Ursprünglich war er dazu bestimmt, den Beruf seines Vaters als Goldschmied und Silberschmied zu folgen.
Er zeigte früh außergewöhnliches künstlerisches Talent, das ihn dazu veranlasste, unter florentanen Künstlern Ignazio Hugford und Giovanni Domenico Ferretti die Malerei zu studieren.
Er verbrachte drei Jahre mit der Malerei, bevor er sich in Venedig der Gravur widmete.
Beeinflusst vom Werk von Joseph Wagner, einem einflussreichen Graveur, während seiner Zeit in Venedig.
Künstlerische Entwicklung und Stil
Bartolozzis frühe Gravuren waren zunächst im Stil von Künstlern wie Marco Ricci und Zuccarelli gehalten.
Später entwickelte er einen eigenen, unverwechselbaren Stil und wurde für die Popularisierung der “Kreide”-Methode der Gravur bekannt.
Die ‘Kreide’-Technik imitierte die subtilen Effekte von Kreidenschraffuren und schuf weiche, zarte Texturen und Töne.
Seine Werke zeigten oft Porträts und allegorische Szenen, die neoklassizistische Einflüsse widerspiegelten.
Karriere in London
Er zog 1764 nach London und blieb dort fast forty Jahre lang.
Schnell etablierte er sich als führender Graveur und wurde mit einem jährlichen Gehalt von £300 zum ‘Engraver to the King’ ernannt.
Er wurde 1768 als Gründungsmitglied der Royal Academy gewählt, was seine Position innerhalb des britischen Kunstbetriebs festigte.
Er trug wesentlich zur Boydell's Shakespeare Gallery bei und schuf Gravuren auf der Grundlage von Werken namhafter Künstler.
Er arbeitete häufig mit Künstlern wie Cipriani und Angelica Kauffman zusammen.
Wichtige Leistungen und Werke
Zu seinen bedeutenden Werken gehören Gravuren von “Clytie” nach Annibale Carracci und der “Jungfrau mit dem Kind” nach Carlo Dolci.
Seine Fähigkeit, Gemälde mit einer kreidigen Qualität zu reproduzieren, machte seine Gravuren sehr begehrt.
Im Jahr 1802 wurde er zum Gründungspräsidenten der kurzlebigen Society of Engravers ernannt.
Bartolozzis Einfluss erstreckte sich auf zahlreiche Schüler, darunter Michele Benedetti und Luigi Schiavonetti.
Spätes Leben und historische Bedeutung
Im Jahr 1802 nahm Bartolozzi die Position des Direktors der National Academy von Lissabon an.
Er starb 1815 in Lissabon.
Bartolozzis Beitrag zur Gravur liegt in seiner Meisterschaft und Popularisierung der ‘Kreide’-Technik, die die ästhetischen Qualitäten der Gravuren während seiner Zeit erheblich beeinflusste.
Sein Werk ist ein Zeugnis für die Fähigkeiten und das Können von Graveuren des 18. Jahrhunderts und wird weiterhin für seine zarte Schönheit und technische Brillanz geschätzt.
Vom WahooArt.com Redaktionsteam
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In welcher Stadt verbrachte Francesco Bartolozzi den größten Teil seines künstlerischen Lebens?
Frage 3:
Francesco Bartolozzi erhielt eine prestigeträchtige Position als „Engraver zum König“ in welchem Land?
Frage 4:
Neben der Gravur verwendete Bartolozzi auch welche andere künstlerische Technik?
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Bartolozzi war Mitglied einer bedeutenden Kunstinstitution, nämlich welcher Galerie?
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