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Hans Nathan Feibusch

1898 - 1998

Kurzbiografie

  • Art period: Moderne
  • Top 3 works:
    • The Dance
    • Narcissus
    • Olive Grove
  • Copyright status: Under copyright
  • Museums on APS:
    • Ben Uri Galerie und Museum
    • Ben Uri Galerie und Museum
    • Ben Uri Galerie und Museum
    • Ben Uri Galerie und Museum
    • Ben Uri Galerie und Museum
  • Works on APS: 24
  • Nationality: Deutschland
  • Mehr Details anzeigen
  • Color intensity: leuchtend
  • Died: 1998
  • Lifespan: 100 years
  • Born: 1898, Deutschland
  • Top-ranked work: The Dance

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Q1
Frage 2:
Q2
Frage 3:
Q3
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Q4
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Q5

Hans Feibusch: Ein Visionärer Maler, der Anglikanische Kirchen mit lebhaften Werken prägte

Hans Feibusch (1898 – 1998) gilt als eine außergewöhnliche Persönlichkeit in der britischen Kunstgeschichte und ist vor allem für seine monumentalen Fresken bekannt, die zahlreiche Anglikanerkirchen im ganzen Vereinigten Königreich schmücken. Mehr als nur dekorative Verschönerungen repräsentieren diese Kunstwerke eine tiefgreifende Beschäftigung mit Glauben und jüdischer Tradition – ein Zeugnis eines Künstlers dessen Leben sowohl von künstlerischem Ehrgeiz als auch von persönlicher Vertreibung während der turbulenten Jahre des Nationalsozialismus und seiner Nachfolge geprägt war. Geboren in Frankfurt am Main, Deutschland, förderte Hans Feibusch schon früh eine tiefe Wertschätzung für die bildende Kunst durch die amateurhafte Malerei seiner Mutter und wurde zusätzlich durch prägende Studien unter Karl Hofer an der Berliner Hochschule für die Künste gefördert. Sein Einsatz bei der deutschen Armee während des Ersten Weltkriegs verschaffte ihm wertvolle Erfahrung und prägte sein Blick auf Konflikt und Widerstandsfähigkeit. Nach dem Krieg begann Feibusch eine herausragende künstlerische Reise und entwickelte seine Fähigkeiten in Paris zusammen mit André Lhôte weiter, indem er sich den Einflüssen des Expressionismus öffnete und kräftige Farbpaletten angenommen hatte – ein stilistischer Markenzeichen, das seinen gesamten Œuvre durchdrang. Seine Rückkehr nach Frankfurt im Jahr 1925 erfolgte im Rahmen einer lebhaften künstlerischen Gemeinschaft, die sich der Bewahrung jüdischer kultureller Traditionen inmitten wachsender antisemitischer Spannungen verschrieb. Diese Zeit wurde durch die Anerkennung seines Talents durch einen angesehenen Wettbewerb ausgezeichnet, den die Preußische Akademie der Künste für sein Gemälde „Der Fischhändler“ vergab und damit eine frühe Anzeichen von kritischem Lob widerspiegelte. Doch Feibuschs Lebensweg nahm eine dramatische Wendung mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus im Jahr 1933 ein. Getrieben von Angst und verpflichtet, die Sicherheit seiner Familie zu gewährleisten, emigrierte er nach England und begann ein neues Kapitel, das durch intellektuelle Beschäftigung und künstlerischen Durchhaltevermögen geprägt war. Seine Werke wurden anschließend auf der „Entartete Kunst“-Ausstellung von 1937 präsentiert – einer kontroversen Ausstellung von degenerierter Kunst –, wo er mutig seinen konservativen Standpunkt inmitten vorherrschender künstlerischer Strömungen verteidigte. Besonders hervorzuheben ist, dass Feibuschs Teilnahme an dieser Ausstellung teilweise auf seinem jüdischen Erbe zurückzuführen war und damit die Komplexitäten künstlerischer Identität während einer Zeit intensiver ideologischer Konflikte verdeutlichte. Seine Rückkehr nach England festigte seine Verbindung zum Londoner Künstlergruppe und bestätigte sein Engagement für Bürgerpflicht, als er 1940 seinem britischen König Eid schwur. Feibuschs umfangreiche Produktion – etwa dreißig Fresken, die in Anglikanerkirchen ausgeführt wurden – etablierte ihn als zweifellos den produktivsten Künstler innerhalb dieses spezifischen Genres während der Herrschaft von König Eduard VIII. Diese Aufträge stellten erhebliche Hingabe und künstlerische Vision dar und führten zu beeindruckenden Darstellungen biblischer Erzählungen und Heiligen Leben, die mit lebhaften Farben und ausdrucksstarken Pinselstrichen durchzogen waren. Zu seinen bekanntesten Leistungen zählen die monumentalen Fresken in Ely Kathedrale und St Mary’s Kirche Salisbury – Werke, die weiterhin Ehrfurcht und Bewunderung für ihre Größe und Kunstfertigkeit hervorrufen.
  • Bekannte Fresken:
  • Ely Kathedrale
  • St Mary’s Kirche, Salisbury
  • St Alban’s Kathedrale
  • St Paul’s Kathedrale
Feibuschs Vermächtnis geht über seine künstlerischen Leistungen hinaus. Seine mutige Entscheidung für eine Emigration aus Deutschland während des Nationalsozialismus unterstreicht einen tiefgreifenden moralischen Kompass – eine Ablehnung, persönliche Überzeugungen angesichts erdrückender Ideologie aufzugeben. Darüber hinaus dient sein unveränderlicher Glaube und sein Engagement für die Bewahrung jüdischer kultureller Traditionen als dauernde Inspiration. Hans Feibuschs Kunst bleibt ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Kreativität inmitten von Widrigkeiten möglich ist und festigt damit seinen Platz als einer der bedeutendsten visuellen Künstler Großbritanniens des 20. Jahrhunderts.