Frühes Leben und Ausbildung
- Geboren: Adolph Friedrich Reinhardt, 24. Dezember 1913, Buffalo, New York
- Familienhintergrund: Lebte im Riverside-Viertel am Niagara River. Enge Beziehung zu seinem Cousin Otto. Die Arbeit seines Vaters führte die Familie nach New York City.
- Ausbildung: Studierte Kunstgeschichte am Columbia College der Columbia University (1931-1935). Studierte bei Meyer Schapiro.
- Künstlerische Ausbildung: Malereiunterricht am Teachers College von Columbia. Studium der Malerei mit Carl Holty und Francis Criss an der American Artists School. Porträtstudien an der National Academy of Design unter Karl Anderson.
- Frühe künstlerische Entwicklung: Wurde schon in jungen Jahren als talentierte/r Maler/in erkannt und gewann Preise in der Grund- und Highschool. Glaubte, er/sie habe frühzeitig technische Fähigkeiten gemeistert.
Karriere und künstlerische Entwicklung
- WPA Federal Art Project (1936-1940): Akkreditiert als Maler/in von Burgoyne Diller, was ihm/ihr die Arbeit im WPA Easel Division ermöglichte.
- American Abstract Artists (AAA): Wurde Mitglied der AAA und stellte mit ihnen in den 1940er Jahren aus. Beschrieb seine/ihre Assoziation mit der Gruppe als "eine der größten Dinge, die jemals mit mir passiert sind".
- Betty Parsons Gallery: Stellte regelmäßig in der Galerie von Betty Parsons aus, beginnend mit Wakefield Bookshop und Mortimer Brandt Gallery.
- Künstlerische Progression: Frühe Werke zeigten geometrische Formen. Progression hin zu Arbeiten in verschiedenen Schattierungen derselben Farbe (alles Rot, alles Blau, alles Weiß) in den 1950er Jahren.
- "Schwarze" Gemälde (1960er Jahre): Wurde am bekanntesten für seine/ihre "schwarzen" oder "ultimativen" Gemälde – scheinbar monochrome Leinwände, die aus subtilen Variationen in Schwarz- und fast-Schwarz-Tönen bestanden. Erforschte Konzepte absoluter Grenzen innerhalb der Kunst.
Künstlerische Philosophie und Einflüsse
- Kunst als Kunst: Befürwortete eine Philosophie namens *Art-as-Art*, die die Autonomie der Kunst von externen Belangen oder Repräsentation betonte.
- Kritik an "Künstlern als Künstlern": Nutzte Schreiben und satirische Cartoons, um das zu kritisieren, was er/sie für problematische Praktiken durch Künstler hielt, die soziale oder politische Botschaften über rein ästhetische Erwägungen stellten.
- Einflüsse: Enge Freundschaften mit Robert Lax und Thomas Merton, teilten Konzepte der Einfachheit in unterschiedlichen künstlerischen Richtungen.
- Konzeptkunst, Minimalismus, Monochrome Malerei: Seine/ihre Arbeit beeinflusste maßgeblich die Entwicklung von Konzeptkunst, Minimal Art und monochromer Malerei.
Lehrtätigkeit und Vermächtnis
- Lehrpositionen: Lehrte am Brooklyn College (1947-1967), California School of Fine Arts, University of Wyoming, Yale University und Hunter College.
- Protestkunst: Beteiligt an dem Protest von 1940 gegen MoMA und dem "Irascibles"-Protest von 1950 gegen das Metropolitan Museum of Art. Erstellte einen Lithograph mit dem Titel „No War“ für den Artists and Writers Protest Against the Vietnam War (1967).
- Schreiben: Verfasste umfangreiche Schriften über Kunsttheorie und seine/ihre eigene Arbeit, gesammelt in *Art as Art* (1991).
- Vertretung: Der Ad Reinhardt Estate wird von der David Zwirner Gallery vertreten.
- Tod: Starb am 30. August 1967 in New York City.
Historische Bedeutung
- Pionier des Minimalismus und der monochromen Malerei: Reinhardt's "schwarze" Gemälde gelten als bahnbrechende Werke bei der Entwicklung minimalistischer und monochromer Kunstbewegungen.
- Einflussreicher Kunsttheoretiker: Seine/ihre Schriften über *Art-as-Art* stellten herkömmliche Vorstellungen über die Rolle der Kunst und ihr Verhältnis zur Gesellschaft in Frage und beeinflussten so nachfolgende Generationen von Künstlern und Kritikern.
- Schlüsselfigur des abstrakten Expressionismus: Als Mitglied der AAA und im Zusammenhang mit der Betty Parsons Gallery spielte Reinhardt eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung des abstrakten Expressionismus.
- Nachhaltiger Einfluss: Seine/ihre Arbeit wird weiterhin ausgestellt und studiert, was seinen/ihren bleibenden Einfluss auf zeitgenössische Kunst und Theorie demonstriert.


