Papier
Name Klasse Datum

John Singleton Copley, Frau William Eppes (1769), Brooklyn Museum. Gemeinfrei. Erleben Sie diese Leinwand unter bewegtem Licht: die Zeichnung, die wahre Farbe unter dem Firnis, das reine Pigment

Fakten auf einen Blick

Künstler
John Singleton Copley wahooart.com/de/artists/john-singleton-copley_de/
Lebensdaten des Künstlers
1738 – 1815
Gemalt
1769
Originalgröße
128 x 101 cm
Bewegung
Neo-Classicism A deliberate return to the calm balance and clear outlines of ancient Greek and Roman art.
Zeitraum
– Frühe Neuzeit
Ausgestellt in
Brooklyn Museum wahooart.com/de/museums/brooklyn-museum-brooklyn_de/
Einflüsse
Europäische Tradition
Standort
Brooklyn Museum, New York
Thema
Porträt einer wohlhabenden Frau
Titel
Mrs. William Eppes

Im Kontext

Frau William Eppes — John Singleton Copley

Wie groß ist es?

Das Original hat die Maße 128 × 101 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe.

Wann wurde dieses Werk gemalt?

  1. 1730
  2. 1740
  3. 1750
  4. 1760
  5. 1770
  6. 1780
  7. 1790
  8. 1800
  9. 1810

Obere Zeile: die Jahre. Untere Zeile: das Alter des Künstlers zu Beginn und am Ende jedes Zeitraums — 0 bei der Geburt, 77 beim Tod.

Gemalt, als der Künstler 31 war. Der Künstler wurde 77 alt. 186 der 420 datierten Werke dieses Künstlers in unserem Katalog entstanden früher.

Schattiert: das Lebenswerk von John Singleton Copley (1738–1815) ▲ dieses Werk, 1769 jedes datierte Gemälde, Jahrzehnt für Jahrzehnt

Erste Werke: bis 1764 Hauptwirkungsjahre: 1764–1778 Spätwerke: ab 1778

Diese drei Abschnitte unterteilen die Werke, für die dieser Katalog ein Datum vorweisen kann, in ein erstes Viertel, eine mittlere Hälfte und ein letztes Viertel. Es handelt sich dabei nicht um das vollständige Werk der Künstlerin: Eine dünne Phase kann eher eine Lücke in der Dokumentation als eine ruhigere Zeit darstellen. Dieselbe Zeitspanne, die mit dem Leben des Künstlers verwoben ist

Vergleichen mit

Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

Weitere Werke, die sich ideal als Ergänzung zu diesem Werk eignen: wahooart.com/de/art/similar/john-singleton-copley-frau-william-eppes-8XYCHF-de/

Farben

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Phthalogrün #2c2219

    Katalogisierte Palette

    • #2C2219
    • #AC7E64
    • #5F5B49
    • #DBC7A1

    Diese Farben innerhalb der gesamten Palette des Künstlers Andere Gemälde nach Farbe finden

    Palette
    Erdig Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Bezeichnung der Hauptfarbe
    Phthalogrün
    Intensität
    Monochrom Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Kräftig Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Sanft abgestimmte Palette Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Tiefste Schattenwerte Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Dezente Farbsättigung Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Wo auf der Welt wird dieses Gemälde betrachtet?

    • unter 1%
    • 1–3%
    • 3–8%
    • 8–20%
    • 20% und mehr
    Dieses Gemälde allein weist zu wenige registrierte Besucher auf, um eine Karte zu erstellen, daher zeigt die Tafel alle Werke von John Singleton Copley aus den letzten zwölf Monaten – insgesamt 28 Länder. Herkunft dieser Zahlen

    Die zehn führenden Länder

    1. 1 China 53,4%18.000 Besuche
    2. 2 Vereinigte Staaten von Amerika 17,5%5.900 Besuche
    3. 3 Hong Kong 5,9%2.000 Besuche
    4. 4 Singapur 3,9%1.300 Besuche
    5. 5 Spanien 2,7%900 Besuche
    6. 6 Frankreich 2,4%800 Besuche
    7. 7 Mexiko 2,4%800 Besuche
    8. 8 Argentinien 1,2%400 Besuche
    9. 9 Israel 1,2%400 Besuche
    10. 10 Rumänien 1,2%400 Besuche
    11. · 18 weitere Länder 8,2%2.800 Besuche

    Finden Sie die drei dunkelsten Länder auf der Karte. Befindet sich das Museum, das dieses Gemälde beherbergt, in einem dieser Länder? Notieren Sie einen Grund, warum Menschen aus der Ferne es betrachten könnten.

