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Alfred Manessier

1911 - 1993

Kurzbiografie

  • Born: 1911, Saint-Ouen, Frankreich
  • Art period: Moderne
  • Nationality: Frankreich
  • Top-ranked work: Untitled
  • Copyright status: Under copyright
  • Top 3 works:
    • Untitled
    • Passion
    • Printemps Nordique
  • Mehr Details anzeigen
  • Died: 1993
  • Museums on APS:
    • Bechtler Museum of Modern Art
    • Bechtler Museum of Modern Art
    • Bechtler Museum of Modern Art
    • Bechtler Museum of Modern Art
    • Bechtler Museum of Modern Art
  • Creative periods: mature period
  • Works on APS: 28
  • Lifespan: 82 years

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wo wurde Alfred Manessier geboren?
Frage 2:
Welche künstlerische Bewegung gehörte Alfred Manessier an?
Frage 3:
Wer beauftragte Alfred Manessier und Robert Delaunay mit der Gestaltung von Wandmalereien für die Paris Internationale Ausstellung im Jahr 1937?
Frage 4:
Alfred Manessier heiratete Maler Therese Simonnet.

Alfred Manessier: Ein Pionier der spirituellen Abstraktion

Alfred Manessier (1911-1993) steht als eine einzigartige Figur im Landschaftsbild der französischen abstrakten Kunst, insbesondere innerhalb des einflussreichen neuen Pariser Schule. Geboren inmitten der Fischerdörfer und Steinmetzfamilien von Picardie, Nord Frankreich, wurde sein künstlerischer Weg durch familiäre Tradition geprägt – sein Großvater praktizierte dekorative Steinskulptur, während sein Vater und Onkel Studien an École des Beaux Arts in Abbeville verfolgten – wodurch ihm eine grundlegende Wertschätzung für Handwerkskunst und kreativen Ausdruck vermittelt wurde. Diese Erziehung instillte in ihn eine Überzeugung, die sich durch sein gesamtes Werk durchdrängte: Die Suche nach Kunst als Kanal zur spirituellen Kontemplation. Seine frühe Ausbildung fand einen tiefgreifenden Wandel statt, als sein Vater unerwartet starb und ihm damit die Freiheit gab, seine künstlerischen Ambitionen mit neuer Begeisterung zu verfolgen. Ursprünglich eingeschrieben in Architektur an École Supérieure d’Architecture et de Beaux-Arts Paris (ESABA), wechselte er schnell zum Malen unter der Anleitung von Roger Bissiere an Académie Ranson im Jahr 1935 – eine entscheidende Entscheidung, die mit seinem Vater Tod einherging. Dieser Schritt festigte sein Engagement für künstlerliche Erforschung und lenkte ihn auf einen Weg radikal verschieden von akademischen Unternehmungen. Der einschüchternde Einfluss der Paris International Exposition im Jahr 1937 stellte sich als transformativ heraus und sicherte Sonia Delaunay und Robert Delaunay die Aufträge zur Gestaltung von Verkehrszentren – Luftpalast und Eisenbahnpalast –, die darauf vorbereitet waren, Avantgarde-Kunst für das Publikum zu präsentieren. Unter den zusammengekommenen Künstlern befanden sich Bissiere, Jean Bertholle und Manessier selbst, die gemeinsam vier monumentale Wandbilder erschufen, die den Geist der Experimentierung widerspiegelten. Dieses gemeinschaftliche Projekt festigte seine Position innerhalb einer aufkommenden künstlerischen Gemeinschaft, die sich neuen ästhetischen Paradigmen stellte. Die Ehe folgte im Jahr 1939 mit seiner Frau, Malerin Therese Simonnet und stärkte sein Familienleben inmitten der zunehmenden Spannungen vor dem Zweiten Weltkrieg. Trotz militärischer Einberufung setzte Manessier als Bauernarbeitnehmer durch, um die wachsende Familie zu unterstützen und zeigte Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit in schwierigen Zeiten. Er vermied Zensur und Verfolgung unter der deutschen Besatzung dank seiner Beteiligung an Young France – einer Organisation, die sich der Förderung von Anti-Autorität und Anti-Indoktrination verschrieben hatte – was die Bedeutung künstlerischer Freiheit bei der Wahrung geistiger Integrität hervorhob. Seine künstlerische Entwicklung zeichnete sich durch einen besonderen Stil aus, der kubistische Einflüsse und eine außergewöhnliche Texturforschung vereinigte. Er akzeptierte abstrakte Kunst und konzentrierte sich auf Tonwertvariation und überlappende Pinselstriche, um tiefgreifende spirituelle Themen auszudrücken – oft inspiriert von Klosterleben und Kontemplation. Sein Werk umfasst Gemälde, Glasfensterkunstwerke und Wandbilder und demonstriert Vielseitigkeit und künstlerische Vision. Alfred Manessier’s Erbe liegt nicht nur in seinen einzelnen Kreationen, sondern auch darin, dass er zur Gestaltung des Kurses der französischen Kunstgeschichte beigetragen hat und sich als Eckpfeiler der neuen Pariser Schule etablierte und ein dauerhafter Verteidiger spiritueller Abstraktion.