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Leitfaden für studentische Kunstwerke

Self-Portrait before the Easel

Name Klasse Datum

Pierre Subleyras, Self-Portrait before the Easel (1746), Akademie der bildenden Künste Wien. Gemeinfreiheit.

Eckdaten

Künstler
Pierre Subleyras wahooart.com/de/artists/pierre-subleyras_de/
Lebensdaten des Künstlers
1699 – 1749
Gemalt
1746
Originalgröße
125 x 99 cm
Ausgestellt in
Akademie der bildenden Künste Wien wahooart.com/de/museums/akademie-der-bildenden-kunste-wien-wien_de/

Im Kontext

Self-Portrait before the Easel — Pierre Subleyras

Wie groß ist es?

Das Original hat die Maße 125 × 99 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe.

Entstehungsjahr

  1. 1690
  2. 1700
  3. 1710
  4. 1720
  5. 1730
  6. 1740

Schattiert: das Lebenswerk von Pierre Subleyras (1699–1749) ▲ dieses Werk, 1746

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Farbpalette

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Espresso #36201d

    Gespeicherte Palette

    • #36201D
    • #0E0A0E
    • #C09466
    • #7C4630
    Palette
    Earthy Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Hauptfarbe
    Espresso
    Intensität
    Monochromatic Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Gentle Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Balanced Harmony Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Deep_shadow Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Subtle Color Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Pierre Subleyras

    Geboren in Saint-Gilles, Frankreich

    Pierre Subleyras: Ein römischer Meister zwischen Barock und Neoklassik

    Geboren in Saint-Gilles-du-Gard, Frankreich, im Jahr 1699, war Pierre Subleyras’ Leben ein Beweis für den Reiz Roms und die dauernde Kraft künstlerischen Ehrgeizes. Seine frühe Ausbildung unter Antoine Rivalz in Toulouse legte eine solide Grundlage, doch es war seine Abreise nach Paris mit siebzehn Jahren, die seine Karriere entfachte – indem er sich den prestigeträchtigen Prix de Rome im Jahr 1728 sicherte. Diese Stipendienprämie, ein begehrtes Preisgeld der französischen Akademie, verschaffte ihm Zugang zum Herzen europäischer Kunst und Kultur: in die Ewengeschichte. Subleyras’ Reise war nicht nur geografisch; sie markierte einen tiefgreifenden Wandel von der provinziellen Frankreich zur Epizentrum künstlerischer Innovation, legte den Grundstein für eine bemerkenswerte Karriere, die fast zwei Jahrzehnte dauerte.

    Subleyras’ Zeit in Rom war transformativ. Er etablierte sich schnell im pulsierenden Kunstleben der Stadt und gewann die Gunst einflussreicher Persönlichkeiten wie des Kurfürsten Friedrich Christian von Sachsen und später Kardinal Valenti Gonzaga. Seine frühen Werke, insbesondere “Christ’s Visit to the House of Simon”, eine dramatische Narrationsmalerei, sicherten ihm den Zutritt zum renommierten römischen Künstlerverband, der Accademia di San Luca – eine bedeutende Bestätigung seines Talents und seiner Fähigkeiten. Diese Periode war Zeuge der Entwicklung seines unverwechselbaren Stils: ein meisterhafter Mix aus barockem Dynamit und aufkommender neoklassischer Klarheit. Er war besonders begabt darin, Emotionen und Bewegungen in komplexen Kompositionen einzufangen, wobei er satte Farbenpaletten und dramatische Beleuchtung nutzte, um visuell fesselnde Szenen zu schaffen.

    Religiöse Pracht und päpstliche Gunst

    Subleyras’ künstlerisches Schaffen während seiner römischen Jahre war überwiegend dem religiösen Thema gewidmet, das den Anforderungen der katholischen Mäzenaturbasis entsprach, die ihn unterstützte. Seine bekannteste Leistung, die im Jahr 1745 durchgeführt wurde, war die monumentale “Messe von St. Basil” für die Regularen der Lateran in Santa Maria Nuova in Asti – ein riesiges Mosaik, das die liturgische Zeremonie darstellte. Dieses ehrgeizige Projekt demonstrierte seine technische Meisterschaft und kompositorisches Können auf einer bisher unbekannten Ebene. Neben diesem Meisterwerk schuf er zahlreiche Altäre, devotionsgemäße Tafeln und Fresken für Kirchen in ganz Rom und bewies damit sein Engagement für religiöse Kunst.

    Seine Arbeit für Papst Benedikt XIV war besonders bemerkenswert. Der Papst selbst befahl zwei bedeutende Gemälde: “Die Hochzeit der Heiligen Katharina” und “Die Verklärung der Heiligen Camilla”, die beide in den privaten Gemächern des päpstlichen Wohnsitzes platziert wurden. Diese Beförderungen unterstreichen Subleyras’ Position als bevorzugter Künstler im höchsten Kreis römischer Gesellschaft. Darüber hinaus festigte seine Ausführung des komplizierten Mosaiks für den Petersdom sein Erbe als einer der wichtigsten Künstler Roms dieser Zeit.

