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Leitfaden für studentische Kunstwerke

Stelae Storage

Name Klasse Datum

Mariana Castillo Deball, Stelae Storage (2013). Zur Referenz reproduziert; alle Rechte liegen beim Rechteinhaber.

Eckdaten

Künstler
Mariana Castillo Deball wahooart.com/de/artists/mariana-castillo-deball_de/
Lebensdaten des Künstlers
1975 – ?
Gemalt
2013
Originalgröße
150 x 150 cm

Im Kontext

Stelae Storage — Mariana Castillo Deball

Maße

Das Original hat die Maße 150 × 150 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe.

Entstehungsjahr

  1. 1970
  2. 1980
  3. 1990
  4. 2000
  5. 2010

Schattiert: das Lebenswerk von Mariana Castillo Deball (1975–?) ▲ dieses Werk, 2013

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Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

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Farbpalette

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Rosy Brown #b6b2a2

    Gespeicherte Palette

    • #B6B2A2
    • #817D6B
    • #F7F7F6
    • #515145
    Palette
    Neutrals Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Hauptfarbe
    Rosy Brown
    Intensität
    Monochromatic Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Statement Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Unified Palette Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Brilliant Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Muted Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Über dieses Kunstwerk

    Stelae Storage — Mariana Castillo Deball

    In this work, plaster casts inspired by monolithic Mayan stone sculptures called stelae are displayed on storage racks, and point to the artist’s interest in what she refers to as “uncomfortable objects.” Mariana Castillo Deball’s casts were inspired by papier-mâché molds made by nineteenth-century archaeologist Alfred Maudslay at the Mayan site of Palenque in southern Mexico. Many of the historic original sculptures were looted or have vanished, making Maudslay’s copies (which are now in the collection of the British Museum in London) the only evidence of their existence. Castillo Deball’s casts are thus twice removed from the original artifacts, raising questions about the value of the copy and the transmission of historical truth.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Mariana Castillo Deball

    Geburtsort Mexiko Stadt, Mexiko

    Die Archäologie der Erinnerung: Die Kunst von Mariana Castillo Deball

    Geboren in der lebendigen, historisch vielschichtigen Landschaft von Mexiko-Stadt im Jahr 1975, hat sich Mariana Castillo Deball als eine tiefgründige Stimme der zeitgenössischen Kunst etabliert – eine Stimme, die sich weigert, Geschichte als ein statisches oder singuläres Narrativ zu akzeptieren. Ihre künstlerische Praxis ist nicht bloß ein Akt der Schöpfung, sondern eine tiefgehende, investigative Ausgrabung in das eigentliche Gefüge dessen, wie wir uns erinnern und wie wir erinnert werden. Das Begegnen mit ihrem Werk bedeutet, einen Raum zu betreten, in dem die Grenzen zwischen Wissenschaft und Kunst, zwischen dem greifbaren Objekt und dem ephemeren Geist der Vergangenheit zu verschwischen beginnen. Sie präsentiert nicht einfach nur Kunst; sie arrangiert Fragmente der Realität wie ein Orchester, um unsere Wahrnehmung des kulturellen Erbes und der Autorität des Archivs herauszufordern.

    Ihre künstlerische Ausbildung lieferte das intellektuelle Gerüst für diese komplexe Untersuchung. Nachdem sie ihre grundlegenden Fähigkeiten an der Universidad Nacional Autónoma de México verfeinert hatte, zog sie nach Europa, um ihr Postgraduiertenstudium an der renommierten Jan Van Eyck Academie in Maastricht fortzusetzen. In dieser Zeit wurden ihre ästhetischen Empfindsamkeiten tiefgreifend vom Pioniergeist Eduardo Paolozzis beeinflusst. Von ihm erbte sie eine Faszination für die Kraft der Gegenüberstellung – die Idee, dass man durch das Schichten disparater Elemente, wie fotografischer Reproduktionen und skulpturaler Formen, völlig neue, oft widersprüchliche Bedeutungen erzeugen kann. Diese Meisterschaft des collageartigen Denkens wurde zum Eckpfeiler ihrer Methodik und ermöglichte es ihr, die Geschichte selbst als ein Medium zu behandeln, das geschnitten, geklebt und rekontextualisiert werden kann.