    Die 20 meistgesehenen Werke von John Singleton Copley

    1. 1 Watson und der Hai, 1778 19,5%7.600 Aufrufe
    2. 2 James Otis, (painting), 1760 4,1%1.600 Aufrufe
    3. 3 Die Rückkehr Neptuns, 1754 2,6%1.000 Aufrufe
    4. 4 Frau William Eppes, 1769 dieses Gemälde 2,1%800 Aufrufe
    5. 5 Die Himmelfahrt, 1775 1,8%700 Aufrufe
    6. 6 Samuel liest Eli die Gerichtsbarkeit Gottes über Elis Haus vor, 1780 1,8%700 Aufrufe
    7. 7 Elkanah Watson, 1782 1,5%600 Aufrufe
    8. 8 Mary Elizabeth Martin, 1771 1,5%600 Aufrufe
    9. 9 Junges Fräulein mit einem Vogel und einem Hund, 1767 1,3%500 Aufrufe
    10. 10 Kopf eines Neggers, 1777 1,3%500 Aufrufe
    11. 11 Der Zusammenbruch des Earl of Chatham im House of Lords (auch bekannt als Der Tod des Earl of Chatham), 1779 1,0%400 Aufrufe
    12. 12 Die Geburt Jesu, 1777 1,0%400 Aufrufe
    13. 13 Thomas Amory II, 1772 1,0%400 Aufrufe
    14. 14 Frau Daniel Hubbard (Mary Greene), 1764 1,0%400 Aufrufe
    15. 15 James Tilley, (painting) 1,0%400 Aufrufe
    16. 16 Watson und der Hai, 1778 0,8%300 Aufrufe
    17. 17 Frau Ezekiel Gondthwait (Elizabeth Lewis), 1771 0,8%300 Aufrufe
    18. 18 Frau John Winthrop (Hannah Fayerweather), 1773 0,8%300 Aufrufe
    19. 19 Mrs. George Watson (Elizabeth Oliver), 1765 0,8%300 Aufrufe
    20. 20 Nicholas Boylston, 1769 0,8%300 Aufrufe

    Zusammen machen diese Werke 46,5% der gesamten Aufmerksamkeit aus, die die Gemälde dieses Künstlers in den letzten zwölf Monaten erhalten haben. Der Katalog enthält 562 Werke dieses Künstlers, von denen 173 mindestens einmal betrachtet wurden. Dieses Gemälde belegt Platz 4 unter den Werken, mit 2,1% dieser Aufmerksamkeit (800 Besuche). Dies gilt Monat für Monat gleichermaßen

    Die Balken messen die Aufmerksamkeit, nicht die Qualität. Wählen Sie das Werk an der Spitze und dieses hier: Nennen Sie eine Sache, die ein Gemälde über seine handwerkliche Meisterschaft hinaus berühmt machen könnte.

    Über dieses Kunstwerk

    Frau William Eppes — John Singleton Copley

    Anmerkungen zu diesem Werk

    Basierend auf veröffentlichten Quellen für diesen Leitfaden erstellt. Der Katalogeintrag selbst befindet sich im ersten Teil dieses Leitfadens.

    Abmessungen
    128 x 101 cm
    Jahr
    1769
    Kunstrichtung
    Neoklassizismus

    Mrs. William Eppes: Ein Blick in die Eleganz der Kolonialzeit

    Das Gemälde Mrs. William Eppes von John Singleton Copley ist eine exemplarische Darstellung der Neo-Klassizismus Kunstbewegung. Dieses Meisterwerk wurde 1769 geschaffen und misst 128 x 101 cm. Es ist mit Öl auf Leinwand ausgeführt. Als professioneller Experte für Kunst und Verkäufer bei AllPaintingsStore.com freue ich mich, einen akademischen Artikel über dieses beeindruckende Werk vorzustellen.