    Porträtkunst und Genreszenen: Ein Doppeltalent

    Während er sich vor allem durch seine religiösen Werke auszeichnete, besaß Subleyras eine bemerkenswerte Vielseitigkeit als Porträtist. Seine Porträts zeichnen sich durch ihre aufschlussreichen Charakterstudien und ihre subtile psychologische Tiefe aus. Zu den bemerkenswertesten gehören seine eindringliche Darstellung des übergewichtigen Kardinals Valenti Gonzaga – ein Werk, das sowohl die physische Präsenz als auch die innere Persönlichkeit des Motivs mit erstaunlicher Genauigkeit einfängt. Der Papst selbst beauftragte Porträts, darunter auch eines von Subleyras selbst, was den Künstler in der päpstlichen Hofgesellschaft weiter festigte.

    Über Porträtkunst hinaus schuf Subleyras auch einen bedeutenden Bestand an Genreszenen – intime Darstellungen des alltäglichen Lebens, die eine spielerischere und individualistischere Seite seiner künstlerischen Sensibilität offenbaren. Diese Werke, oft in der Louvre ausgestellt, demonstrieren seine Fähigkeit, menschliche Emotionen und soziale Dynamiken mit erstaunlicher Sensibilität einzufangen.

    Ein rätselhaftes Erbe: Zeichnungen und Reisen

    Subleyras’ künstlerische Praxis ging über die Malerei hinaus und umfasste Zeichnungen, wo er ein scharfes Auge für Details und eine Wertschätzung für natürliche Formen zeigte. Seine Zeichnungen, oft durch ihre präzise Beobachtung und ihre geschickte Darstellung von Licht und Schatten gekennzeichnet, gelten als besonders bemerkenswert. Eine Studie eines Mannes in einem schweren Mantel, die sich im British Museum befindet, veranschaulicht seine Fähigkeit, Texturen und Formen mit erstaunlicher Realismus einzufangen.

    Trotz seines Erfolgs in Rom erlebte Subleyras eine Phase der Erschöpfung und suchte das Weite. Er reiste um 1740 nach Neapel, wo er jedoch an seinen Lungenerkrankungen starb im Jahr 1749 im Alter von knapp 50 Jahren.

    Einflüsse

    Subleyras’ künstlerische Entwicklung wurde maßgeblich von Antoine Rivalz beeinflusst, seinem Lehrer in Toulouse. Rivalz’s Einfluss zeigte sich in Subleyras’ frühen Werken, insbesondere in der “Passion of Christ”, die eine Mischung aus barocker Dramatik und neoklassischer Klarheit aufweist. Auch Nicolas Vleughels, der Leiter der Académie de France à Rome, spielte eine wichtige Rolle bei Subleyras’ Karriere, indem er ihm Zugang zu römischen Mäzenen verschaffte.

    Subleyras’ Werk ist ein Spiegelbild des künstlerischen Klimas Roms im 18. Jahrhundert und zeigt die Auswirkungen der klassischen Tradition, der italienischen Renaissance und der aufkommenden Neoklassik. Seine Fähigkeit, Emotionen einzufangen, komplexe Kompositionen zu gestalten und mit reichen Farben und dramatischem Licht zu arbeiten, machte ihn zu einem der bedeutendsten Künstler seiner Zeit.

    Museum

    Akademie der bildenden Künste Wien

    Ausgestellt in Wien, Österreich

    Ein Vermächtnis, gemeißelt aus Stein und Geist

    Eingebettet in den architektonischen Glanz der Wiener Ringstraße ist die

    Akademie der bildenden Künste Wien

    weit mehr als nur eine bloße Bildungseinrichtung; sie ist ein lebendiges, atmendes Zeugnis jahrhundertelanger künstlerischer Evolution. Gegründet im Jahr 1688 unter der Schirmherrschaft von Kaiser Leopold I., entsprang diese ehrwürdige Akademie dem Wunsch, die prestigeträchtigen Traditionen der Accademia di San Luca in Rom und der französischen Académie widerzuspiegeln. Seit über drei Jahrhunderten dient sie als Bastion, welche die Flamme der Kreativität bewacht, und fungiert gleichermaßen als Zufluchtsort für klassische Meisterschaft wie auch als Laboratorium für die Avantgarde. Wer durch ihre Hallen schreitet, durchwandert die Zeitlinie der europäischen Kunstgeschichte selbst, in der das Echo barocker Grandiosität auf das experimentelle Flüstern der Moderne trifft.

