Papierformat

Leitfaden für studentische Kunstwerke

Phasen des Mondes

Name Klasse Datum

Paul Delvaux, Phasen des Mondes (1939). Zur Referenz reproduziert; alle Rechte liegen beim Rechteinhaber.

Eckdaten

Künstler
Paul Delvaux wahooart.com/de/artists/paul-delvaux_de/
Lebensdaten des Künstlers
1897 – 1994
Gemalt
1939
Medium
Öl auf Leinwand
Originalgröße
139 x 160 cm
Bewegung
Surrealismus Dream logic painted with waking precision: impossible things shown as if they were ordinary.
Artistic style
Surrealistisch
Notable elements or techniques
Traumartige, nächtliche Szene
Subject or theme
Menschen und Objekte bei Nacht

Im Kontext

Phasen des Mondes — Paul Delvaux

Wie groß ist es?

Das Original hat die Maße 139 × 160 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe.

Entstehungsjahr

  1. 1890
  2. 1900
  3. 1910
  4. 1920
  5. 1930
  6. 1940
  7. 1950
  8. 1960
  9. 1970
  10. 1980
  11. 1990

Schattiert: das Lebenswerk von Paul Delvaux (1897–1994) ▲ dieses Werk, 1939

Ähnliche Kunstwerke

Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

Weitere Werke, die sich ideal als Ergänzung zu diesem Werk eignen: wahooart.com/de/art/similar/paul-delvaux-phasen-des-mondes-8yebp2-de/

Farbpalette

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Schwarz #151116

    Gespeicherte Palette

    • #151116
    • #937D66
    • #413B47
    • #D9C7A4
    Hauptfarbe
    Schwarz
    Intensität
    Monochrom Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Aussagekraft Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Disharmonische Farbpalette Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Tiefster Schatten Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Dezente Farben Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Paul Delvaux

    Geboren in Wanze, Belgien

    Paul Delvaux: Ein Chronist traumhafter Landschaften und klassischer Schönheit

    Paul Delvaux, geboren am 23. September 1897 in Wanze, Belgien, war ein Maler von einzigartiger Sensibilität, dessen Werk die Grenzen zwischen Realität und Traum verschwimmen lässt. Seine Kunst, tief verwurzelt im Surrealismus, doch stets von einer unverwechselbaren Melancholie geprägt, fesselte eine Generation und inspiriert bis heute. Delvaux’ Leben war zunächst von einem Hang zur Architektur geprägt – ein Studium, das er jedoch bald zugunsten der Malerei aufgab, ein Schritt, den seine Eltern zwar missbilligten, der ihn aber letztendlich seinem Schicksal näherbrachte. Diese frühen architektonischen Studien hinterließen jedoch einen bleibenden Eindruck in seiner Kunst, insbesondere in der sorgfältigen Komposition und dem Detailreichtum seiner Landschaften. Die prägenden Erfahrungen seiner Kindheit – die Begegnung mit dem Schädel eines Mannes, das Studium Homers, die Sommer bei seinen vier Tanten – bildeten den Nährboden für seine späteren Werke, eine Quelle unerschöpflicher Inspiration.

    Die Entdeckung des Surrealismus und der Einfluss De Chiricos

    Der Wendepunkt in Delvaux’ künstlerischer Entwicklung kam mit der Begegnung mit Giorgio de Chiricos Metaphysischer Kunst. Die geheimnisvollen, zeitlosen Landschaften De Chiricos, die von einer unheimlichen Stille durchdrungen sind, weckten in Delvaux eine tiefe Resonanz und führten ihn zur Hinwendung zum Surrealismus. Er schloss sich 1937 dieser Bewegung an, obwohl er stets betonte, dass seine Kunst nicht aus dem Unterbewusstsein oder psychoanalytischen Experimenten entsprang, sondern vielmehr aus einer bewussten Auseinandersetzung mit der Schönheit und der Melancholie des Lebens. Seine Landschaften, oft in gedämpften Farben gehalten, werden von klassischen Figuren bevölkert – nackte Frauen, die in stiller Kontemplation verharren oder sich in den Schatten verstecken, Skelette, die eine morbide Anmut ausstrahlen, und Eisenbahnen, die als Symbole der Vergänglichkeit und des Fortschritts dienen.

    Meisterwerke zwischen Klassik und Traum

    Delvaux’ Werk ist geprägt von einer einzigartigen Balance zwischen klassischer Ästhetik und surrealer Atmosphäre. Seine Gemälde wirken wie Fenster in eine andere Welt, eine Welt, die sowohl vertraut als auch fremd erscheint. Die schlafende Venus, ein Schlüsselwerk seiner frühen Schaffensperiode, verkörpert diese Synthese auf eindrucksvolle Weise. Die sinnliche Darstellung der weiblichen Figur, eingebettet in eine traumhafte Landschaft, erzeugt eine Atmosphäre von stiller Sehnsucht und unerfüllter Begierde. Auch seine Darstellungen von Eisenbahnen sind bemerkenswert – nicht als Symbole des Fortschritts oder der Geschwindigkeit, sondern vielmehr als stille Zeugen vergangener Zeiten, als Relikte einer verlorenen Welt. Werke wie Nuit de Noël (Heiligabend) zeigen eine düstere Schönheit, die den Betrachter in ihren Bann zieht und ihn dazu anregt, über die Vergänglichkeit des Lebens und die Unausweichlichkeit des Todes nachzudenken.