    Historische Bedeutung

    John Singleton Copley war ein amerikanischer Künstler, der für seine historischen und Porträtmalereien berühmt wurde. Sein Werk Mrs. William Eppes ist ein Beweis für sein Können, die Essenz seiner Motive einzufangen. Das Gemälde zeigt eine Frau in einem rosa Kleid mit einem blauen Band um den Hals und strahlt Eleganz und Raffinesse aus.

    Künstlerischer Stil & Technik

    Der Neo-Klassizismus Stil, der sich durch Einfachheit, Ordnung und Vernunft auszeichnet, ist in Mrs. William Eppes deutlich erkennbar. Die Verwendung von Öl auf Leinwand ermöglicht ein Detailreichtum und eine Textur, die das Motiv zum Leben erwecken. Der Hintergrund, der zwei Bäume zeigt, verleiht dem Bild Tiefe und Kontext und deutet darauf hin, dass das Porträt im Freien oder in einer Umgebung mit natürlicher Vegetation gemalt wurde.

    Andere bemerkenswerte Werke von John Singleton Copley sind Nicholas Boylston und Ebenezer Storer

    Für weitere Informationen über den Künstler besuchen Sie das Museum of Fine Arts in Boston, Vereinigte Staaten, das viele seiner Werke beherbergt, darunter Nicholas Boylston

    Symbolik und emotionale Wirkung

    Über seinen ästhetischen Reiz hinaus bietet Mrs. William Eppes einen Einblick in die sozialen Werte des kolonialen Amerikas. Die Kleidung des Sujets – das elegante rosa Kleid und das blaue Band – signalisiert ihren Status und ihre Verfeinerung innerhalb der Bostoner Gesellschaft. Die sorgfältig komponierte Pose und der würdevolle Gesichtsausdruck vermitteln einen Hauch von Würde und Besonnenheit, was die Ideale weiblicher Tugend widerspiegelt, die zu dieser Zeit vorherrschten. Der Landschaftshintergrund deutet subtil auf den Wohlstand und die Stabilität hin, den Familien wie den Eppeses genossen, die tief in der kolonialen Lebensweise verwurzelt waren. Das Gemälde ruft ein Gefühl von stiller Anmut und zeitloser Schönheit hervor und lädt Betrachter ein, über das Leben und die Bestrebungen derer nachzudenken, die die frühe amerikanische Geschichte prägten.

    Wie im Discovering the Artworks of Kendal Museum, United Kingdom Artikel erwähnt, sind handgefertigte Ölmalereien von Mrs. William Eppes eine großartige Möglichkeit, die Schönheit der Kunst bequem von zu Hause aus zu erleben.

    Für weitere Informationen über John Singleton Copley und seine Werke besuchen Sie https://AllPaintingsStore.com oder überprüfen Sie die Wikipedia-Seite über John Singleton Copley.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    John Singleton Copley

    Geboren in Boston, Vereinigte Staaten

    Frühes Leben, Familie und Ausbildung

    John Singleton Copley entsprang dem geschäftigen Treiben des kolonialen Bostons und wurde im Jahr 1738 geboren. Seine Kindheit war tief im maritimen Handel des Long Wharf verwurzelt, wo seine Mutter, Mary Singleton Copley, ein Geschäft führte. Sein Vater, Richard Copley, war als Tabakhändler tätig. Dieses Umfeld bot weit mehr als nur eine soziale Kulisse; es gewährte ihm einen unmittelbaren Einblick in die materiellen Texturen und sozialen Hierarchien, die später seine visuelle Sprache prägen sollten. Er wurde nicht in eine künstlerische Dynastie hineingeboren, doch die Nähe zur Kaufmannsschicht stellte sicher, dass er den Wert der Objekte, die er später malen sollte, von Grund auf verstand.

