Gutzon Borglum: Ein Leben für Monumentale Skulpturen
- Geboren: St. Charles, Idaho Territory (heute in Idaho), 25. März 1867
- Gestorben: Los Angeles, Kalifornien, 6. März 1941
Frühes Leben und Einflüsse
John Gutzon de la Mothe Borglum, bekannt als Gutzon Borglum, wurde in eine komplexe Familiengeschichte hineingeboren. Seine Eltern, Jens Møller Haugaard Børglum und Christina Mikkelsen Borglum, waren dänische Einwanderer, die zunächst innerhalb des Mormonen Glaubens in Idaho Territory Mehrehe praktizierten. Die Familie verließ später den Mormonismus und ließ sich in Nebraska nieder, wo sein Vater Landarzt wurde. Gutzons frühe Jahre waren von Umzügen und Veränderungen geprägt, was ihn schließlich nach Omaha, Nebraska, führte, wo er nach dem Besuch des St. Mary’s College in Kansas in einer Maschinenwerkstatt lernte. Diese mechanische Erfahrung erwies sich später als wertvoll für die technischen Aspekte seiner monumentalen Projekte.
Ein entscheidender Moment in Borglums künstlerischer Entwicklung ereignete sich, als er Elizabeth Jannes kennenlernte und unter ihr studierte, eine Künstlerin, die in Boston, New York und Paris ausgebildet worden war. Ihre Beziehung entwickelte sich zu einer Ehe im Jahr 1889, und sie wurde ein bedeutender Einfluss auf seine künstlerische Richtung, insbesondere während ihrer umfangreichen Reisen durch Europa.
Künstlerische Ausbildung und Europäische Erfahrung
- Pariser Studien: Borglum verfeinerte seine Fähigkeiten an der Académie Julian in Paris, wo er mit den Werken von Auguste Rodin in Berührung kam. Er absorbierte Rodins Techniken zur Darstellung von Licht und Textur auf Skulpturoberflächen, ein Stil, der sich in seinen späteren Arbeiten widerspiegeln sollte.
- Salon-Ausstellungen: Borglums Talent wurde durch Annahmen in die prestigeträchtigen Pariser Salons von 1891 und 1892 gewürdigt, was seine wachsende Reputation in der europäischen Kunstwelt demonstrierte.
- Europäische Reisen: Das Jahrzehnt, das er mit Reisen und Studien in Europa (hauptsächlich Frankreich und England) verbrachte, setzte Borglum einer Vielzahl von künstlerischen Stilen und Techniken aus und erweiterte sein Verständnis für Skulptur über amerikanische Traditionen hinaus.
Hauptwerke und Künstlerischer Stil
- Büste Abraham Lincolns: Dieses kolossale Büste wurde 1908 fertiggestellt und befindet sich in der Krypta des United States Capitol und gilt als eines von Borglums bedeutendsten frühen Werken. Es etablierte seinen Ruf, Likeness mit bemerkenswerter Detailtreue festzuhalten.
- Mount Rushmore National Memorial: Mount Rushmore ist zweifellos Borglums berühmtestes Werk und verkörpert seine Vision monumentaler Skulpturen, die amerikanische Ideale feiern. Die Ausarbeitung von George Washington, Thomas Jefferson, Abraham Lincoln und Theodore Roosevelt auf dem Black Hills Granit begann 1927 und wurde bis 1941 fortgesetzt (obwohl sie erst nach seinem Tod von seinem Sohn fertiggestellt wurden).
- Stone Mountain: Stone Mountain in der Nähe von Atlanta, Georgia, war ein weiteres ehrgeiziges Projekt, das darauf abzielte, Konföderierte Führer darzustellen. Obwohl Borglum das Projekt aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit dem Komitee verließ, beeinflussten seine ursprünglichen Entwürfe maßgeblich dessen spätere Fertigstellung.
- Trail Drivers Monument: Dieses Denkmal wurde auf Bestellung des Trail Drivers Association in Texas erstellt und ehrt die Cowboys, die Vieh über den amerikanischen Westen trieben. Obwohl es ursprünglich als größeres Werk geplant war, wurde es 1940 in reduziertem Maßstab fertiggestellt.
Borglums künstlerischer Stil kann als neoklassisch mit starken Einflüssen von Rodins impressionistischem Ansatz für Licht und Oberflächentextur charakterisiert werden. Er bevorzugte monumentale Größenordnungen und patriotische Themen, mit dem Ziel, Werke zu schaffen, die den nationalen Stolz inspirieren und amerikanische Werte verkörpern.
Vermächtnis und Historische Bedeutung
- Pionier der Monumentalen Skulptur: Borglum gilt als Pionier auf dem Gebiet der monumentalen Skulptur und sprengte die Grenzen von Größe und Ehrgeiz in der öffentlichen Kunst.
- Einfluss auf die Öffentliche Kunst: Seine Arbeit prägte maßgeblich das Landschaftsbild der amerikanischen Öffentlichkeit, indem sie die Kraft großformatiger Skulpturen demonstrierte, um nationale Erzählungen zu vermitteln und den bürgerlichen Stolz zu inspirieren.
- Familienvermögen: Sein Sohn Lincoln Borglum setzte nach Gutzons Tod seine Arbeit an Mount Rushmore fort und sorgte so für die Fertigstellung dieses ikonischen Denkmals.
- Beständiges Symbol: Mount Rushmore bleibt ein kraftvolles Symbol für amerikanische Demokratie und Ausdauer und festigt damit Gutzon Borglums Platz in der Kunstgeschichte als einer der bedeutendsten Bildhauer Amerikas.