    Spätere Jahre und bleibendes Erbe

    In seinen späteren Jahren widmete sich Delvaux verstärkt der Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper und dessen Darstellung in der Kunst. Seine Frauenfiguren wurden zunehmend sinnlicher und expressiver, während seine Landschaften gleichzeitig detaillierter und realistischer wurden. Trotz seines hohen Alters blieb er bis zu seinem Tod am 20. Juli 1994 in Furnes, Belgien, künstlerisch aktiv und schuf weiterhin Werke von großer Intensität und Schönheit. Paul Delvaux hinterließ ein beeindruckendes Œuvre, das die Grenzen zwischen Realität und Traum aufbricht und den Betrachter dazu anregt, über die großen Fragen des Lebens nachzudenken. Sein Werk wird heute weltweit geschätzt und in renommierten Museen ausgestellt, als Zeugnis eines Künstlers, der es verstand, die Melancholie und die Schönheit des Lebens in einzigartiger Weise einzufangen.

    Ausstellungen: Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit.

    Einfluss: Giorgio de Chirico, René Magritte.

    Weitere Lesetipps

    Online verfügbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für Phasen des Mondes

    wahooart.com/de/art/download/paul-delvaux-phasen-des-mondes-8yebp2-de/

    Zitierweise für dieses Kunstwerk

    MLA
    Delvaux, Paul. Phasen des Mondes. 1939, https://wahooart.com/de/art/paul-delvaux-phasen-des-mondes-8yebp2-de/
    APA
    Delvaux, Paul (1939). Phasen des Mondes [Painting]. https://wahooart.com/de/art/paul-delvaux-phasen-des-mondes-8yebp2-de/
    Chicago
    Paul Delvaux. Phasen des Mondes. 1939. https://wahooart.com/de/art/paul-delvaux-phasen-des-mondes-8yebp2-de/
    Harvard
    Delvaux, Paul (1939) Phasen des Mondes. Available at: https://wahooart.com/de/art/paul-delvaux-phasen-des-mondes-8yebp2-de/

    Genau hinsehen

    Phasen des Mondes — Paul Delvaux

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie erklären können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie sieht diese Stimmung aus?
    3. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: surrealismus, nachtszene, figurative kunst. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    4. Werfen Sie einen Blick zurück auf Die Schlafende Venu (1944), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.
    5. Surrealismus: Dream logic painted with waking precision: impossible things shown as if they were ordinary. Wo lässt sich dies in diesem Werk erkennen?

    Ihre Antwort

    Schreiben Sie einen kurzen Absatz über dieses Kunstwerk. Verwenden Sie dazu die Informationen aus den vorherigen Abschnitten dieser Anleitung sowie Ihre oben stehenden Antworten.

    Kunst-Quiz

    Phasen des Mondes — Paul Delvaux

    Wie gut kennen Sie dieses Kunstwerk?

    Wählen Sie jeweils eine Antwort für jede der 5 unten stehenden Fragen aus. Jede Frage hat genau eine richtige Antwort.

    1. 1. Mit welcher Kunstbewegung wird Paul Delvaux am engsten in Verbindung gebracht?

      • A Impressionismus
      • B Surrealismus
      • C Kubismus
    2. 2. In welchem Jahr wurde das Gemälde 'Phasen des Mondes' geschaffen?

      • A 1929
      • B 1939
      • C 1942
    3. 3. In welchem Land wurde Paul Delvaux geboren?

      • A Frankreich
      • B Belgien
      • C Niederlande
    4. 4. Welches markante Merkmal wird in der Beschreibung erwähnt, das zur mysteriösen Atmosphäre des Gemäldes beiträgt?

      • A Helle Tageslichtszene
      • B Eine Uhr an der Wand und eine nächtliche Szene
      • C Geometrische abstrakte Muster
    5. 5. Die Beschreibung weist darauf hin, dass das Kunstwerk verschiedene verstreute Objekte enthält. Welcher dieser Gegenstände wird erwähnt?

      • A Musikinstrumente
      • B Tassen, Schalen, Vasen und Bücher
      • C Automobile

    Mein Ergebnis: ____ von 5

    Lösungsschlüssel — für die Lehrkraft

    Dies beginnt eine neue Druckseite und kann daher bei den Kopien einfach weggelassen werden.

    1A · 2A · 3A · 4A · 5A