    Sein formeller Zugang zum Handwerk erfolgte über seinen Stiefvater Peter Pelham, einen Kupferstecher und Limner. Während Pelham das erste technische Fundament legte, war die wahre Entwicklung von Copley das Ergebnis einsamer, unermüdlicher Arbeit. Er war weitgehend autodidaktisch, indem er das traditionelle europäische Academiesystem zugunsten eines strengen, selbst auferlegten Lehrplans umging. Jahrelang widmete er sich dem akribischen Kopieren von Kupferstichen, um die Mechanik von Licht und Form zu meistern. Dieser disziplinierte, selbst kultivierte Ansatz ermöglichte es ihm, die Beschränkungen seines lokalen Umfelds zu überwinden und eine technische Präzision zu entwickeln, die seinen Vorgängern in den Kolonien fehlte.

    Erfolg als Kolonial-Porträtist

    Bis in die 1760er Jahre hatte sich John Singleton Copley bereits als der herausragende Porträtist Bostons etabliert. Er malte jedoch weit mehr als nur Gesichter; er erschuf die soziale Identität der kolonialen Elite. Seine Fähigkeit, materiellen Reichtum in visuelle Autorität zu übersetzen, machte ihn zur bevorzugten Wahl der einflussreichsten Persönlichkeiten der Stadt. Er verstand es meisterhaft, dass ein Porträt ein Instrument zur Projektion von Status war, indem er Texturen und spezifische Objekte einsetzte, um den Platz des Dargestellten in der sozialen Hierarchie unmissverständlich zu signalisieren.

    Seine technische Präzision erlaubte es ihm, über bloße Ähnlichkeiten hinauszugehen. In seinem Porträt von 1771, Mrs. Ezekiel Gondthwait (Elizabeth Lewis), vermitteln die Darstellung luxuriöser Stoffe und eine kultivierte Körperhaltung ein ganz spezifisches Gefühl von gesellschaftlichem Ansehen. Dies war keineswegs Zufall. John Singleton Copley nutzte jedes Detail – vom Glanz des Silbers bis zum Faltenwurf eines Ärmels –, um die Wahrnehmung des Betrachters gegenüber seinen Sujets präzise zu steuern. Er verwandelte den Akt des Porträt-Sitzens in eine kalkulierte Inszenierung von Wohlstand und Macht.

    Die enorme Bandbreite seiner Klientel spiegelt die sich wandelnde Landschaft der kolonialen Führung wider. Er hielt das Ebenbild von Paul Revere um das Jahr 1768 fest und porträtierte Samuel Adams im Jahr 1772. Dies waren nicht bloß Auftragsarbeiten; es waren visuelle Zeugnisse der Männer, die die politische Zukunft der Kolonien formten. Sein Werk lieferte das visuelle Vokabular für eine Gesellschaft im Umbruch und dokumentierte genau jene Menschen, die bald eine neue politische Ordnung definieren sollten.

    Künstlerischer Stil und Technik

    Die Ästhetik von John Singleton Copley stellt eine kalkulierte Verschmelzung von Rokoko-Eleganz und dem Intellektualismus der Aufklärung dar. Er kopierte nicht einfach die dekorativen Schnörkel seiner Vorgänger; vielmehr temperierte er diese durch eine rigorose, neoklassizistische Vision. Dieser Ansatz priorisierte Ordnung, Klarheit und moralische Tugend – Qualitäten, die im kolonialen Kontext eine tiefe Resonanz fanden. Sein Werk entgeht der Oberflächlichkeit, die man oft in rein dekorativen Stilen findet, indem er jede Komposition in anatomischer Genauigkeit und psychologischer Tiefe verwurzelt. Er gab sich nicht mit einer bloßen Ähnlichkeit an der Oberfläche zufrieden. Stattdessen nutzte er die Körperhaltung und den Gesichtsausdruck des Dargestellten, um einen tieferliegenden Charakter zu offenbaren, wodurch er ein einfaches Porträt in eine präzise Studie der menschlichen Identität verwandelte.

