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Leitfaden für studentische Kunstwerke

Hohelied II

Name Klasse Datum

Marc Chagall, Hohelied II (1957). Zur Referenz reproduziert; alle Rechte liegen beim Rechteinhaber.

Eckdaten

Künstler
Marc Chagall wahooart.com/de/artists/marc-chagall_de/
Lebensdaten des Künstlers
1887 – 1985
Gemalt
1957
Medium
Öl auf Leinwand
Originalgröße
139 x 164 cm
Bewegung
Surrealistische Traumlandschaft
Zeitraum
Moderne
Artistic style
Expressionistisch
Influences
Biblische Allegorie, Folklore
Notable elements or techniques
Symbolische Bildsprache, lebendige Farbpalette
Subject or theme
Liebe und Sehnsucht

Im Kontext

Hohelied II — Marc Chagall

Wie groß ist es?

Das Original hat die Maße 139 × 164 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe.

Entstehungsjahr

  1. 1880
  2. 1890
  3. 1900
  4. 1910
  5. 1920
  6. 1930
  7. 1940
  8. 1950
  9. 1960
  10. 1970
  11. 1980

Schattiert: das Lebenswerk von Marc Chagall (1887–1985) ▲ dieses Werk, 1957

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Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

Weitere Werke, die sich ideal als Ergänzung zu diesem Werk eignen: wahooart.com/de/art/similar/marc-chagall-hohelied-ii-8xyh7n-de/

Farbpalette

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Terrakotta #c06a73

    Gespeicherte Palette

    • #C06A73
    • #DBBFB9
    • #6D2128
    • #984348
    Palette
    Dunkle Farbtöne Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Hauptfarbe
    Terrakotta
    Intensität
    Leuchtend Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Sanft Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Harmonische Farbpalette Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Ausgewogen Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Kräftige Farbwirkung Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Über dieses Kunstwerk

    Hohelied II — Marc Chagall

    Eine surreale Umarmung: Die Entschlüsselung von Marc Chagalls „Hohelied II“

    Hohelied II“, 1957 von Marc Chagall gemalt, ist weit mehr als nur ein visuelles Spektakel; es ist eine Einladung in das tief empfundene Unterbewusstsein des Künstlers – ein Reich, in dem mythologische Figuren mit irdischen Realitäten verschmelzen, um tiefgreifende Emotionen zu vermitteln. Diese monumentale Leinwand verkörpert Chagalls charakteristischen surrealistischen Stil, der durch traumartige Landschaften geprägt ist, die von fantastischen Tieren und menschlichen Formen bevölkert werden, allesamt in kräftigen, ausdrucksstarken Farben dargestellt. Die Genesis dieses Gemäldes liegt in Witebsk, Chagalls Kindheitsheim – einem Ort, der vom Geist des orthodoxen Judentums und der russischen Folklore durchdrungen ist, Elemente, die in seinem gesamten Lebenswerk immer wieder auftauchen.

    Chagalls Technik ist sofort erkennbar: Dicke Impasto-Pinselstriche dominieren die Oberfläche und tragen Pigmente in Schichten auf die Leinwand auf, um eine spürbare Textur zu erzeugen und ein Gefühl von Bewegung und Dynamik zu vermitteln. Der Künstler verzichtet auf akribischen Realismus und priorisiert stattdancden die emotionale Resonanz gegenüber einer präzisen Darstellung. Die Farbe spielt eine unverzichtbare Rolle – eine überschwängliche Palette aus Rot, Gelb, Blau und Grün pulsiert vor Leben, spiegelt die Lebendigkeit von Chagalls Erinnerungen wider und verleiht seinem Kunstwerk eine unwiderstehliche Energie. Er nutzt eine flache Perspektive, die den Raum komprimiert, um das Drama zu steigern und die symbolischen Beziehungen zwischen den Elementen innerhalb der Komposition zu betonen.

    Gemalt in den späten Jahren des Zweiten Weltkriegs und inmitten des aufkeimenden Eifers des Abstrakten Expressionismus – einer Bewegung, die Spontaneität und emotionale Intensität feierte – spiegelt „Hohelied II“ sowohl die Ängste seiner Zeit als auch Chagalls unerschütterliches Engagement für die künstlerische Freiheit wider. Nach der Nazi-Besatzung von Witebsk erlebte Chagall immense Entbehrungen und wurde Augenzeuge der Verwüstung, die seiner Gemeinschaft zugefügt wurde. Doch inmitten dieser Dunkelheit hielt er an seinem kreativen Schaffen fest und kanalisierte seine Trauer in eine Feier des Lebens – eine trotzige Behauptung von Schönheit und Fantasie gegen die Unterdrückung. Das Gemälde steht als Zeugnis für die Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes und die transformative Kraft der Kunst.

