Frühes Leben und Hintergrund
- Geburt und Ursprünge: John Ramage wurde 1748 in Dublin, Irland, geboren. Einzelheiten über seine Eltern sind spärlich.
- Künstlerische Ausbildung: Er trat 1763 der Dublin Society of Artists bei, was ein frühes Engagement in Künstlerkreisen und eine formelle Ausbildung signalisiert. Dies deutet auf eine Grundlage in Zeichen- und Maltechniken hin, die zu dieser Zeit verbreitet waren.
- Frühe Karriere als Goldschmied und Miniaturist: Ramage begann seine Karriere sowohl als Goldschmied als auch als Miniaturist, was Vielseitigkeit und ein Verständnis für dekorative Künste neben der Porträtmalerei demonstrierte.
- Auswanderung nach Nordamerika: Im Jahr 1772 wanderte er nach Halifax, Nova Scotia, aus, was den Beginn seiner künstlerischen Reise in Nordamerika markierte.
Leben während der Amerikanischen Revolution
- Loyalistische Zugehörigkeit: Ramages Loyalität lag während der Amerikanischen Revolution auf Seiten der britischen Krone. Er trat den "Loyal Irish Volunteers" in Boston bei, einer militärischen Einheit, die die Stadt verteidigte.
- Eheliche Komplikationen: Sein persönliches Leben wurde in dieser Zeit kompliziert. Er heiratete Victoria Ball im Jahr 1776, heiratete aber später eine Frau namens „Mrs. Taylor“, während er sich in Halifax befand, was zu rechtlichen Problemen und einer Scheidung für Ball führte.
- Evakuierung aus Boston: Im Jahr 1776 evakuierte er mit britischen Truppen aus Boston und ließ sich zurück in Halifax nieder.
- Umzug nach New York City: Er zog 1777 nach New York City, um Zuflucht zu suchen und seine künstlerische Tätigkeit fortzusetzen.
- Militärdienst: Ramage diente als Second Lieutenant in der City Militia von New York und demonstrierte damit sein Engagement über seine künstlerischen Bestrebungen hinaus.
Künstlerische Karriere und bemerkenswerte Werke
- Porträtminiaturen: Ramage wurde für seine Porträtminiaturen auf Elfenbein bekannt, einem beliebten Stil zu dieser Zeit. Seine Fähigkeit lag in der delikaten Schattierung durch Kreuzschraffur und feine lineare Striche zur Modellierung von Gesichtern.
- George Washington Portrait: Sein bedeutendstes Werk war die Malerei von George Washington während seiner Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten im Jahr 1789. Damit wurde er der erste Künstler, der den Präsidenten offiziell porträtierte. Es sind zwei verschiedene Miniaturen von Washington bekannt.
- Bemerkenswerte Auftraggeber: Er zog einen wohlhabenden Kundenstamm an, darunter prominente Persönlichkeiten wie die Pintards, Gerrys, Ludlows, Van Rensselaers und Van Cortlands.
- Goldschmiedekunst: Ramages Expertise erstreckte sich über das Malen hinaus; er fertigte elegante Gehäuse für seine Miniaturen an und demonstrierte damit seine Goldschmiedefähigkeiten.
Späteres Leben und Vermächtnis
- Finanzielle Schwierigkeiten und Exil: Ramage floh 1794 aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nach Montreal, um Schulden zu entgehen, und erlebte dort Not und Gefangenschaft bei seiner Ankunft.
- Fortgesetzte künstlerische Bemühungen: Trotz der Herausforderungen versuchte er, seine künstlerische Karriere in Montreal wiederzubeleben und behauptete, "außergewöhnliche Bilder" gemalt zu haben.
- Tod und Begräbnis: John Ramage starb am 24. Oktober 1802 in Montreal. Er wurde mit minimalem Zeremoniell begraben, was seine Isolation zum Zeitpunkt seines Todes widerspiegelte.
- Historische Bedeutung: Ramages Vermächtnis beruht hauptsächlich darauf, der erste Künstler gewesen zu sein, der George Washington als Präsident porträtierte, ein bedeutendes historisches Dokument und künstlerische Leistung. Seine Miniaturen geben wertvolle Einblicke in die Mode und Gesellschaftskreise des späten 18. Jahrhunderts in Amerika. Zeitgenössischer Künstler William R. Dunlap bezeichnete ihn als "den besten Künstler seines Fachs in Amerika".