    Die technische Ausführung seiner Gemälde beruht auf einer anspruchsvollen Schichtung transparenter Lasuren. Diese Methode ermöglichte es ihm, in Kombination mit einem dynamischen Pinselstrich, einen hohen Grad an Realismus in Bezug auf Textur und Licht zu erreichen. Er besaß die besondere Fähigkeit, die materielle Welt – das schwere Gewicht von Stoffen, den kalten Glanz von Metall und die subtilen Abstufungen der Haut – mit einer Unmittelbarkeit darzustellen, die den Betrachter fast greifen lässt. Diese technische Meisterschaft stellte sicher, dass seine Sujets als physische Präsenzen und nicht als flache Repräsentationen erschienen. Durch die Beherrschung des Zusammenspiels von Licht und Schatten formte er Figuren, die ein fühlbares Volumen und ein Gefühl von Beständigkeit besaßen.

    Mrs. Jerathmael Bowers

    The Return of Neptune

    Mrs. John Winthrop

    Ambition und das Leben in Europa

    Copleys Aufbruch nach Europa war ein kalkulierter Versuch, sich in den etablierten künstlerischen Zentren der Alten Welt zu behaupten. Schon lange vor seiner Abreise hatte sein Talent in London Beachtung gefunden; so wurde er am 3. September 1766 zum Mitglied der Society of Artists of Great Britain gewählt. Diese Anerkennung verlieh seinem Entschluss zur Auswanderung die nötige Dynamik. Im Jahr 1774 ließ er die Dreizehn Kolonien hinter sich und reiste gemeinsam mit seiner Frau, Susanna Farnsworth Clarke, und ihren Kindern in die Ferne. Er ließ sich noch im selben Jahr in London nieder und kehrte nie wieder nach Amerika zurück.

    Seine Zeit in Europa war geprägt von dem bewussten Streben nach einer klassischen Ausbildung. Im Sommer 1774 studierte er in Rom – ein Schritt, der darauf abzielte, seine Beherrschung der Komposition und der historischen Erzählweise zu verfeinern. Diese Studienphase war weit mehr als nur ein bloßer Ausflug; sie markierte eine fundamentale Wende in seiner beruflichen Laufbahn. Indem er sich in London positionierte, suchte er den Übergang vom Porträtmaler der Kolonien hin zu einem Maler von bedeutendem historischem Gewicht, und stellte sein technisches Können den hohen Maßstäben der britischen Kunstszene.

    Hauptwerke und die Historienmalerei

    Das künstlerische Schaffen von John Singleton Copley offenbart eine kalkulierte Entwicklung: Weg von der gesellschaftlichen Porträtmalerei, die ihm seinen Status in den Kolonien sicherte, hin zur prestigeträchtigen und anspruchsvollen Arena der Historienmalerei. Bereits in seinen frühen Auseinandersetzungen mit klassischen Themen, wie etwa in The Return of Neptune, um das Jahr 1754, wird ein Bestreben deutlich, die bloße Ähnlichkeitlichkeit der Bostoner Elite zu überschreiten, indem er sich an den Kompositionen der Alten Meister orientierte. Selbst in seinen persönlicheren Darstellungen, wie etwa The Copley Family aus dem Jahr 1776, zeigt sich die klare Absicht, die Leinwand als Instrument zu nutzen, um durch sorgfältig choreografierte Umgebungen und Objekte eine spezifische soziale Identität zu konstruieren.

    Der Umzug nach Europa befeuerte sein Streben nach historischen Narrativen und trieb ihn dazu an, das damals angesehenste Genre der Kunst zu erobern. Er suchte gezielt nach Szenen von intensiver Dramatik oder politischer Tragweite. Watson and the Shark, gemalt um 1778, ist ein eindrucksvolles Zeugnis dieses Drangs nach dramatischer Spannung. Sein ambitioniertestes Unterfangen in dieser Richtung war The Death of Major Peirson, ein Werk, das versuchte, das Chaos der Schlacht von Jersey einzufangen. Auch wenn einige Kritiker die Komposition infrage stellten, bleibt das Gemälde ein bedeutender Versuch, moderne Konflikte in die erhabene Dimension der historischen Kunst zu übersetzen.