    Die Methodik der Forscherin

    Was Castillo Deball von vielen ihrer Zeitgenossen unterscheidet, ist ihre Hingabe an einen Prozess, der die strengen Disziplinen der Archäologie, Ethnographie und Wissenschaftsgeschichte widerspieร็จ. Sie tritt nicht als einsame Schöpferin in das Atelier, sondern vielmehr als eine Forscherin, die in Archiven, geologischen Proben und textlichen Historien versinkt. Ihre Arbeit umfasst oft einen mühsamen Prozess der Katalogisierung und Bewahrung von Materialien, wobei sie Objekte mit derselben Ehrfurcht und Genauigkeit behandelt, wie ein Paläontologe ein Ediacara-Fossil behandeln würde. Diese Akribie erlaubt es ihr, die Biografien der Dinge zu erforschen – das wandernde Leben von Museumsobjekten, die durch Sammlungen gewandert sind und dabei an Bedeutung gewinnen oder verlieren, während sie Grenzen überschreiten.

    In ihren großformatigen Installationen verwebt sie ein kaleidoskopisches Spektrum an Medien, darunter:

    Skulptur und Installation: Die Schaffung immersiver Umgebungen, die den Betrachter dazu zwingen, durch physische und historische Schichten zu navigieren.

    Fotografie und Druck: Die Nutzung von Bildsprache, um die Kluft zwischen dokumentierter Tatsache und künstlerischer Interpretation zu überbrücken.

    Textil und Materialität: Der Einsatz einzigartiger Drucke auf Stoff, um die taktile Natur von Erinnerung und Identität zu erkunden.

    Redaktionelle Projekte: Die Produktion von Büchern und Publikationsprojekten, die ihre Forschung in den Bereich der Literatur und des geteilten Wissens erweitern.

    Durch diese Medien erforscht sie Themen der Fragmentierung und Rekonstruktion. Oft greift sie auf indigene Bildsprache zurück, wie etwa die majestätische, aber zerbrochene Gestalt der aztekischen Gottheit Coatlicue, um zu untersuchen, wie antike Symbole in modernen, globalisierten Kontexten fortbestehen und sich transformieren.

    Vermächtnis und globale Resonanz

    Die Bedeutung von Mariana Castillo Deballs Werk liegt in seiner Fähigkeit, einen Dialog zwischen zeitgenössischer Kunst und der institutionellen Schwere von Museen und ethnografischen Sammlungen zu initiieren. Indem sie das „Vergessene“ in neue, provokante Beziehungen setzt, schafft sie alternative Lesarten der Geschichte, die ein polyphones und inklusiveres Verständnis unserer gemeinsamen Vergangenheit ermöglichen. Ihre Anerkennung war weitreichend, geprägt von prestigeträchtigen Ehrungen wie dem Preis der Nationalgalerie für Junge Kunst im Jahr 2013 sowie bedeutenden Ausstellungen in Institutionen wie dem Hamburger Bahnhof in Berlin, dem Guggenheim in New York und der Biennale von Sydney.

    Während sie weiterhin in Berlin lebt und arbeitet, bleibt ihre Praxis eine vitale Befragung dessen, was die Zeit überdauert. Sie fordert uns auf, darüber nachzudenken: Was passiert, wenn wir zeitgenössische Kunst als zukünftige Archäologie lesen? Indem sie dies tut, stellt sie sicher, dass ihr Werk nicht nur eine Reflexion über das Verlorene ist, sondern eine tiefgreifende Untersuchung darüber, wie neue Territorien der Bedeutung innerhalb der Ruinen des Alten entdeckt werden können.

    Weitere Lesetipps

    Online verfügbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für Stelae Storage

    wahooart.com/de/art/download/mariana-castillo-deball-stelae-storage-D4BLEN-en/

    Zitierweise für dieses Kunstwerk

    MLA
    Deball, Mariana Castillo. Stelae Storage. 2013, https://wahooart.com/de/art/mariana-castillo-deball-stelae-storage-D4BLEN-en/
    APA
    Deball, Mariana Castillo (2013). Stelae Storage [Painting]. https://wahooart.com/de/art/mariana-castillo-deball-stelae-storage-D4BLEN-en/
    Chicago
    Mariana Castillo Deball. Stelae Storage. 2013. https://wahooart.com/de/art/mariana-castillo-deball-stelae-storage-D4BLEN-en/
    Harvard
    Deball, Mariana Castillo (2013) Stelae Storage. Available at: https://wahooart.com/de/art/mariana-castillo-deball-stelae-storage-D4BLEN-en/

    Genau hinsehen

    Stelae Storage — Mariana Castillo Deball

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie begründen können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie lässt sich diese beschreiben?
    3. Werfen Sie einen Blick zurück auf Lost Magic Kingdoms Paolozzi (2013), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.
    4. Mariana Castillo Deball war etwa 38 Jahre alt, als dieses Werk entstand. Welche Details lassen auf die Handschrift eines Künstlers in dieser Lebensphase schließen?
    5. Welche Gefühle wollte der Künstler wohl in Ihnen auslösen?

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