    Die physische Präsenz der Akademie ist bereits eine Begegnung mit monumentaler Schönheit. Das 1877 vom renommierten Architekten

    Theophil Hansen

    entworfene Gebäude ist ein krönendes Juwel des Ringstraßenprojekts und verkörpert den opulenten Geist des österreichisch-ungarischen Kaiserreichs des späten neunzehnten Jahrhunderts. Seine hoch aufragende Fassade, geschmückt mit kunstvollen plastischen Reliefs, die Figuren aus der klassischen Mythologie und entscheidende Momente der Wiener Geschichte darstellen, dient als prachtvolle Einleitung zu den verborgenen Schätzen im Inneren. Die Innenräume sind ebenso atemberaubend und beherbergen monumentale Deckenmalereien von Meistern wie

    Franz Münzberger

    und sogar dem legendären

    Gustav Klimt

    . Für Kunstliebhaber oder Innenarchitekten bietet das Gebäude eine unvergleichliche Meisterklasse in Beaux-Arts-Eleganz, vermischt mit subtilen modernistischen Einflüssen, und schafft eine Atmosphäre, in der jeder Winkel eine Geschichte von imperialem Prestige und künstlerischem Ehrgeiz erzählt.

    Ein Schmelztiegel der Meisterwerke und Innovationen

    Was die Akademie von traditionellen Museen unterscheidet, ist ihre duale Identität als zugleich Depot historischer Größe und dynamische Werkstatt für die Zukunft. Die in ihren Mauern beheimatete Sammlung bietet eine greifbare Verbindung zu den Titanen der Kunstgeschichte und präsentiert Werke, die durch tiefgreifende technische Fertigkeit und emotionale Tiefe bestechen. Besucher können sich in einen stillen Dialog mit dem Erbe von

    Rubens, Rembrandt, Bosch

    und

    Michelangelo Unterberger

    begeben. Diese Meisterwerke verharren nicht in statischer Ausstellung; sie existieren nebeneinander mit den zeitgenössischen Erkundungen der heutigen Studierenden und Lehrenden, wodurch eine einzigartige Spannung zwischen Tradition und Fortschritt entsteht. Diese Kontinuität des Geistes stellt sicher, dass die Akademie ein vitaler Teilnehmer am globalen Kunstdiskurs bleibt und kein stilles Mausoleum ist.

    Die Geschichte der Akademie ist zudem von Momenten tiefgreifender ethischer Bedeutung geprägt, am deutlichsten durch ihre unerschütterliche Weigerung, Adolf Hitler während seiner gescheiterten Bewerbungen in den Jahren 1907 und 1908 zuzulassen – eine Entscheidung, die bis heute als kraftvolles Symbol für die Hingabe der Institution an das künstlerische Verdienst gegenüber politischer Ideologie steht. Heute setzt sich dieses Bekenntnis zur Integrität durch ein vielfältiges Curriculum fort, das Malerei, Bildhauerei, Architektur und Grafik umfasst und dabei mutig die digitale Grenze erschließt. Für Sammler und Enthusiasten stellt die Akademie die eigentliche Quelle künstlerischer Abstammung dar; sie ist ein Ort, an dem man den rohen Prozess der Schöpfung miterleben kann – von der ersten Kohlezeichnung bis zum vollendeten, polierten Meisterwerk – was sie zu einem unverzichtbaren Ziel für jeden macht, der von der beständigen Kraft des visuellen Ausdrucks fasziniert ist.

    Weitere Lesetipps

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    Zitierweise für dieses Kunstwerk

    MLA
    Subleyras, Pierre. Self-Portrait before the Easel. 1746, Akademie der bildenden Künste Wien. https://wahooart.com/de/art/pierre-subleyras-self-portrait-before-the-easel-8Y3JCX-en/
    APA
    Subleyras, Pierre (1746). Self-Portrait before the Easel [Painting]. Akademie der bildenden Künste Wien. https://wahooart.com/de/art/pierre-subleyras-self-portrait-before-the-easel-8Y3JCX-en/
    Chicago
    Pierre Subleyras. Self-Portrait before the Easel. 1746. Akademie der bildenden Künste Wien. https://wahooart.com/de/art/pierre-subleyras-self-portrait-before-the-easel-8Y3JCX-en/
    Harvard
    Subleyras, Pierre (1746) Self-Portrait before the Easel. Akademie der bildenden Künste Wien. Available at: https://wahooart.com/de/art/pierre-subleyras-self-portrait-before-the-easel-8Y3JCX-en/

    Genau hinsehen

    Self-Portrait before the Easel — Pierre Subleyras

    Genau hinsehen

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    3. Werfen Sie einen Blick zurück auf Don Cesare Benvenuti (1742), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.
    4. Pierre Subleyras war etwa 47 Jahre alt, als dieses Werk entstand. Welche Details lassen auf die Handschrift eines Künstlers in dieser Lebensphase schließen?
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