    In seiner späteren Londoner Schaffensphase widmete er sich komplexen politischen Szenen, wie etwa The Colapse of the Earl of Chatham in the House of Lords im Jahr 1779. Dieses Werk verließ das Schlachtfeld und tauchte ein in die strukturierte, hoch angespannte Atmosphäre der britischen Regierungsführung. Durch diese vielfältigen Sujets versuchte John Singleton Copley zu beweisen, dass ein in den Kolonien ausgebildeter Maler in der Lage war, die gewichtigen und dramatischen Anforderungen der europäischen Historientradition meisterhaft zu erfüllen.

    Späte Jahre und Tod

    Das letzte Kapitel von Copleys Leben in London war von einem nachlassenden beruflichen Elan geprägt, den er in seinen Glanzzeiten einst so meisterhaft verkörpert hatte. Seine späteren Jahre fielen weniger erfolgreich aus als seine frühere Phase des Ruhms. Finanzielle Instabilität überschattete seine letzten Lebensjahre, und er verstarb in tiefer Verschuldung. Dieser finanzielle Abstieg steht in scharfem Kontrast zu dem hohen sozialen Status, den seine Kolonialporträts einst der Elite Neuenglands verliehen und mitgestaltet hatten.

    Im Jahr 1815 verstarb er in London. Seine Überreste wurden in der Croydon Minster in Croydon, Surrey, beigesetzt. Obwohl seine Karriere unter enormem finanziellem Druck endete, bleibt seine technische Präzision ein unumstößlicher Fixpunkt in der Erforschung der Porträtmalerei und der historischen Komposition des 18. Jahrhunderts.

    Museum

    Brooklyn Museum

    Ausgestellt in Brooklyn, Vereinigte Staaten von Amerika

    Ursprung und Geschichte des Brooklyn Museum

    Die Geschichte des Brooklyn Museum nahm ihren Anfang im Jahr 1823 als die Brooklyn Apprentices’ Library. In dieser frühen Phase lag das Augenmerk vor allem darauf, der lokalen Gemeinschaft durch die Kunst einen Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Nach ihrer Gründung wurde die Institution am 24. November 1824 formell als Körperschaft registriert. Diese prägenden Jahre legten den Grundstein für ein tief verwurzeltes Engagement für das öffentliche Lernen – ein Versprechen, das die Entwicklung der Institution über die nächsten zwei Jahrhunderte hinweg maßgeblich prägen sollte.

    Im Jahr 1843 kam es zu einem bedeutenden Wendepunkt, als die Organisation mit dem Brooklyn Institute of Arts and Sciences fusionierte. Dieser Zusammenschluss weitete sowohl den Wirkungsbereich als auch die Vielfalt der Sammlungen der Institution erheblich aus. Über viele Jahrzehnte hinweg agierte das Brooklyn Museum als ein Teilbereich des Brooklyn Institute of Arts and Sciences. Diese strukturelle Verbundenheit bestand so lange an, bis in den 1970er Jahren die verschiedenen Organisationen innerhalb der Cultural Institutions Group als eigenständige Einheiten hervorgingen.

    Die Beaux-Arts-Architektur und das Gebäude

    Das heutige Bauwerk wurde im März 1897 fertiggestellt. Entworfen von dem renommierten Architekturbüro McKim, Mead & White, liegt das Gebäude in unmittelbarer Nähe zum Prospect Park. Seine Architektur im Stil der Beaux-Arts zeichnet sich durch ein tiefes Gefühl von Beständigkeit und klassischen Proportionen aus. Die Fassade wird von korinthischen Säulen und kunstvollen Skulpturen geziert, die die Giebel schmücken. Diese architektonischen Elemente verleihen dem Gebäude eine würdevolle und formale Präsenz innerhalb der Landschaft von Brooklyn.

    Seit seiner ursprünglichen Fertigstellung hat das Gebäude mehrere Erweiterungen erfahren, um den wachsenden Sammlungen und den sich wandelnden Bedürfnissen der Institution gerecht zu werden. Das Design schafft einen Rahmen aus weitläufigen Galerien, die sowohl Grandiosität als auch Intimität ausstrahlen. Die Architektur bleibt ein zentraler Bestandteil der physischen Identität der Institution und bietet eine strukturierte Umgebung für die Bewahrung ihrer vielfältigen Bestände.

