Frühes Leben und Familie
- Geboren: Germantown, Philadelphia, Pennsylvania (1870)
- Eltern: Anna Matlack (Dichterin und Dramatikerin) und William Trost Richards (Landschaftsmaler)
- Bruder: Theodore William Richards (Nobelpreis für Chemie, 1914)
- Frühe Auseinandersetzung mit der künstlerischen Umgebung durch die Berufe ihrer Eltern.
Ausbildung und Künstlerische Ausbildung
- Studierte an der Cowles Art School, Boston (1888), gewann ein Stipendium.
- Ausbildung bei William Merritt Chase und John LaFarge am Art Students League of New York (1890).
- Erhielt 1890 den Dodge Prize der National Academy für "An Interlude to Chopin" (Gemälde ist heute verloren).
- Studierte an der Académie Julian, Paris (zwischen 1890 und 1895) während Reisen in Europa.
Karriere und Künstlerischer Stil
- Malte häufig zusammen mit ihrem Vater in England, Irland und Schottland zwischen 1890-1895.
- Zog nach London (1896), unterhielt ein öffentliches Atelier in Chelsea und stellte viermal bei der Royal Academy of Arts aus.
- Illustrierte Veröffentlichungen mit ihrer Mutter, darunter "A New Alice in the Old Wonderland" (1895) und "Bill Nye's Comic History of England."
- Verheiratete sich 1905 mit William Tenney Brewster (Literaturprofessor); er förderte ihre künstlerischen Bestrebungen.
- Die aktive berufliche Tätigkeit verlangsamte sich nach dem Tod ihres Sohnes Herbert im Jahr 1910.
- Künstlerischer Stil: Bekannt für impressionistische Landschaften und Porträts, oft mit Szenen aus ihren Reisen. Ihre Arbeit nutzte häufig monochrome Techniken (Kohle, Schwarzweiß), um Atmosphäre und Details einzufangen.
Wichtige Errungenschaften und Anerkennung
- Gewann den Dodge Prize (1890).
- Stellte bei der Royal Academy of Arts in London aus.
- Erstellte einen Erster-Weltkrieg-Plakat für das Rote Kreuz.
- In Auftrag gegeben, Porträts von Columbia University Professoren zu malen.
- Hielt Soloausstellungen in New Yorker Kunstgalerien im Laufe der 1910er Jahre ab.
- Gründungsmitglied und erste Vizepräsidentin der Künstlerinnen des Scarsdale Art Association.
- Mitglied der National Association of Women Painters and Sculptors.
Vermächtnis und Wiederentdeckung
- Zunächst mit Gedenkausstellungen nach ihrem Tod (1952) in Institutionen wie dem Museum of the City of New York und dem Butler Institute of American Art anerkannt.
- Ihre Arbeit wurde jahrzehntelang weitgehend vergessen, erlebte aber ab den 1970er Jahren ein Wiederaufleben des Interesses.
- Wichtige Soloausstellung und Katalog veröffentlicht im Jahr 2008 (Hudson River Museum, Butler Institute of American Art, Fresno Metropolitan Museum), die wissenschaftliche Bewertungen ihres Lebens und ihrer Werke lieferten.
- Heute sind ihre Gemälde und Illustrationen in Museen und Privatsammlungen in den Vereinigten Staaten und Europa zu finden.


