John Middleton: Ein Kurzes, Aber Brillantes Schaffen
- Geboren: Norwich, Großbritannien (9. Januar 1827)
- Gestorben: 11. November 1856 (im Alter von 29 Jahren)
- Herkunft: WahooArt
John Middleton war ein englischer Künstler, der für seine herausragenden Aquarellmalereien gefeiert wurde. Als jüngstes und bedeutendstes Mitglied der Norwich School der Maler wurde seine Karriere tragisch mit seinem Tod im Alter von 29 Jahren beendet. Trotz dieser Kürze hinterließ er ein Erbe an Werken, die für ihre Reinheit, Selbstsicherheit und Frische bewundert werden.
Frühes Leben und Künstlerische Ausbildung
- Familienhintergrund: Middletons Vater, ebenfalls John genannt, war ein Glasmaler aus Norwich, der Daniel Coppin folgte, einem Gründungsmitglied der Norwich Society of Artists. Seine Mutter malte Pflanzen und stellte gelegentlich mit der Gesellschaft aus.
- Ausbildung: Er besuchte die Norwich Grammar School und erhielt unter der Anleitung prominenter Persönlichkeiten wie John Berney Crome und Henry Bright eine künstlerische Ausbildung.
- Mentorenschaft von Thomas Lound: Ein entscheidender Einfluss auf Middletons Entwicklung war seine enge Beziehung und Lehrlingszeit bei Thomas Lound, der ihm Aquarelltechniken beibrachte und später viele seiner Gemälde erwarb.
- Frühe Ausstellungen: Middleton begann bereits vor seinem zwanzigsten Lebensjahr seine Arbeiten auszustellen und zeigte sie sowohl in der Royal Academy als auch im British Institution.
Künstlerischer Stil und Einflüsse
- Zugehörigkeit zur Norwich School: Als Mitglied der Norwich School teilte Middleton ihren Fokus auf die Darstellung der Norfolk-Landschaft und lokaler Szenen mit Realismus und Liebe zum Detail.
- Einfluss von Henry Bright: Brights Einfluss ist in Middletons Stil erkennbar, was es manchmal schwierig macht, zwischen ihren Werken zu unterscheiden.
- Wirkung von John Berney Ladbrooke: Ein weiterer bedeutender Künstler der Norwich School, Ladbrooke, trug ebenfalls zur künstlerischen Entwicklung Middletons bei.
- Moderner Anschein: Kunsthistoriker haben festgestellt, dass Middletons Gemälde eine Frische und Selbstsicherheit besitzen, die ihnen einen moderneren Anstrich verleihen als die oft übermäßig detaillierten Werke anderer viktorianischer Maler.
- Experimente mit Fotografie: Er war ein frühes Mitglied der fotografischen Gemeinschaft von Norwich und nutzte gewachste Papiernegative, um Bilder der Norfolk-Landschaft festzuhalten – ein einzigartiger Aspekt seiner künstlerischen Bestrebungen.
Wichtige Werke und Errungenschaften
- Ausstellungen in London: Middleton stellte zwischen 1847 und 1855 vierzehn Gemälde in der Royal Academy und fünfzehn im British Institution aus und erlangte damit beträchtlichen Ruhm.
- Bemerkenswerte Gemälde: Zu seinen bekanntesten Werken gehören "Ein schöner Februartag (Hellesdon, Norfolk)", "Landschaft mit Kahleichen" und "Felsiger Bach". Diese Werke veranschaulichen seine Fähigkeit, atmosphärische Landschaften und natürliche Details einzufangen.
- Radierungen: Er fertigte neun Radierungen an, die über seine Aquarellmalerei hinausgehende Vielseitigkeit demonstrieren.
- Reisen und Sujets: Seine Reisen nach Tunbridge Wells (Kent) und der Küste von Devon inspirierten viele seiner Werke, darunter "Clovelly, an der Küste von Devonshire".
Tragischer Verlust und Vermächtnis
- Früher Tod: Middleton erlag 1856 im Alter von 29 Jahren einer Tuberkulose. Kunsthistorikerin Josephine Walpole beschrieb seinen Tod als "das höchste Drama für die Norwich School".
- Vergleich mit Cotman und Thirtle: Walpole betrachtete Middletons Talent als Aquarellist als gleichwertig oder sogar überlegen gegenüber dem von John Sell Cotman und John Thirtle.
- Bleibender Einfluss: Trotz seiner kurzen Karriere wird John Middleton als eine bedeutende Figur in der Norwich School in Erinnerung behalten, dessen frische Perspektive und selbstbewusste Technik einen bleibenden Eindruck auf die britische Kunst hinterließ. Seine Fähigkeit, das Wesen der Norfolk-Landschaft einzufangen, wird von Kunstliebhabern bis heute geschätzt.