    Vielfältige Sammlungen und künstlerische Abteilungen

    Das Museum beherbergt eine beeindruckende Sammlung von über 500.000 Objekten, deren enorme Bandbreite eine tiefgreifende Untersuchung der menschlichen Kreativität über unzählige Epochen hinweg ermöglicht. Ein herausragendes Herzstück dieser Bestände ist die Sammlung ägyptischer Antiquitäten, die Artefakte umfasst, die einen Zeitraum von über 3.000 Jahren zivilisatorischer Geschichte abdecken. In diesen Hallen begegnen dem Betrachter prachtvolle Sarkophage, monumentale Skulpturen und von filigraner Schönheit – kostbare Schmuckstücke, die die Handwerkskunst vergangener Zeiten lebendig werden lassen.

    Ein weiterer zentraler Pfeiler der Institution ist die Sammlung amerikanischer Kunst. Sie umfasst eine Vielzahl bedeutender Strömungen, darunter die Ashcan School und die Barbizon-Schule. Diese Bestände eröffnen eine faszinierende Perspektive auf die Entwicklung der amerikanischen Bildsprache, die vom 19. Jahrhundert bis in die Moderne reicht. Darüber hinaus pflegt das Museum eine bedeutende Sammlung, die dem Werk der feministischen Künstlerin Judy Chicago gewidmet ist, allen voran ihre monumentale Installation The Dinner Party.

    Die enorme Tiefe der verschiedenen Fachabteilungen ermöglicht einen stetigen Dialog zwischen unterschiedlichen historischen Epochen und künstlerischen Intentionen. Die Sammlung vereint Werke aus mehreren markanten Kunstströmungen:

    Amerikanischer Realismus

    Impressionismus

    Kubismus

    Expressionismus

    Zeitgenössischer Realismus

    Meisterwerke der Museumssammlung

    Die Sammlung des Brooklyn Museum beherbergt bedeutende Werke aus dem amerikanischen Kanon sowie Zeugnisse der Evolution der Moderne. Georgia O'Keeffe’s Blue-01, entstanden um 1916, verkörpert einen ganz besonderen Moment in ihrer künstlerischen Entwicklung. In unmittelbarer Nähe dazu bietet Edward Hopper’s Standing Female Figure (1900) eine tiefgründige Studie von Form und Präsenz. Diese Werke stehen in einem faszinierenden Dialog mit Frederick Childe Hassam’s Montauk, gemalt um 1921, welches die Küstenlandschaft durch eine impressionistische Linse einfängt.

    Darüber hinaus umfasst das Museum großformatige Installationen und religiöse Sujets, die eine beeindruckende Vielfalt künstlerischer Intentionen widerspiegeln. Judy Chicagos The Dinner Party (1979) ist eine monumentale Installation, die sich eindringlich mit den historischen Errungenschaften der Frau auseinandersetzt. Im Bereich der figurativen Malerei gewährt Jacques Joseph (James) Tissot’s The Adoration of the Shepherds, datiert auf etwa 1894, einen detailreichen Einblick in die religiöse Illustration des späten 19. Jahrhunderts.

    Blue-01, um 1916 - Georgia O'Keeffe

    Standing Female Figure, 1900 - Edward Hopper

    Montauk, um 1921 - Frederick Childe Hassam

    The Dinner Party, 1979 - Judy Chicago

    The Adoration of the Shepherds, um 1894 - Jacques Joseph (James) Tissot

    Ein lebendiger kultureller Mittelpunkt der Gemeinschaft

    Das Brooklyn Museum fungiert als eine zentrale Institution für die umliegenden Stadtteile Prospect Heights, Crown Heights, Flatbush und Park Slope. Als zweitgrößtes Kunstmuseum in New York City wird es als gemeinnützige Organisation geführt, die im Jahr 1935 gegründet wurde. Die Institution ist zudem ein geschätztes Mitglied der Cultural Institutions Group (CIG) und behauptet so ihren festen Platz innerhalb des organisierten Netzwerks kultureller Organisationen der Stadt.

