbegründerin des Heresies-Kollektivs.
Joyce Blumberg wurde am 14. Dezember 1942 in Somerville, New Jersey, als Tochter von Adele Rosenberg und Leonard Blumberg geboren. Ihr Vater, ein in New Jersey geborener Anwalt, und ihre Mutter, die sich in Gemeinschaftsorganisationen engagierte, hatten familiäre Wurzeln in Litauen. Neben ihren zwei jüngeren Brüdern Bruce und Allen prägten Reisen und Bildung ihren Weg: Im Sommer 1chung 1959 studierte Joyce Kunst an der Art Students League in New York, besuchte später die Rutgers University sowie die Università di Firenze und erlangte 1964 ihren Bachelor of Fine Arts am Carnegie Institute of Technology. Mit einem Master of Fine Arts aus der Columbia University im Jahr 1967 festigte sie ihre akademische Basis.
Am 2. Juli 1967 heiratete sie Max Kozloff, einen bedeutenden Kunst- und Fotokritiker, in der Heimat ihrer Eltern. Ihr Sohn Nikolas ist heute als Schriftsteller tätig. Ab 1964 lebte Kozloff weitgehend in New York, mit kurzen, prägenden Auszeiten in Los Angeles und Rom.

Ihre künstlerische Identität formte sich im Geiste des Widerstands. 1971 schloss sie sich anderen Künstlerinnen zum Los Angeles Council of Women Artists zusammen, um gegen die mangelnde Repräsentation von Frauen in den Sammlungen des LACMA zu protestieren. Nach ihrer Rückkehr nach New York blieb sie eine treibende Kraft der feministischen Bewegung und gründete 1als Mitbegründerin das Heresies-Kollektiv, das durch seine Publikation über Kunst und Politik weitreichende Bedeutung erlangte.

Die Welt wurde für Kozloff zu ihrer Leinwand. Durch Reisen nach Mexiko, Marokko und die Türkei entdeckte sie die „dekorativen Traditionen“ und die kulturelle Tiefe des Ornaments. Dabei erkannte sie eine tiefgreifende Ungerechtigkeit: Die Hierarchie der Künste hatte die dekorative Kunst – oft das Terrain von Frauen und nicht-westlichen Kulturen – abgewertet, um die Vorherrschaft europäisch-amerikanischer männlicher Produktion zu legitimieren. Inspiriert durch Mentorinnen wie Miriam Schapiro und Nancy Spero, begann sie 1973, die Grenze zwischen „hoher Kunst“ und Dekoration einzureißen. In großformatigen Gemälden webte sie weltweite Muster zu einem expansiven Feld zusammen.

Ein Höhepunkt dieser Ära war das Projekt An Interior Decorated in den späten 1970er Jahren – eine monumentale Installation aus Siebdruck-Textilien, glasierten Fliesen und Lithografien auf chinesischer Seidenpapier, die eine visuelle Anthologie globaler Handwerkskunst darstellte, von kaukasischen Kilims bis hin zu aztekischer Keramik. Die Kunstkritikerin Carrie Rickey beschrieb es treffend als den Ort, an dem Malerei auf Architektur und Kunst auf Handwerk trifft.

Ihre Hinwendung zur öffentlichen Kunst fand ihren Ursprung im Oakland Project unter Robert Lepper, wo sie lernte, die Infrastruktur und die Menschen einer Stadt künstlerisch zu dokumentieren. Dies war ihre „Initiation in die Welt außerhalb“. Ob als Wandbild in der U-Bahn von Harvard Square oder durch großformatige Mosaikarbeiten in Philadelphia – ihre Werke sind oft ortsspezifische Dialoge mit der Geschichte eines Ortes. Durch die Verbindung von Glasmosaiken, Keramiken und historischen Zitaten schuf sie kollaborative Kunstwerke, die Architektur, Gemeinschaft und Geschichte zu einem unauflöslichen Ganzen verweben.

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