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Kurzbiografie

  • Nationality: Vereinigtes Königreich
  • Top-ranked work: The Last Parting of Marie-Antoinette and her Son
  • Copyright status: Public domain
  • Died: 1879
  • Top 3 works:
    • The Last Parting of Marie-Antoinette and her Son
    • The Royal Family of France in the Prison of the Temple
    • The Royal Family Of France In The Prison
  • Mehr…
  • Works on APS: 27
  • Born: 1816, Pimlico, Vereinigtes Königreich
  • Art period: 19. Jahrhundert
  • Lifespan: 63 years

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wo wurde Edward Matthew Ward geboren?
Frage 2:
Für welches Projekt ist Edward Matthew Ward am bekanntesten?
Frage 3:
Welcher Kunststil beeinflusste Edward Matthew Wards frühe Werke?
Frage 4:
Was geschah kurz vor dem Tod von Edward Matthew Ward?

Edward Matthew Ward: Ein viktorianischer Erzählmaler der britischen Geschichte

  • Geboren: Pimlico, Großbritannien (1816)
  • Gestorben: 1879

Edward Matthew Ward RA war ein bedeutender englischer viktorianischer Erzählmaler, der vor allem für seine monumentalen Wandgemälde im Palace of Westminster bekannt ist. Diese Werke stellen wichtige Episoden aus der britischen Geschichte dar, die von der turbulenten Zeit des Englischen Bürgerkriegs bis zur Glorious Revolution reichen. Über diese großformatigen Aufträge hinaus umfasste Wards Karriere eine vielfältige Auswahl an Themen, die seine sich entwickelnden künstlerischen Interessen und sein Engagement für zeitgenössische soziale und politische Themen widerspiegeln.

Frühes Leben und künstlerische Entwicklung

  • Frühe Ausbildung & Illustrationen: Ward zeigte frühzeitig künstlerisches Talent. Er steuerte Illustrationen zum populären satirischen Buch Rejected Addresses zusammen mit seinen Onkeln, James und Horace Smith, bei und illustrierte auch Werke von Washington Irving. Der Gewinn der "Silberpalette" von der Society of Arts im Jahr 1830 markierte eine frühe Anerkennung seiner Fähigkeiten.
  • Royal Academy & Rom: Unterstützt von David Wilkie und Francis Leggatt Chantrey wurde Ward Student an der Royal Academy Schools. Ein entscheidender Moment kam mit seiner Reise nach Rom im Jahr 1836, wo er 1838 eine Silbermedaille von der Akademie von St Luke für seine Malerei "Cimabue und Giotto" erhielt. Dieses Werk wurde daraufhin 1839 an der Royal Academy ausgestellt und etablierte ihn in der Kunstszene.
  • Die Clique & Frühe Einflüsse: Während seiner Zeit an den Royal Academy Schools wurde Ward Teil einer Gruppe, die als "The Clique" bekannt war, angeführt von Richard Dadd. Die Clique plädierte für einen unverwechselbaren nationalen Stil und ließ sich von Künstlern wie Hogarth und Wilkie inspirieren. Dieser Einfluss ist in vielen frühen Gemälden Wards deutlich erkennbar, die häufig Szenen aus dem 18. Jahrhundert darstellen oder Hogarthsche Themen erforschten. Sein Interesse an der Geschichte des 17. Jahrhunderts wurde durch seine Freundschaft mit dem Historiker Thomas Babington Macaulay beflügelt.

Hauptwerke und künstlerischer Stil

  • Westminster-Wandgemälde: Wards bedeutendste Leistung sind die acht Wandgemälde, die er für das Palace of Westminster malte, in Auftrag gegeben trotz einer früheren erfolglosen Wettbewerbsbeteiligung im Jahr 1843. Diese Gemälde stellen auf dramatische Weise parallele Ereignisse aus dem Royalisten- und Parlamentärbereich während des Englischen Bürgerkriegs dar und präsentieren gegensätzliche Figuren so, als würden sie sich über den Korridor hinweg gegenüberstehen – eine eindrucksvolle visuelle Darstellung historischer Konflikte.
  • Hogarthsche Themen & Historische Szenen: Während der 1860er Jahre erforschte Ward weiterhin Hogarthsche Themen und Episoden aus der britischen Geschichte. Bemerkenswerte Beispiele sind "Hogarths Atelier im Jahr 1739" (York City Art Gallery) und "Die Vorhalle im Whitehall während der sterbenden Momente von Karl II." (Walker Art Gallery, Liverpool).
  • Künstlerischer Stil: Wards Stil ist durch einen dramatischen narrativen Ansatz, sorgfältige Detailgenauigkeit und ein starkes Gefühl für historische Genauigkeit gekennzeichnet. Obwohl er von Hogarths satirischem Kommentar und Wilkie's Realismus beeinflusst war, entwickelte er seine eigene unverwechselbare Stimme und verband historische Dokumentation mit theatralischer Präsentation. Seine Werke zeichnen sich oft durch große Figurengruppen aus, die dynamischen Aktionen nachgehen und so fesselnde visuelle Erzählungen schaffen.

Späteres Leben, persönliche Tragödie & Vermächtnis

  • Konflikt mit den Präraffaeliten: In den 1850er Jahren kritisierte Ward öffentlich die Präraffaelitenbewegung, insbesondere Millais' Stil, den er als unbritisch empfand. Ein umstrittener Moment entstand, als seine Malerei "Charlotte Corday beim Gang zur Hinrichtung" einen Preis über Millais' "Ophelia" in Liverpool gewann und damit eine beträchtliche Debatte innerhalb der Kunstwelt auslöste.
  • Persönliches Leben & Beziehungen: Ward heiratete Henrietta Ward (keine Verwandte) im Jahr 1848 nach einer Flucht, die von Wilkie Collins erleichtert wurde. Ihre Beziehung war durch die Missbilligung und Enterbung ihrer Mutter kompliziert. Es wird angenommen, dass Collins sich von ihrer Geschichte für seinen Roman Basil inspirieren ließ. Henrietta wurde später eine erfolgreiche Kunstlehrerin und schrieb Memoiren über ihr gemeinsames Leben.
  • Tragisches Ende & Familie: Gegen Ende seines Lebens litt Ward unter Krankheit und Depression. Er starb tragischerweise durch Suizid im Januar 1879. Sein Sohn, Leslie Ward, erlangte Ruhm als Karikaturist für Vanity Fair unter dem Pseudonym "Spy".
  • Historische Bedeutung: Wards Vermächtnis beruht in erster Linie auf seinen monumentalen Westminster-Wandgemälden, die einen wichtigen Teil des britischen Erbes darstellen und eine kraftvolle visuelle Aufzeichnung wichtiger historischer Ereignisse bieten. Seine Arbeit spiegelt die viktorianische Faszination für Geschichte und Erzählkunst wider und demonstriert gleichzeitig ein Engagement für die Darstellung nationaler Identität und Werte.