Künstler/in
Geboren in Moskau, Russland
Frühes Leben und Ausbildung
Geboren: Moskau, Russland, 1896
Gestorben: Paris, Frankreich, 4. April 1934 (im Alter von 37-38 Jahren)
Eltern: Nikolai Schlesinger (russischer Vater), Jeanne Malebranche (französische Mutter)
Frühe künstlerische Ausbildung in Moskau unter Ilya Mashkov, wobei sie als eine seiner brillantesten Schülerinnen galt.
Lehrzeit im Atelier von Aleksandra Ekster in Kiew, Ukraine (1918). Der Einfluss von Ekster führte Rockline in den Kubismus ein und förderte ihren schöpferischen Geist.
Karriere und künstlerische Entwicklung
Ausstellung ihrer Werke auf der 24. Exposition der Moskauer Künstlervereinigung sowie auf weiteren Ausstellungen in Russland (1918-1919).
Heirat mit Herrn Rokhlin im Jahr 1918, wobei sie seinen Nachnamen annahm.
Emigration nach Frankreich im Jahr 1921 und spätere Erlangung der französischen Staatsbürgerschaft. Zunächst lebte sie bei Verwandten in der Burgund, bevor sie nach Paris zog.
Ausstellungen im Salon d'Automne, Salon des Indermandants und Salon Tuileries (ab 1922), die auf positive kritische Resonanz stießen.
Ihr früher Stil war vom Kubismus und Impressionismus geprägt und entwickelte sich zu einem einzigartigen persönlichen Stil, der als „etwas zwischen Courbet und Renoir“ beschrieben wurde.
Die Aufnahme in den Salon d’Automne im Jahr 1927 markierte ihre professionelle Anerkennung.
In den späten 1920er Jahren vollzog sich ein Wandel hin zu einem leichteren, freieren Pinselstrich und weicheren Farbpaletten, die näher am Impressionismus lagen.
Ihr Fokus lag primär auf der Darstellung weiblicher Akte, oft vor dem Hintergrund von Interieurs.
Zentrale Themen und Einflüsse
Thematik: Vorwiegend weibliche Akte, Porträts und gelegentliche Selbstporträts.
Einflüsse: Pablo Picasso (durch Ekster), Guillaume Apollinaire, Gustave Courbet, Pierre-Auguste Renoir, Ilya Mashkov, Aleksandra Ekster, Swetlana Serebriakowa.
Stil: Anfänglich kubistische und impressionistische Einflüsse, die in einen unverwechselbaren Stil übergingen, der Elemente beider Richtungen mit expressivem Pinselstrich und einer lyrischen Qualität verband. Kritiker bemerkten Ähnlichkeiten zwischen ihren Aktdarstellungen und jenen von Rubens sowie den Ikonen ihres Geburtslandes Russland.
Farbpalette: Entwicklung von kräftigeren Farben in frühen Werken hin zu weicheren, nuancierteren Paletten in späteren Gemälden.
Große Errungenschaften und Anerkennung
Mehrere Einzelausstellungen in Pariser Galerien (Vildrac, Bernheim, La Boetie, Barreiro).
Mitgliedschaft in der Gesellschaft des Salon d’Automne.
Positive Rezensionen von Kunstkritikern wie Raymond Escholier, der ihre Aktgemälde als eine „Symphonie des Fleisches“ pries.
Erwerb ihrer Werke durch Paul Poiret und Charles Vildrac, was die frühe Anerkennung unter einflussreichen Persönlichkeiten belegt.
Verkauf ihres Gemäldes „Die Kartenspieler“ (1919) bei Christie's im Jahr 2008 für 2 Millionen Pfund.
Späteres Leben und Vermächtnis
Wurde 1933 Mitglied der Malerabteilung der Union russischer Kunst in Frankreich.
Beendete ihr Leben durch Suizid in Paris am 4. April 1934.
Nach ihrem Tod zunächst übersehen, erlebte ihr Werk ab den frühen 2000er Jahren eine Wiederbelebung des Interesses.
Ausstellungen wie „Elles de Montparnasse“ (2002) trugen dazu bei, ihren Ruf wiederherzustellen.
Retrospektive Ausstellung in der Galerie Drouart im Jahr 1984.
Die Galerie Drouart bereitet derzeit ein Werkverzeichnis (Catalogue Raisonné) ihrer Arbeiten vor.