Die multidisziplinäre Vision von Johan Lennarts
Johan Lennarts war ein niederländischer Künstler, dessen schöpferisches Schaffen eine beeindruckende Bandbreite an Medien umfasste, darunter Skulptur, Glasmalerei, Leinwandmalerei, Fotografie und Installationskunst. Über die bildenden Künste hinaus war er ein produktiver Schriftsteller, der Gedichte, Theaterstücke und Romane verfasste. Seine künstlerische Reise begann bereits in der Kindheit; nach einer Studienzeit am Beekvliet-Seminar kehrte er während seiner Zeit am HBS zum Zeichnen zurück. Obwohl er die Königliche Akademie der Künste in Den Bosch und die Kunstakademie in Tilburg besuchte, gilt er oft als Autodidakt.
Seine stilistische Entwicklung war von bedeutenden Wandlungen geprägt. In den 1950er Jahren arbeitete er unter dem Einfluss der CoBrA-Bewegung und schloss sich dem Verband Vrije Expressieven an. Später war er Mitbegründer des Kollektivs Schijt aan Schilderkunst (SAS), dessen Ausstellung seine Faszination für die Farbe Grün offenbarte, was schließlich zur Kreation seines ganz eigenen „Lennartsgreen“ führte. In den 1970er Jahren ging sein Werk in eine „zweite Lennarts“-Phase über, die durch lebensfrohe, in kalligraphischer Manier ausgeführte Landschaften gekennzeichnet war.
Themen und Sujets
Lennarts’ Werk erkundete häufig vielfältige Sujets, die von Porträts und Tieren bis hin zu Blumen reichten. Seine spätere Phase war tiefgreifend von den philosophischen Schriften Ludwig Wittgensteins und Martin Heideggers beeinflusst, was zu Gemälden von „leeren Orten“ führte. Zu diesen Kompositionen gehörten:
Zu seinen literarischen Errungenschaften zählt der Roman Koekoeksklok in Utopia (Eine Kuckucksuhr in Utopia). Im Laufe seines Lebens lebte Lennarts an verschiedenen Orten, darunter Eindhoven, Griendtsveen und Amsterdam, bevor er schließlich nach Frankreich zog.