Burgoyne Diller: Ein Leben in der geometrischen Abstraktion
- Geboren: 13. Januar 1906, The Bronx, Vereinigte Staaten von Amerika
- Gestorben: 30. Januar 1965
Burgoyne Diller (1906-1965) war ein bedeutender amerikanischer abstrakter Maler, der für seine Erkundung geometrischer Abstraktion bekannt ist. Seine Arbeit spiegelt ein starkes Interesse an der De Stijl-Bewegung und der künstlerischen Vision von Piet Mondrian wider, während er auch den Einfluss von Hans Hofmanns Lehre an der Art Students League of New York demonstriert. Diller's Engagement für nicht-objektive Kunst und seine Rolle als Gründungsmitglied der American Abstract Artists festigten seinen Platz in der Landschaft des amerikanischen Modernismus.
Frühes Leben und künstlerische Entwicklung
Diller wurde in The Bronx, New York, geboren von Andrew Diller, einem Geiger und Dirigenten, und Mary Burgoyne. Der frühe Tod seines Vaters hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf seine Kindheit. Nach der Heirat seiner Mutter zog die Familie nach Battle Creek, Michigan. Eine langwierige Krankheit in seiner Jugend führte dazu, dass er ein Jahr von der Schule fernblieb, eine Erfahrung, die unerwartet sein künstlerisches Talent förderte, als er begann, ausgiebig zu zeichnen.
- Ausbildung: Absolvierte 1927 die Michigan State University
- Frühe Karriere: Arbeitete verschiedene Gelegenheitsjobs in Buffalo, New York, bevor er eine Stelle als Hausmeister fand. Er begann, Kunstwerke während dieser Zeit zu verkaufen.
- Art Students League: Studierte 1929 an der Art Students League, wo er Anerkennung erlangte und einen Stipendienjob im Schulbuchladen erhielt.
Der Aufstieg zur geometrischen Abstraktion
Dillers künstlerische Reise verlagerte sich von anfänglichen figurativen Arbeiten hin zu einem ausgeprägten geometrischen Stil, der stark von europäischem Modernismus, insbesondere De Stijl, beeinflusst war. Er übernahm die Prinzipien des Neoplasticismus, vereinfachte seine Palette auf kräftige Farben und Schwarz-Weiß und reduzierte seinen visuellen Wortschatz auf Quadrate und Rechtecke.
- De Stijl Einfluss: Diller wurde bereits 1934 zu einem der frühesten amerikanischen Vertreter von Mondrians Art geometrischer Abstraktion.
- Kompositionelle Themen: Er entwickelte drei Hauptkompositionsthemen – „Erstes“, „Zweites“ und „Drittes“ – die die Bildebene in Bezug auf Formen in Bewegung und Opposition erforschten.
- WPA-Muralist: Diller arbeitete als Muralist für das New York City Federal Arts Project und setzte sich während seiner Amtszeit für abstrakte Kunst ein.
Militärdienst und späte Jahre
Dillers Leben nahm eine unerwartete Wendung mit seinem Eintritt in die US-Navy während des Zweiten Weltkriegs. Ihm wurde zugewiesen zum Training Aids Development Center, wo er ein handgeführtes Morsetraininggerät erfand, was zu einer weit verbreiteten Produktion und der Erlangung eines Patents führte.
- Militärische Innovation: Erfand ein Morsetraininggerät während des Zweiten Weltkriegs und demonstrierte damit seinen Einfallsreichtum über künstlerische Bestrebungen hinaus.
- Lehrtätigkeit: Nach dem Krieg wurde Diller Assistant Professor am Brooklyn College und erreichte schließlich die dortige Professur.
- Persönliche Herausforderungen: Er sah sich in den 1950er Jahren persönlichen Schwierigkeiten gegenüber, darunter finanzielle Probleme und eine Studioflut, die einen Großteil seiner Kunstwerke zerstörte. Der Verlust seiner Frau, Sarah Conboy Diller, an Alkoholismus verschärfte diese Herausforderungen zusätzlich.
Vermächtnis und historische Bedeutung
Dillers künstlerisches Vermächtnis liegt in seiner bahnbrechenden Erkundung geometrischer Abstraktion innerhalb der amerikanischen Kunstszene. Seine Hingabe an Harmonie, Stabilität und Ordnung durch kontrollierte Formen etablierte ihn als eine wichtige Verbindung zwischen frühen abstrakten Bewegungen und späterer minimalistischer Ästhetik.
- Pionier des Modernismus: Anerkannt als Pionier des amerikanischen Modernismus, inspiriert Dillers Werk weiterhin zeitgenössische Künstler.
- Einfluss auf den Minimalismus: Sein asketischer geometrischer Stil beeinflusste maßgeblich die Entwicklung des amerikanischen Minimalismus in den 1950er und 1960er Jahren.
- Museumsdarstellung: Dillers Werke sind in zahlreichen renommierten Museumsbeständen vertreten, darunter das Museum of Modern Art, The Metropolitan Museum of Art und das Art Institute of Chicago.


