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Kurzbiografie

  • Best occasions: statement-piece
  • Room fit:
    • wohnbereich
    • empfangsbereich
  • Works on APS: 15
  • Art period: Frühe Neuzeit
  • Museums on APS:
    • Alte Nationalgalerie
    • Alte Nationalgalerie
    • Alte Nationalgalerie
    • Alte Nationalgalerie
    • Alte Nationalgalerie
  • Died: 1850
  • Mediums: marmor
  • Gift suitability: other-none
  • Nationality: Deutschland
  • Mehr…
  • Lifespan: 86 years
  • Born: 1764, Berlin, Deutschland
  • Vibe: klassisch
  • Emotional tone: reflektierend
  • Copyright status: Public domain
  • Top-ranked work: Double statue of the princesses Luise and Friederike of Prussia
  • Creative periods: mature period
  • Movements: neoclassical sculpture
  • Top 3 works:
    • Double statue of the princesses Luise and Friederike of Prussia
    • Draped Female Figure
    • Goethe Medal

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wo wurde Johann Gottfried Schadow geboren?
Frage 2:
Welches bedeutende Ereignis ereignete sich früh in Schadows Karriere im Zusammenhang mit seinem ersten Lehrer, Tassaert?
Frage 3:
Welcher Kunststil beschreibt am besten Schadows künstlerischen Stil?
Frage 4:
Was ist eines von Schadows bekanntesten Werken, das prominent in Berlin zu sehen ist?
Frage 5:
Welche wichtige Position hatte Schadow neben seiner Tätigkeit als Bildhauer?

Johann Gottfried Schadow: Ein Leben in der Skulptur

  • Geboren: Berlin, Deutschland (1764)
  • Gestorben: 1850

Johann Gottfried Schadow war ein bedeutender deutscher preußischer Bildhauer, der eine bleibende Spur in der Kunstwelt hinterließ. Geboren in Berlin als Sohn eines armen Schneiders, nahm sein frühes Leben einen bemerkenswerten Wendepunkt, als er Lehrling bei Antoine Tassaert wurde, einem renommierten Bildhauer, der von Friedrich dem Großen gefördert wurde. Diese Mentorenschaft erwies sich als entscheidend, führte jedoch auch zu einer dramatischen persönlichen Veränderung – Schadow heiratete heimlich Marianne Devidel, eine jüdische Frau, und widersetzte sich damit Tassaerts Erwartungen und begab sich auf eine Reise, die seine künstlerische Entwicklung prägen sollte.

Frühe Ausbildung und künstlerische Entwicklung

Nach seiner Heirat erhielt Schadow finanzielle Unterstützung von Tassaert für ein dreijähriges Studium in Italien. Diese Zeit in Rom war entscheidend und beeinflusste seinen Stil maßgeblich und festigte seine Grundlage in der klassischen Bildhauerei. Nach seiner Rückkehr nach Berlin im Jahr 1788 trat er die Nachfolge von Tassaert als Hofbildhauer und Sekretär der Preußischen Akademie der Künste an – eine Position, die er über ein halbes Jahrhundert lang innehatte.

Hauptwerke und künstlerischer Stil

  • Monumentale Statuen: Schadow schuf ein beeindruckendes Œuvre von mehr als zweihundert Werken. Zu seinen ambitioniertesten Projekten gehörten monumentale Statuen von Friedrich dem Großen in Stettin, Blücher in Rostock und Luther in Wittenberg.
  • Porträtkunst: Er zeichnete sich im Porträtdibildhauer aus und schuf bemerkenswerte Werke wie "Friedrich der Große beim Flötenspiel" und die "Krone-Prinzessin Louise und ihre Schwester Frederica". Sein Können erstreckte sich auch auf Büsten, von denen über hundert entstanden sind, darunter siebzehn kolossale Köpfe für das Walhalla in Regensburg.
  • Eklektischer Stil: Schadows Stil war durch seine Vielfalt gekennzeichnet und umfasste sowohl klassische Einflüsse als auch eine einzigartige künstlerische Vision. Er wird besonders für seine Beiträge zum Neoklassizismus gefeiert, wie sie sich an der Quadriga am Brandenburger Tor und dem allegorischen Friesade des Königlichen Münzwerks in Berlin zeigen.

Einfluss und Vermächtnis

Schadows Einfluss reichte über seine bildhauerischen Leistungen hinaus. Als Direktor der Berliner Akademie übte er eine beträchtliche künstlerische Führung aus. Er schrieb ausführlich zu Themen wie den Proportionen des menschlichen Körpers und der nationalen Physiognomie und leistete damit einen Beitrag zur Kunsttheorie und -pädagogik. Sein Interesse an der Physiognomik wird durch eine Zeichnung belegt, die er von Harry Maitey, dem ersten Hawaiianer in Preußen, fertigte.

  • Freundschaft mit Goethe: Schadow entwickelte eine enge Freundschaft zu Johann Wolfgang von Goethe, was sich darin zeigt, dass Goethes Sohn Schadow in Weimar besuchte. Schadow schuf zwölf Bronzemedaillons von Goethe, eines davon befindet sich im British Museum und wurde 2009 Dr. Daisaku Ikeda für seine Beiträge zum Frieden und Goethes Philosophie verliehen.
  • Familienvermögen: Seine Söhne Rudolph und Friedrich Wilhelm erlangten ebenfalls Anerkennung als Bildhauer bzw. Maler, während sein Enkel, Admiral Felix von Bendemann, in der Deutschen Kaiserlichen Marine diente.
  • Ausstellung der Werke: Schadows Skulpturen und Büsten können heute in Institutionen wie der Friedrichswerderschen Kirche und der Alten Nationalgalerie in Berlin bewundert werden.

Historische Bedeutung

Obwohl Johann Gottfried Schadow nicht ausschließlich als christlicher Bildhauer kategorisiert wird, gilt er für seine bedeutenden Beiträge zum deutschen Neoklassizismus und zur Porträtkunst. Seine Arbeit an der Quadriga am Brandenburger Tor ist ein ikonisches Symbol Berlins und festigt seinen Platz als einer der wichtigsten preußischen Bildhauer.