    Die Bildsprache innerhalb von „Hohelied II“ ist schwer von symbolischer Bedeutung. Die Komposition wird von einer Frau dominiert, die auf der Seite liegt, die Beine ausgestreckt – ein Motiv, das in Chagalls Werk immer wiederkehrt und weibliche Verletzlichkeit sowie das Verlangen nach spiritueller Erfüllung darstellt. Über ihrem Kopf schweben zwei Vögel, die Hoffnung und göttlichen Schutz symbolisieren. Sie ist umgeben von Tieren – einem Pferd, einem Esel, Schmetterlingen und Kaninchen –, von denen jedes archetypische Qualitäten verkörpert, die mit Fruchtbarkeit, Unschuld und dem Versprechen der Wiedergeburt verbunden sind. Die gesamte Szene beschwört die Vision eines edonischen Paradieses herauf – ein Reich, das unberührt vom Leiden ist, in dem Schönheit regiert und Liebe alle irdischen Grenzen überschreitet.

    Letztendlich gelingt es „Hohelied II“, die Essenz von Chagalls künstlerischer Vision einzufangen – eine tiefgründige Meditation über Themen des Glaubens, der Erinnerung und des unvergänglichen menschlichen Verlangens nach Transzendenz. Das Gemälde zwingt den Betrachter, sich mit seinen eigenen Emotionen auseinanderzusetzen, und lädt dazu ein, über Fragen der Sterblichkeit und Unsterblichkeit nachzusinnen. Seine leuchtenden Farben und ausdrucksstarken Pinselstriche rufen ein Gefühl von Staunen und Nostalgie hervor, transportieren uns zurück in Chagalls prägende Jahre und erinnern uns daran, dass die Kunst die Fähigkeit besitzt, die dunkelsten Winkel unseres inneren Lebens zu erhellen. Es bleibt ein unvergessliches Meisterwerk – eine bewegende Erinnerung daran, dass wahre Schönheit nicht in der makellosen Darstellung, sondern im aufrichtigen Ausdruck liegt.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Marc Chagall

    Geboren in Liowana, Belarus

    Marc Chagall: Ein Leben in Farbe und Vorstellungskraft

    Frühes Leben und Einflüsse

    Geburt und Hintergrund: Marc Zakharowitsch Chagall wurde am 6. Juli 1887 (O.S. 24. Juni) in Liozna, nahe Witebsk, Weißrussland, in einer hasidischen jüdischen Familie geboren.

    Die Wirkung von Witebsk: Seine Kindheit in Witebsk, bekannt als das „Russische Toledo“, prägte seine künstlerische Vision maßgeblich. Die einzigartige Mischung aus Kulturen und die malerische Landschaft – Kirchen, Synagogen, belebte Märkte – wurden wiederkehrende Motive in seinem Werk.

    Frühes künstlerisches Talent: Trotz der bescheidenen Mittel seiner Familie zeigte Chagall schon früh ein Talent für Kunst, lernte zunächst bei einem lokalen Schilderermaler und verfolgte dann eine formale Ausbildung.

    Künstlerische Entwicklung und Stil

    Frühe Ausbildung: Er studierte in St. Petersburg bei Léon Bakst und später in Paris an der Académie de la Grande Chaumière, wo er sich mit avantgardistischen Bewegungen auseinandersetzte.

    Stilistische Verschmelzung: Chagalls Stil ist eine einzigartige Synthese verschiedener Einflüsse. Er übernahm Elemente aus dem Kubismus, der Symbolik und dem Fauvismus, aber passte sich nie vollständig einer einzelnen Bewegung an und schmiedete seinen eigenen, unverwechselbaren Weg.

    Wesentliche Merkmale: Sein Werk ist durch lebendige Farben, traumhafte Bilder, fantastische Kreaturen und ein Gefühl der Nostalgie für seine Kindheit in Witebsk gekennzeichnet. Oft sind schwebende Figuren, verzerrte Perspektiven und symbolische Darstellungen zu sehen.

    Wichtige Werke und Leistungen

    Frühe Meisterwerke: Gemälde wie „Ich und das Dorf“ (1911) demonstrieren seine frühe Erkundung von Erinnerung, Identität und der Beziehung zwischen dem Einzelnen und der Gemeinschaft.

    Russische Revolution & Rückkehr nach Witebsk: Nach der Russischen Revolution kehrte Chagall nach Witebsk zurück und engagierte sich in kulturellen Initiativen, gründete eine Kunstschule. Bald wurde er jedoch von den Beschränkungen des neuen Regimes enttäuscht.

    Internationale Anerkennung: Er zog schließlich nach Frankreich und etablierte sich dort erfolgreich. Bedeutende Werke dieser Zeit sind „Über Witebsk“ (1920-1922) und zahlreiche Gemälde, die von biblischen Geschichten inspiriert sind, wie z. B. „Jakobs Traum“.

    Spätere Aufträge: Chagall erhielt im späteren Leben bedeutende Aufträge, darunter das Deckenfresko des Pariser Opernhauses (1964), Fensterglasfenster für die Synagoge des Hadassah Hebrew University Medical Center in Jerusalem und die Reims Kathedrale.

