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Joseph Parrocel

1646 - 1704

Kurzbiografie

  • Creative periods: mature period
  • Nationality: Frankreich
  • Lifespan: 58 years
  • Born: 1646, Frankreich
  • Top-ranked work: Battle by the Windmill
  • Art period: Frühe Neuzeit
  • Mehr…
  • Top 3 works:
    • Battle by the Windmill
    • Madame La Comtesse De Saint Geran
    • The Boar Hunt
  • Copyright status: Public domain
  • Museums on APS:
    • Eremitage Museum
    • Eremitage Museum
    • Eremitage Museum
    • Eremitage Museum
    • Eremitage Museum
  • Works on APS: 20
  • Died: 1704
  • Movements: baroque

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wie war Joseph Parrocel hauptsächlich bekannt für seine Gemälde?
Frage 2:
Unter wem studierte Joseph Parrocel die Darstellung von Schlachtbildern in Rom?
Frage 3:
Mit welcher königlichen Aufgabe wurde der Marquis de Louvois Joseph Parrocel beauftragt, trotz Widerstands von Charles Le Brun?
Frage 4:
In welchem Jahr wurde Joseph Parrocel als Akademiker bei der Académie Royale de Peinture et de Sculpture aufgenommen?
Frage 5:
Was führte zum abrupten Rückzug von Joseph Parrocel aus Italien?

A Life Forged in Battle and Brushstrokes

Joseph Parrocel (1646-1704) war ein französischer Maler des Barock, der durch Zeichnungen und Gemälde von Schlachten seiner Zeit bekannt wurde (Spitzname Parrocel des Batailles). Er gilt als einer der bedeutendsten Künstler seines Jahrhunderts und prägte maßgeblich die Kunst des französischen Absolutismus. Seine Werke zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Dynamik und Farbgebung aus, insbesondere seine Darstellung von historischen Ereignissen und Schlachten.

Leben und Ausbildung

Joseph Parrocel wurde am 3. Oktober 1646 in Brignoles (Var) geboren und entstammt einer Künstlerfamilie, die über insgesamt sechs Generationen insgesamt 14 Maler hervorbrachte. Sein Großvater Georges Parrocel und sein Vater Barthélemy Parrocel waren bereits beide im Languedoc tätig und etablierten sich als bedeutende Künstler ihrer Zeit. Diese künstlerische Tradition prägte Josephs eigene Entwicklung und führte dazu, dass er frühzeitig die Zeichenlehre seines Bruders Louis erhielt, einem ebenfalls erfolgreichen Maler in Languedoc. Bereits mit dreizehn Jahren floh Parrocel nach Marseille und konnte dort schnell Aufmerksamkeit gewinnen und Aufträge für Szenen erhalten, die das Leben des Heiligen Antonius von Padua darstellten. Diese frühe künstlerische Ausbildung ermöglichte ihm einen umfassenden Zugang zur Kunstgeschichte und zu verschiedenen künstlerischen Stilen.

Die Italienreise und Begegnungen mit Meisterwerken

Nach einer kurzen Rückkehr nach Provence setzte Parrocel seine Reise fort und besuchte Rom, wo er unter Anleitung von Jacques Courtois studierte – bekannt als „le Bourguignon“ oder „il Borgognone“. Courtois war ein Meister der Schlachtmalerei und prägte Parrocel’s Verständnis für dramatische Komposition und die Darstellung militärischer Konflikte maßgeblich. Darüber hinaus ließ sich Parrocel vom Stil von Salvator Rosa beeinflussen, dessen proto-romantische Sensibilität eine zusätzliche Ebene der Emotionalität in seine Werke einbrachte. Durch Italien reiste er weiter und erreichte schließlich Venedig, wo ihn eine lebensgefährliche Anschuldigung überraschte und ihn dazu zwang, Frankreich zu verlassen. Diese Erfahrung verstärkte sein künstlerisches Engagement und führte ihn zurück nach Paris im Jahr 1675.

Die Förderung durch Ludwig XIV. und die Kunst des Versailles

In Paris etablierte sich Parrocel schnell als führender Künstler seiner Zeit und wurde von der Akademie der Malerei und Bildhauerei aufgenommen, wo er bereits 1676 Mitglied wurde und später offiziell akademischer Rat wurde. Besonders prägend war seine Zusammenarbeit mit Ludwig XIV., dem französischen König, der ihm zahlreiche Aufträge für dekorative Projekte vergab – insbesondere für den Bau des Schloss Versailles und Marly. Durch diese Förderung konnte Parrocel seinen künstlerischen Stil perfektionieren und einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Kunst des französischen Absolutismus leisten. Seine Gemälde prägten die Innenräume von Versailles und Marly und verkörperten die Pracht und Macht des Königs. Er gilt als einer der wichtigsten Künstler seiner Zeit und wird bis heute für seine außergewöhnliche Darstellung historischer Ereignisse und Schlachten gefeiert.

Werk und Stil

Parrocel zeichnete sich durch einen einzigartigen künstlerischen Stil aus, der sich durch breite, energiegeladene Pinselstriche und intensive Farben ausgezeichnete. Er bevorzugte die Darstellung von Schlachtenszenen und historischen Ereignissen und setzte dabei auf eine hohe Dramatik und Bewegungskraft. Seine Gemälde sind geprägt von einer außergewöhnlichen Beobachtungsgabe und einem tiefen Verständnis für die menschliche Psyche. Zu seinen bekanntesten Werken zählen darunter „Die Schlacht von Maastricht“, „Der Angriff der Kavallerie“ und „Die Kreuzigung Jesu Christi“. Besonders beeindruckend ist seine Darstellung von Schlachten, insbesondere „Die Schlacht von Gravelines“, bei der er eine außergewöhnliche Dynamik und Farbgebung erreichte. Sein Einfluss auf die Kunst seiner Zeit war enorm und prägte den Stil vieler Künstler des Barock und später auch des Rokoko. Er gilt als einer der bedeutenden Vertreter seines Jahrhunderts und wird bis heute für seine außergewöhnliche künstlerische Leistung gefeiert.