Charles Cary Rumsey: Ein Leben zwischen Kunst, Sport und Krieg
- Geboren: 29. August 1879, Buffalo, New York
- Gestorben: 21. September 1922
- Bekannt für: Reitskulpturen, Bronzestatuen von Vollblütern
- Weitere bedeutende Tätigkeiten: Acht-Goal-Polospieler, Hauptmann im Ersten Weltkrieg
Charles Cary Rumsey (geboren als Charles Cary Rumsey, später bekannt als Charles Cary) war eine facettenreiche amerikanische Persönlichkeit des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Er zeichnete sich nicht nur als talentierter Bildhauer aus, sondern auch als versierter Athlet und Offizier. Geboren in eine prominente Familie aus Buffalo, deren Wurzeln in der Gerberei, dem Eisenbahnwesen und der Architektur lagen, spiegelte Rumseys Leben eine Symbiose aus Privileg, künstlerischer Leidenschaft und einer tiefen Hingabe an Sport und Pflichtbewusstsein wider.
Frühes Leben und künstlerische Ausbildung
Die frühe Begegnung Rumseys mit der Kunst war von großer Bedeutung; sein Onkel, George Cary, war ein renommierter Architekt. Schon in jungen Jahren begann er mit dem Bildhauern und bewies dabei ein bemerkenswertes Talent. Seine formale Ausbildung begann mit Studien an der Boston Art School, bevor er 1ode 1902 nach Paris reiste, um an der École des Beaux-Arts zu studieren. Diese Zeit erwies sich als entscheidend, da er unter den berühmten Tierbildhauern (Animaliers) Paul Weyland Bartlett und Emmanuel Fremiet lernte. Diese Meister vermittelten ihm eine tiefe Wertschätzung für die Darstellung von Bewegung und Vitalität in seinen Darstellungen von Tieren, insbesondere von Pferden.
Künstlerischer Stil und bedeutende Werke
Rumseys künstlerischer Stil war tief in der Tradition der Beaux-Arts verwurzelt, charakterisiert durch monumentale Maßstäbe und klassische Einflüsse. Dennoch bewies er eine Offenheit für moderne Strömungen, was unter anderem durch seine Teilnahme an der Armory Show im Jahr 1913 deutlich wurde. Zu seinen am höchsten geschätzten Werken zählen:
- Hamburg: Eine Bronzestatue eines Vollblut-Rennpferdes.
- Burgomaster: Eine weitere bemerkenswerte Reitskulptur.
- Good and Plenty: Ein Auftrag von Thomas Hitchcock, der sein Geschick bei der Darstellung von Pferden und Reitern unter Beweis stellt.
- World Champion Trotter Nancy Hanks: Erschaffen für John E. Madden, was seine Meisterschaft in der Pferdeporträtierung weiter untermauert.
- The Three Graces Fountain: Ein dekorativer Brunnen, der für das Anwesen des Eisenbahnmagnaten E.H. Harriman angefertigt wurde.
- Manhattan Bridge Frieze: Ein bedeutender öffentlicher Auftrag mit Basrelief-Paneelen, die Indianer, Pferde und Büffel darstellen.
In seinem Schaffen verschmolzen mythologische Themen oft mit realistischen Darstellungen, was zu Skulpturen führte, die zugleich kraftvoll und elegant wirkten.
Militärdienst und spätere Jahre
Während des Ersten Weltkriegs diente Rumsey als Hauptmann in der 77. Infanteriedivision und beim 40. Pionierregiment. Sein Bruder, Laurence Dana Rumsey Jr., war Pilot in der Lafayette Escadrille, was das Engagement der Familie für den Dienst während der Kriegszeiten unterstreicht. Über seine militärischen Verdienste hinaus blieb Rumsey ein leidenschaftlicher Polospieler und erlangte als Acht-Goal-Spieler große Anerkennung – ein Zeugnis seiner Athletik und seines Könnens. Tragischerweise wurde sein Leben im Jahr 1922 durch einen Autounfall jäh beendet, als er im Alter von nur 43 Jahren verstarb.
Vermächtnis und historische Bedeutung
Das Vermächtnis von Charles Cary Rumsey beruht auf seiner Fähigkeit, die Dynamik und Schönheit von Pferden und ihren Reitern einzufangen. Seine Skulpturen, insbesondere seine Reiterwerke, werden für ihr technisches Geschick und ihren künstlerischen Wert bewundert. Obwohl er in der Tradition der Beaux-Arts verwurzelt war, zeigte er die Bereitschaft, mit modernen Stilen zu experimentieren, was spätere Entwicklungen in der amerikanischen Bildhauerei vorwegnahm. Seine Beiträge zur öffentlichen Kunst, wie das Fries am Manhattan Bridge, stellten sicher, dass sein Werk Generationen von New Yorkern erreichen würde. Heute finden sich Rumseys Skulpturen in Museen und Privatsammlungen und inspirieren weiterhin zur Wertschätzung seines Talents und seiner Vision.


