Frühes Leben und Karriere in Salzburg
Geboren in Livinallongo del Col di Lana, Italien, begann Jakob Zanusi seine künstlerische Reise im Jahr 1696 unter der Anleitung des Hofmalers Nikolaus Weis. Sein beruflicher Weg führte ihn schließlich nach Salzburg, wo er zunächst als Geselle bei dem Maler Johann Martin Schaumberger tätig war. Nach seiner Heirat mit Ursula, der Tochter Schaumbergers, stieg Zanusi zum Hofmaler von Bischof Franz Anton Adolph von Wagensperg auf. Diese Verbindung verschaffte ihm einen bedeutenden Zugang zum Hof und zu den aristokratischen Kreisen der Zeit. Sein Wirken weitete sich im Laufe der Jahre aus und umfasste zudem Rollen als Hofmaler und Haushofmeister auf Schloss Seggau.
Das künstlerische Schaffen von Zanusi war von großer Vielfalt geprägt und reichte von Porträts und Drucken bis hin zu einer beeindruckenden Auswahl an Altarbildern. Seine Aufträge waren besonders im gesamten Erzbistum Salzburg und den umliegenden Regionen weit verbreitet, wo er oft mit der Gestaltung ganzer Kirchenaltäre betraut wurde. Sein kreativer Höhepunkt ereignete sich in den 1730er Jahren, einer Epoche, die durch zahlreiche großformatige religiöse Werke für verschiedene Kirchen geprägt war.
Künstlerisches Erbe und späte Jahre
Im Laufe seiner Karriere wurde der Stil von Zanusi durch vielfältige Einflüsse geformt, darunter die Werke der Venezianer sowie die Kunstfertigkeit von Künstlern wie Luca Giordano, Francesco Solimena und Paul Troger. Sein Einfluss erstreckte sich auch auf nachfolgende Generationen von Malern, darunter Benedikt Werkstätter und Peter Paul Perwanger. Zu seinen bemerkenswertesten Werken zählen:
Trotz schwerer gesundheitlicher Herausforderungen, darunter eine ernsthafte Augenkrankheit und Magenbeschwerden, blieb Zanusi seinem Handwerk treu und blieb bis zuletzt aktiv. Er verstarb in Salzburg und hinterließ ein bedeutendes Werk, das eine entscheidende Rolle in der Entwicklung der Salzburger Barockmalerei spielte.