    Einflüsse und Vermächtnis

    Künstlerische Einflüsse: Er wurde von Künstlern wie Vladimir Lukich Borowikowski, dessen Porträts er bewunderte, sowie den breiteren Strömungen der frühen Moderne beeinflusst.

    Einfluss auf nachfolgende Künstler: Chagalls Werk hat Generationen von Künstlern mit seiner lyrischen Qualität, emotionaler Tiefe und immensen Vorstellungskraft inspiriert. Sein Einfluss ist in Surrealismus und anderen Bewegungen zu sehen, die Fantasie und Symbolik umarmten.

    Historische Bedeutung: Er gilt als eine der wichtigsten Figuren der Kunst des 20. Jahrhunderts, die den Übergang zwischen europäischer Moderne und jüdischer kultureller Identität schloss. Seine Fähigkeit, persönliche Erfahrungen, Folklore und universelle Themen zu synthetisieren, resonnieren weiterhin weltweit bei Publikum.

    Der „Typische jüdische Künstler“: Chagall wird oft als der „typische jüdische Künstler des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet, aufgrund seiner wiederholten Auseinandersetzung mit jüdischen Themen, Traditionen und Erfahrungen in seinem Kunstwerk.

    Tod und Erinnerung

    Letzte Jahre: Marc Chagall malte und schuf bis zu seinem Tod am 28. März 1985 im Alter von 97 Jahren in Saint-Paul-de-Vence, Frankreich, weiter.

    Nachhaltiges Vermächtnis: Sein Werk wird in wichtigen Museen auf der ganzen Welt ausgestellt und sichert so, dass seine lebendige und fantasievolle Vision auch für zukünftige Generationen Kunstliebhaber inspiriert und fesselt.

    Weitere Lesetipps

    Online verfügbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für Hohelied II

    wahooart.com/de/art/download/marc-chagall-hohelied-ii-8xyh7n-de/

    Zitierweise für dieses Kunstwerk

    MLA
    Chagall, Marc. Hohelied II. 1957, https://wahooart.com/de/art/marc-chagall-hohelied-ii-8xyh7n-de/
    APA
    Chagall, Marc (1957). Hohelied II [Painting]. https://wahooart.com/de/art/marc-chagall-hohelied-ii-8xyh7n-de/
    Chicago
    Marc Chagall. Hohelied II. 1957. https://wahooart.com/de/art/marc-chagall-hohelied-ii-8xyh7n-de/
    Harvard
    Chagall, Marc (1957) Hohelied II. Available at: https://wahooart.com/de/art/marc-chagall-hohelied-ii-8xyh7n-de/

    Genau hinsehen

    Hohelied II — Marc Chagall

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie erklären können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie sieht diese Stimmung aus?
    3. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: tiere, vögel, surrealismus. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    4. Werfen Sie einen Blick zurück auf Ich und das Dorf (1911), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.
    5. Marc Chagall war etwa 70 Jahre alt, als dieses Werk entstand. Welche Details lassen auf die Handschrift eines Künstlers in dieser Lebensphase schließen?

    Ihre Antwort

    Schreiben Sie einen kurzen Absatz über dieses Kunstwerk. Verwenden Sie dazu die Informationen aus den vorherigen Abschnitten dieser Anleitung sowie Ihre oben stehenden Antworten.

    Kunst-Quiz

    Hohelied II — Marc Chagall

    Wie gut kennen Sie dieses Kunstwerk?

    Wählen Sie jeweils eine Antwort für jede der 5 unten stehenden Fragen aus. Jede Frage hat genau eine richtige Antwort.

    1. 1. Mit welchem künstlerischen Stil wird Marc Chagalls „Hohelied II“ primär in Verbindung gebracht?

      • A Kubismus
      • B Impressionismus
      • C Surrealismus
    2. 2. Das Gemälde zeigt eine Frau, die auf dem Boden liegt und von Tieren umgeben ist. Welche künstlerische Technik wird am prominentesten eingesetzt, um diese Bildsprache zu vermitteln?

      • A Pointillismus
      • B Fresko
      • C Acrylmalerei
    3. 3. Welche kulturellen Einflüsse sind in Chagalls Darstellung der Frau und der Tiere erkennbar, die seine Erziehung widerspiegeln?

      • A Renaissance-Humanismus
      • B Alte ägyptische Mythologie
      • C Hasidisch-jüdische Folklore
    4. 4. Das Gemälde enthält mehrere Vögel, die über dem Kopf der Frau sitzen. Was ist eine mögliche symbolische Interpretation dieses Elements?

      • A Schutz vor Gefahr
      • B Fortpflanzung und Fruchtbarkeit
      • C Göttliche Führung
    5. 5. In welchem Jahr wurde „Hohelied II“ von Marc Chagall geschaffen?

      • A 1937
      • B 1957
      • C 1968

    Mein Ergebnis: ____ von 5

    Lösungsschlüssel — für die Lehrkraft

    Dies beginnt eine neue Druckseite und kann daher bei den Kopien einfach weggelassen werden.

    1C · 2A · 3C · 4B · 5B