    Die Auseinandersetzung mit dem Museum reicht weit über die permanenten Galerien hinaus und wird durch ein vielfältiges Programm aus Filmvorführungen, Aufführungen, Workshops und Vorträgen lebendig gehalten. Diese Programme ermöglichen einen kontinuierlichen Austausch zwischen der Institution und der lokalen Gemeinschaft. Inmitten seiner prachtvollen Beaux-Arts-Architektur bietet das Museum den idealen Raum für diese vielfältigen kulturellen Aktivitäten.

    Weiterführende Informationen finden Sie hier

    Präsentieren Sie es an Ihrer eigenen Wand: Frau William Eppes by John Singleton Copley als eine handgemalte Ölreproduktion, nach Ihren Maßen gefertigt

    Online abrufbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für Frau William Eppes

    wahooart.com/de/art/download/john-singleton-copley-frau-william-eppes-8XYCHF-de/

    Zitierhinweis für dieses Kunstwerk

    MLA
    Copley, John Singleton. Frau William Eppes. 1769, Brooklyn Museum. https://wahooart.com/de/art/john-singleton-copley-frau-william-eppes-8XYCHF-de/
    APA
    Copley, John Singleton (1769). Frau William Eppes [Painting]. Brooklyn Museum. https://wahooart.com/de/art/john-singleton-copley-frau-william-eppes-8XYCHF-de/
    Chicago
    John Singleton Copley. Frau William Eppes. 1769. Brooklyn Museum. https://wahooart.com/de/art/john-singleton-copley-frau-william-eppes-8XYCHF-de/
    Harvard
    Copley, John Singleton (1769) Frau William Eppes. Brooklyn Museum. Available at: https://wahooart.com/de/art/john-singleton-copley-frau-william-eppes-8XYCHF-de/

    Genau hinsehen

    Frau William Eppes — John Singleton Copley

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie begründen können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie lässt sich diese beschreiben?
    3. Wie viele Gesichter können Sie finden? ____ (unser Katalog zählt 1 – stimmen Sie dem zu?)
    4. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: portrait, colonial, elegance. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    5. Werfen Sie einen Blick zurück auf Watson und der Hai (1778), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.

    Ihre Antwort

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    Kunst-Quiz

    Frau William Eppes — John Singleton Copley

    Wie gut kennen Sie dieses Kunstwerk?

    Wählen Sie jeweils eine Antwort für jede der 4 unten stehenden Fragen aus. Jede Frage hat genau eine richtige Antwort.

    1. 1. In welchem Jahr wurde das Gemälde "Mrs. William Eppes" von John Singleton Copley geschaffen?

      • A 1759
      • B 1769
      • C 1779
    2. 2. Welche Kunstrichtung wird durch "Mrs. William Eppes" repräsentiert?

      • A Barock
      • B Neoklassizismus
      • C Impressionismus
    3. 3. Was ist ein charakteristisches Merkmal des Hintergrunds in dem Gemälde?

      • A Eine belebte Stadtansicht
      • B Eine ruhige Landschaft mit Bäumen
      • C Ein prunkvoller Palast
    4. 4. Welche Aussage beschreibt am besten den Gesamteindruck des Porträts?

      • A Dynamisch und actionreich
      • B Elegant und kontemplativ
      • C Dramatisch und emotional

    Mein Ergebnis: ____ von 4

    Lösungsschlüssel — für die Lehrkraft

    Dies beginnt eine neue Druckseite und kann daher bei den Kopien einfach weggelassen werden.

    1B · 2B · 3B · 4B

    Überprüfen Sie jede Antwort mit dem Katalogeintrag für dieses Gemälde

    Fragen & Antworten

    Welche Farbtönung dominiert in "Frau William Eppes"?

    Ein Ocker bis Sepia Farbton durchzieht "Frau William Eppes" von John Singleton Copley.

    Welches Gefühl wird mit "Frau William Eppes" assoziiert?

    "Frau William Eppes" von John Singleton Copley vermittelt eine Reflektierend emotionale Stimmung.

    Wie stark ist der Kontrast in "Frau William Eppes" von John Singleton Copley?

    "Frau William Eppes" von John Singleton Copley zeigt einen Kräftig Kontrast zwischen hellen und dunklen Bereichen.