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Jean Barbault

1718 - 1762

Kurzbiografie

  • Art period: Frühe Neuzeit
  • Died: 1762
  • Works on APS: 8
  • Nationality: Frankreich
  • Born: 1718, Viarmes, Frankreich
  • Top-ranked work: Sultane grecque
  • Top 3 works:
    • Sultane grecque
    • Griechische Sultane
    • Femmes drapées de blanc
  • Mehr Details anzeigen
  • Best occasions: statement-piece
  • Room fit: wohnbereich
  • Copyright status: Public domain
  • Mediums: öl auf leinwand
  • Lifespan: 44 years
  • Museums on APS:
    • Louvre
    • Louvre
    • Louvre
    • Louvre
    • Louvre

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wo wurde Jean Barbault geboren?
Frage 2:
Was war ein bedeutender Schwerpunkt von Barbaults künstlerischer Arbeit?
Frage 3:
Von wem wurde Jean Barbault als 'Schüler' angesehen?
Frage 4:
Welches Ereignis inspirierte eine Reihe von Gemälden, die französische Künstler in fantastischen Kostümen darstellen?
Frage 5:
Welche Art von Kunstwerken schuf Barbault hauptsächlich, die als wertvolle historische Aufzeichnungen gelten?

Jean Barbault: Ein Leben in Rom und die Verfolgung von Kostümen und Antike

  • Geboren: Viarmes, Frankreich (ca. 1718)
  • Gestorben: Rom, Italien (1762)

Jean Barbault war ein französischer Maler, Radierer und Grafiker, der den Großteil seiner Karriere in Rom verbrachte. Obwohl er nicht als eine bedeutende Figur in der Kunstgeschichte gilt, wird er für seine Darstellungen von Einheimischen aus Rom anerkannt, die traditionelle oder exotische Kostüme tragen, sowie für seine detaillierte Dokumentation ikonischer römischer Monumente und Antiquitäten, die in zwei wichtigen Bänden veröffentlicht wurden. Seine Arbeit bietet wertvolle Einblicke in die künstlerischen Praktiken des 18. Jahrhunderts, die Faszination für Kostüme und das wachsende Interesse an der klassischen Antike.

Frühes Leben und Ausbildung

Barbaults frühes Leben ist etwas im Dunkeln geblieben. Er wurde um 1718 in Viarmes, Frankreich, geboren und erhielt seine erste Ausbildung unter Jean Restout II, einem prominenten Maler in Paris. Obwohl er versuchte, 1745 den prestigeträchtigen Prix de Rome zu gewinnen, war er erfolglos. Angetrieben von künstlerischen Ambitionen reiste Barbault jedoch 1747 auf eigene Kosten nach Rom und finanzierte sich durch Gravurarbeiten.

Leben und Werk in Rom

  • Ankunft in Rom: 1747
  • Aufnahme in die Französische Akademie: 1750

Rom wurde zu Barbaults künstlerischem Zuhause. Er wurde in die Französische Akademie in Rom aufgenommen, wo er als Künstler florierte. Seine Arbeit aus dieser Zeit zeigt einen deutlichen Einfluss von Giovanni Battista Piranesi, einem renommierten italienischen Grafiker, der für seine dramatischen und detaillierten Radierungen römischer Ruinen bekannt ist. Barbaults Faszination für Rom beschränkte sich nicht nur auf die architektonische Pracht; er fühlte sich von dem pulsierenden Straßenleben und der vielfältigen Bevölkerung der Stadt angezogen.

Themen und künstlerische Beiträge

Barbaults künstlerisches Schaffen lässt sich grob in mehrere Schlüsselbereiche einteilen:

  • Porträts von Einheimischen: Er stellte häufig römische Frauen dar, oft in traditioneller neapolitanischer Kleidung, sowie andere Künstler.
  • Die türkische Maskerade-Serie (1748): Diese Serie von Skizzen und Gemälden dokumentierte die elaborierten Karnevalsfeiern, die an der Französischen Akademie in Rom abgehalten wurden. Barbault selbst nahm teil und kleidete sich als Offizier der Garde des Sultans, was Werke wie "Die griechische Sultanin" inspirierte. Diese Stücke zeichnen sich durch ihre Darstellung fantastischer „orientalischer“ Kostüme aus, die im späten 18. Jahrhundert in Mode waren.
  • Dokumentation römischer Monumente: Barbaults bedeutendster Beitrag liegt in seinen beiden veröffentlichten Folianten – Les Plus Beaux Monuments de Rome Ancienne (1761) und Les Plus Beaux Edifices de Rome Moderne (1763). Diese Werke, die zahlreiche Radierungen umfassen, dokumentierten sowohl antike römische Ruinen als auch zeitgenössische Gebäude sorgfältig.
  • Großformatige Werke: Er schuf auch größere Gemälde wie "Die vier Weltteile" (1751), eine fast 4 Meter breite Darstellung von Künstlern, die an einem Karnevalsumzug teilnehmen.

Barbaults Werk gilt als bedeutsam für seine frühe Darstellung traditioneller Kostüme, ein Trend, der unter französischen Künstlern immer beliebter wurde. Seine detaillierten Radierungen römischer Monumente sind wertvolle historische Aufzeichnungen geblieben.

Vermächtnis und historische Bedeutung

  • "Nebentalent": Obwohl Barbault in Bezug auf die Malerei als ein "Nebentalent" beschrieben wird, werden seine Radierungen hoch geschätzt.
  • Einfluss: Er trug dazu bei, die Darstellung traditioneller Kostüme in der Kunst zu popularisieren.
  • Historische Dokumentation: Seine veröffentlichten Folianten bieten unschätzbare visuelle Aufzeichnungen über das Rom des 18. Jahrhunderts und seine Antiquitäten.

Trotz seines fehlenden weitverbreiteten Ruhms zu Lebzeiten werden Barbaults Beiträge zur Kunstgeschichte zunehmend anerkannt. Seit den 1970er Jahren wurden Ausstellungen mit seinen Werken in Frankreich veranstaltet, was seine Position als bedeutende Figur bei der Dokumentation des römischen Lebens und der künstlerischen Trends des 18. Jahrhunderts weiter festigt.