Frühes Leben und Hintergrund
- Geboren: Budapest, Ungarn (1950)
- Emigration: Emigrierte 1956 im Alter von 6 Jahren mit seiner Familie als politische Flüchtlinge während der Ungarischen Revolution nach Montreal, Quebec, Kanada.
- Familiäre Einflüsse: Sein Vater, Thomas Legrady, war Musiker und Komponist. Sein Großvater väterlicherseits, Légrády Tivadar, war Lithograph und Mitbegründer eines Verlags. Sein Großvater mütterlicherseits, Várady Antal, war Dramatiker und Regisseur.
- Frühe Ausbildung: Besuchte die französische Grundschule Pensionnat Mont Jésus-Marie in Outremont, Montreal. Erwarb seine Highschool-Diplome auf Englisch an der Marymount High in Cote-Saint Luc.
- Frühe Berufserfahrung: Arbeitete zwischen seinem 14. und 20. Lebensjahr im Baugewerbe, in Fabriken und im Untergrundbergbau in Nordmanitoba. War außerdem als Keyboarder in verschiedenen Montrealer Bands tätig (The Mike Jones Group, The Haunted, The Urge).
Ausbildung und künstlerische Entwicklung
- Loyola College: Studierte Englische Literatur am Loyola College, Montreal, wo er durch Charles Gagnon und John Max die Fotografie kennenlernte.
- Reisen: Reise um Europa und den Mittleren Osten für ein Jahr.
- Goddard College: Besuchte das Goddard College, Vermont (1971).
- San Francisco Art Institute: Erlangte einen Master of Fine Arts in Fotografie vom San Francisco Art Institute (1976).
- Frühe fotografische Praxis: Begann seine künstlerische fotografische Praxis in Montreal.
- James Bay Cree Dokumentation: Schuf 1973 eine Foto-Dokumentation von vier James Bay Cree Gemeinden als Reaktion auf den Konflikt um das Wasserkraftwerk James Bay. Dieses Projekt prägte maßgeblich seinen frühen Karriereweg und demonstrierte ein Engagement für soziale Dokumentation.
Erkundung digitaler Medien und Semiotik
- Übergang zu digitalen Technologien: Begann in den frühen 1980er Jahren unter Harold Cohen an der University of California, San Diego, digitale Technologien zu erforschen.
- Semiotische Analyse: Seine Arbeit nach dem Graduiertenstudium konzentrierte sich auf eine semiotische Analyse des fotografischen Bildes und stellte seine Beziehung zur Realität und den Empfangsmodalitäten in Frage.
- Billboard Projekt: Produzierte 1985 eine Foto-Dokumentation über die visuelle Syntax öffentlicher Werbetafeln in vier großen chinesischen Städten.
- Schnittstelle zwischen Kultur und Datenverarbeitung: Sein Beitrag zu digitalen Medien besteht darin, kulturelle Inhalte mit der Datenverarbeitung zu verbinden und so ästhetische und soziokulturelle narrative Erfahrungen zu schaffen.
Wichtige Projekte und Innovationen
- Anecdoted Archive from the Cold War (1993): Ein bedeutendes interaktives digitales Medienkunstprojekt, das historische Erzählungen erforscht.
- Slippery Traces (1995): Veröffentlicht vom ZKM Museum in Karlsruhe, weiterentwickelte er seine Erkundung interaktiver Medien.
- Making Visible the Invisible (2005-heute): Ein Datenvisualisierungsprojekt für die Seattle Central Library, das kontinuierlich Daten sammelt und visualisiert. Präsentiert auf der Whitney Museum Artport Online-Ausstellung.
- Pockets Full of Memories (2001-2006): In Auftrag gegeben vom Centre Pompidou, lud diese Installation Besucher ein, Objekte beizutragen, die dann digital gescannt, beschrieben und mit einem Kohonen Self-Organizing Map Algorithmus organisiert wurden. Die resultierende Datenvisualisierung wurde in der Galerie projiziert und war online zugänglich.
Anerkennung und Auszeichnungen
- Canada Council Arts Grants: Erhielt zahlreiche Canada Council Kunstförderungen für Fotografie und Medienkunst (1979-2014).
- University of Southern California Innovative Teaching Award (1987): Anerkannt für seine innovativen Lehrmethoden.
- National Endowment for the Arts Visual Arts Fellowship (1996)
- Langlois Foundation Grant (2000)
- Creative Capital Foundation Emerging Fields Grant (2002)
- Ehrenpromotion der Künste, Concordia University (2016)


